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Wissenschaftslogik und Glaubenslogik
#83
(04-11-2025, 23:17)subdil schrieb: Man muss das Gottesbild der Bibel immer im Gesamtkontext betrachten.

Ja, in der Tat!


(04-11-2025, 23:17)subdil schrieb: "Es gab nur einen im Universum, der als stellvertretendes Sühneopfer für die Menschheit geeignet war. Der Schöpfer allein konnte die Schuld seiner Geschöpfe bezahlen, und zwar dadurch, dass er an ihre Stelle trat. Deshalb erklärte sich Jesus Christus, der Sohn Gottes, bereit, die Reinheit, Herrlichkeit und Sicherheit des Himmels zu verlassen. Er würde auf die Erde kommen um anstelle des Menschen zu sterben. Am Ende würde er einen demütigenden Tod sterben, um als stellvertretendes Sühneopfer für eine gefallene Menschheit einzustehen".


Mehr Liebe kann ein Schöpfer seinen Geschöpfen nicht schenken. Ich weiß, dass du nicht daran glaubst, aber du wirst doch nicht abstreiten, dass dies das Zentrum des Christentums ist. Das christliche Gottesbild wird oft kritisiert, aber man muss es doch vom Endergebnis her betrachten. Gott hat sich selbst in Form seines Sohnes Jesus Christus ("Ich und der Vater sind eins") so sehr erniedrigt, um der Menschheit zu dienen, da ist es doch dann nicht zu viel verlangt, sich eben diesem Gott in Demut unterzuordnen. Das ist doch einfach nur die Annahme eben dieser Liebe.

Was ein Schöpfer seinen eigenen Geschöpfen zu "vergeben" haben sollte, das muss erst mal jemand nachvollziehbar erklären. Bisher ist dieses Kunststück meines Wissens noch niemandem gelungen...

Was wollen wir hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben dazu habe ich dich erweckt, dass ich an dir meine Macht erweise und dass mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.« So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. Nun sagst du zu mir: Was beschuldigt er uns dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht etwa ein Werk zu seinem Meister: Warum hast du mich so gemacht? Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit großer Geduld ertragen die Gefäße des Zorns, die zum Verderben bestimmt waren, auf dass er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit. (Römer 9,14-23)
Alles was sich aussprechen läßt, läßt sich klar aussprechen. (Wittgenstein)
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RE: Wissenschaftslogik und Glaubenslogik - von bellevue - 05-11-2025, 16:24

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