Ich habe mir den "Ökumenischen Rat der Kirchen" genau angesehen. Eine etwas verwirrende Situation
In der Tat ist das ein Club der vielen protestantischen Kirchen, die Altkatholiken sind dabei (diese protestierten ja 1870 gegen das Papsttum und traten aus der Katholischen Kirche aus)
Da die Orthodoxen Kirchen und die Römisch- Katholische Kirche anscheinend nicht in diesem 1948 in Genf gegründeten Gremium als Mitglieder sitzen, ist es für die weltweite Ökumene nicht wirklich tauglich.
Und bekanntlich traten drei protestantische Kirchen aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen aus:
"Die drei überwiegend oder gänzlich „weißen“ südafrikanischen reformierten Kirchen Nederduitse Gereformeerde Kerk/Transvaal, Nederduitse Gereformeerde Kerk/Kapprovinz und Nederduitsch Hervormde Kerk verließen den ÖRK 1961 auf Grund von dessen kritischer Haltung zur Apartheidspolitik Südafrikas."
Es wird nun offenbar ein Neuanfang zur nicht geglückten Ökumene versucht
> Daher wohl das Konzil Nicäa 2
Die Kirchenspaltung Rom - Byzanz des Jahres 1054 teilte das Christentum in Westkirche und Ostkirche, dann trat in Deutschland Luther auf, dann kam die nationale Abspaltung der Anglikanischen Kirche dazu - 1870 die Abspaltung der Altkatholiken
Nun kam die Idee auf, anlässlich des 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa am historischen Ort (als es noch keine Abspaltungen gab) einen wirklichen Versuch der Ökumene zu versuchen. Wo alle Kirchen, die sich auf das Konzils von Nicäa berufen, eingeladen sind.
Der verstorbene Papst Franziskus hatte dieses neue Konzil positiv gesehen.
Hier sollen alle Kirchen teilnehmen, selbstverständlich auch die Katholiken und die Ostkirchen
Ob dabei eine echte "Annäherung" zustande kommt, ist das große Fragezeichen - zumindest ein Schritt der Annäherung !
Eine vollständige Annäherung wird wohl nicht möglich sein, da hätte sich der Protestantismus gar nicht zu gründen brauchen
Es ist eine naive Illusion zu hoffen, dass sich nun alle Kirchen wieder zu einer Kirche zusammenschließen würden - es gibt ja schwere religiöse Differenzen
Selbst zwischen den protestantischen Kirchen gibt es unüberwindliche Differenzen.
Lutheraner und Calvinisten kann man nicht unter einen Hut bringen.
Und zwischen Katholiken und Lutherischen ist die Trennung durch die unterschiedliche Bewertung der Ehe: bei den Katholiken ein Sakrament, bei den Lutherischen nur "ein weltlich Ding"
Da müsste eine der beiden Gruppen ihren Glauben aufgeben - und das ist wohl die ganze "Ökumene" nicht wert
Dennoch ist das Treffen in Nicäa (das längst keine christliche Stadt mehr ist und derzeit İznik heißt) wohl ein Schritt in die richtige Richtung
Klar kann man nicht alle Differenzen beiseite räumen - aber wenn es gelingt, den gleichen gemeinsamen Nenner um 10 % zu erhöhen, ist das schon weltweit ein wertvoller Schritt
Am 20. 4. 2025 erschien folgender Artikel in: katholisch.at › aktuelles › 153015
Patriarch Bartholomaios trauert um Papst Franziskus
"Patriarch von Konstantinopel verliert mit dem Papst auch einen engen persönlichen Freund - "Er hinterlässt ein Beispiel echter Demut und brüderlicher Liebe" (...)
Gerne hätten die beiden heuer auch gemeinsam das 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa am historischen Ort miteinander begangen. Es sei dem Papst aber nicht mehr bestimmt gewesen, zu kommen, so Bartholomaios. (...)
Der orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., würdigte Papst Franziskus als "leuchtendes Zeugnis des Evangeliums", "standhaften Kämpfer für die Armen" und unermüdlichen "Zeugen der Barmherzigkeit Christi". Theophilos hob in einer Erklärung vom Montag zudem das unerschütterliche Engagement des Papstes für Frieden und Versöhnung hervor. (...)
Auch das Moskauer Patriarchat erklärte am Montag, dass Papst Franziskus eine bedeutende Rolle bei der aktiven Entwicklung der Kontakte zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und der römisch-katholischen Kirche gespielt habe"
Daraus sehen wir, dass die alte Spaltung zwischen Westkirche und Ostkirche im Wesentlichen überwunden sein dürfte
Es wäre schade, wenn der neue Papst Leo XIV. nur einen Stellvertreter nach Nicäa schicken würde - seine Anwesenheit wäre bei diesem Treffen
am 24. Mai sehr erforderlich und würde dem Treffen das erforderliche Gewicht geben
In der Tat ist das ein Club der vielen protestantischen Kirchen, die Altkatholiken sind dabei (diese protestierten ja 1870 gegen das Papsttum und traten aus der Katholischen Kirche aus)
Da die Orthodoxen Kirchen und die Römisch- Katholische Kirche anscheinend nicht in diesem 1948 in Genf gegründeten Gremium als Mitglieder sitzen, ist es für die weltweite Ökumene nicht wirklich tauglich.
