11-11-2025, 21:57
(09-11-2025, 22:30)exkath schrieb:(09-11-2025, 19:42)Thomas der Ungläubige schrieb: In einem nichtkapitalistischen Wirtschaftssystem gibt es nur Erwerbsarbeit und keine Kapitaleinkünfte.Keine Zinsen würde keine Mietwohnungen (Mietzins) und keine Kredite bedeuten. Für größere Anschaffungen z.B. Auto oder Haus müsste gespart also Kapital gebildet werden. Da beißt sich die Katze selber in den Schwanz.
(09-11-2025, 19:42)Thomas der Ungläubige schrieb: Wenn man zuviel Geld hat und es nicht für Blödsinn ausgeben möchte, gibt es zwei Möglichkeiten: Man reduziert seine Erwerbstätigkeit, so dass mehr Arbeit für Menschen da ist, die es nötiger haben.Wenn Bauern oder Lehrer ihre Tätigkeiten einschränken, dadurch bekommt kein Hilfsarbeiter Arbeit.
(09-11-2025, 19:42)Thomas der Ungläubige schrieb: Oder man gibt sein Geld für nicht zinsbringende Wertgegenstände wieDie unterliegen Kursschwankungen, man macht damit Gewinne oder auch Verluste.
Kunst, Edelmetalle, Antiquitäten etc. aus.
(09-11-2025, 19:42)Thomas der Ungläubige schrieb: Ob es moralisch gerechtfertigt ist, leistungslose Einkünfte zu generieren, die von anderen miterwirtschaftet werden müssen, ist eine andere Frage.Warum sollte ein Handwerker jemanden einstellen oder einen Lehrling zum Konkurrenten ausbilden, wenn er dadurch keinen Gewinn machen darf?
Ihre Vorstellungen von einem nichtkapitalistischen Wirtschaftssystem sind doch sehr naiv.
Man kann Kapital bilden auch ohne dass man für sein Kapital Zinsen erhält.
Wertschwankungen und daraus resultierende Gewinne und Verlust gibt es auch in nichtkapitalistischen Systemen, ja und? Wo ist der Punkt?
Und ich glaube tatsächlich, dass es Handwerker gibt, die aus intrinsischer Freude an ihrem Beruf in Kombination mit sozialem Verantwortungsgefühl Nachwuchs ausbilden.
Außerdem ist ein Handwerker, der Lehrlinge oder andere Arbeitnehmer einstellt, um Gewinne zu machen, kein Kapitalist. Ein Kapitalist ist jemand, der einen Handwerksbetrieb kauft und
Gewinne macht, ohne selbst zu arbeiten. In der Praxis fallen zwar die Kapitalgeberfunktion und die unternehmerische Arbeit oft in einer Person zusammen.
Wenn man aber in einem nichtkapitalistischen Wirtschaftssystem keine Erträge mehr am Kapitalmarkt erzielen kann, muss das im Handwerksbetrieb gebundene Kapital auch keine Opportunitätszinsen mehr erwirtschaften und der Gewinn des Handwerksbetriebes enfällt nur noch auf den Unternehmerlohn.

