(11-11-2025, 21:42)Thomas der Ungläubige schrieb: Vorratshaltung in Sachwerten hat nichts mit Kapitalismus zu tun, die gab es wie gesagt schon in den ersten Hochkulturen, ohne dass dadurch in irgendeiner Form zinsbringende
Kapitalanlagen entstanden. W-G-W war deshalb faktisch vor der Entstehung des Kapitalismus die vorherrschende Wirtschaftsform. Wieso auch sollte W-G-W nicht funktionieren, nur weil man auf Vorräte oder Saatgut aus dem Vorjahr zurückgreifen muss? Diese Logik erschließt sich mir nicht
die gebunkerten "Vorräte oder Saatgut aus dem Vorjahr" werden umso teurer wieder weiterverkauft oder -getauscht, je mehr die anderen ihre schon aufgefressen haben
Zitat:Und in der Tat kann man die kapitalistische Formel G-W-G' und damit den Kapitalismus selbst als Missbrauch der Geldwirtschaft bezeichnen. Die ökonomisch sinnvolle und mächtige Tauschfunktion wird missbraucht, um Geld zu horten und die anderen Wirtschaftsteilnehmer damit zu erpressen, es nur unter Zinsen wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzugeben.
Die Definition von Kapitalismus liegt damit auf dem Tisch
ich sehe sie immer noch nicht. (profitable) geschäfte machen ist "kapitalismus?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