Und bekanntlich traten drei protestantische Kirchen aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen aus:
"Die drei überwiegend oder gänzlich „weißen“ südafrikanischen reformierten Kirchen Nederduitse Gereformeerde Kerk/Transvaal, Nederduitse Gereformeerde Kerk/Kapprovinz und Nederduitsch Hervormde Kerk verließen den ÖRK 1961 auf Grund von dessen kritischer Haltung zur Apartheidspolitik Südafrikas."
Es wird nun offenbar ein Neuanfang zur nicht geglückten Ökumene versucht
> Daher wohl das Konzil Nicäa 2
Die Kirchenspaltung Rom - Byzanz des Jahres 1054 teilte das Christentum in Westkirche und Ostkirche, dann trat in Deutschland Luther auf, dann kam die nationale Abspaltung der Anglikanischen Kirche dazu - 1870 die Abspaltung der Altkatholiken
Nun kam die Idee auf, anlässlich des 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa am historischen Ort (als es noch keine Abspaltungen gab) einen wirklichen Versuch der Ökumene zu versuchen. Wo alle Kirchen, die sich auf das Konzils von Nicäa berufen, eingeladen sind.
Der verstorbene Papst Franziskus hatte dieses neue Konzil positiv gesehen.
Hier sollen alle Kirchen teilnehmen, selbstverständlich auch die Katholiken und die Ostkirchen
Ob dabei eine echte "Annäherung" zustande kommt, ist das große Fragezeichen - zumindest ein Schritt der Annäherung !
Eine vollständige Annäherung wird wohl nicht möglich sein, da hätte sich der Protestantismus gar nicht zu gründen brauchen
Es ist eine naive Illusion zu hoffen, dass sich nun alle Kirchen wieder zu einer Kirche zusammenschließen würden - es gibt ja schwere religiöse Differenzen
Selbst zwischen den protestantischen Kirchen gibt es unüberwindliche Differenzen.
Lutheraner und Calvinisten kann man nicht unter einen Hut bringen.
Und zwischen Katholiken und Lutherischen ist die Trennung durch die unterschiedliche Bewertung der Ehe: bei den Katholiken ein Sakrament, bei den Lutherischen nur "ein weltlich Ding"
Da müsste eine der beiden Gruppen ihren Glauben aufgeben - und das ist wohl die ganze "Ökumene" nicht wert
Dennoch ist das Treffen in Nicäa (das längst keine christliche Stadt mehr ist und derzeit İznik heißt) wohl ein Schritt in die richtige Richtung
Klar kann man nicht alle Differenzen beiseite räumen - aber wenn es gelingt, den gleichen gemeinsamen Nenner um 10 % zu erhöhen, ist das schon weltweit ein wertvoller Schritt
Am 20. 4. 2025 erschien folgender Artikel in: katholisch.at › aktuelles › 153015
Patriarch Bartholomaios trauert um Papst Franziskus
"Patriarch von Konstantinopel verliert mit dem Papst auch einen engen persönlichen Freund - "Er hinterlässt ein Beispiel echter Demut und brüderlicher Liebe" (...)
Gerne hätten die beiden heuer auch gemeinsam das 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa am historischen Ort miteinander begangen. Es sei dem Papst aber nicht mehr bestimmt gewesen, zu kommen, so Bartholomaios. (...)
Der orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., würdigte Papst Franziskus als "leuchtendes Zeugnis des Evangeliums", "standhaften Kämpfer für die Armen" und unermüdlichen "Zeugen der Barmherzigkeit Christi". Theophilos hob in einer Erklärung vom Montag zudem das unerschütterliche Engagement des Papstes für Frieden und Versöhnung hervor. (...)
Auch das Moskauer Patriarchat erklärte am Montag, dass Papst Franziskus eine bedeutende Rolle bei der aktiven Entwicklung der Kontakte zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und der römisch-katholischen Kirche gespielt habe"
Daraus sehen wir, dass die alte Spaltung zwischen Westkirche und Ostkirche im Wesentlichen überwunden sein dürfte
Es wäre schade, wenn der neue Papst Leo XIV. nur einen Stellvertreter nach Nicäa schicken würde - seine Anwesenheit wäre bei diesem Treffen
am 24. Mai sehr erforderlich und würde dem Treffen das erforderliche Gewicht geben

