25-11-2025, 23:07
(25-11-2025, 00:27)Ekkard schrieb: Es ist gewiss ein schönes Gefühl, in einer Welt zu leben, in der alles wunderbar einsichtsvoll (intelligent) aufeinander abgestimmt und gesteuert abläuft.
Was macht dich so sicher, dass hinter den Beispielen Einsichtsfähigkeit oder Reflexion steckt? Also: Warum?
Es ist schwierig, dieses Gefühl und diese Intuition in Worte zu fassen. Ich beantworte deine Frage daher "andersrum": Wie würde wohl ein Universum aussehen, das nicht von einer kosmischen Intelligenz erschaffen und gesteuert wird? Es wäre wahrscheinlich ein totales Chaos aus umherirrenden Elementarteilchen, vielleicht würde es noch nicht mal eine lineare Zeit geben. Atome könnten sich nicht bilden, geschweige denn Moleküle oder gar Leben.
Und ein solches Szenario ist gar nicht so unrealistisch. Urknalltheoretiker sprechen zum Beispiel davon, dass, wenn mit der Expansion des Universums in der Anfangsphase nur ein bisschen was anders gelaufen wäre, sich keine festen Atome hätten bilden können. Hätten sich dann nicht bei der weiteren Expansion ganz bestimmte Materiekonzentrationen in Form von Wirbeln entwickelt, hätten keine Galaxien entstehen können. Und so gibt es viele Beispiele, anhand deren wir davon ausgehen können, dass hier eine lenkende Macht am Wirken ist, selbst wenn die Urknalltheorie korrekt ist, was man ja nun auch schon an sich anzweifeln kann.
(25-11-2025, 15:10)petronius schrieb: wieso? wozu? wir haben doch eh nix zu sagen. alle fäden ziehen doch sowieso deine kosmischen puppenspieler, auf uns kommts nicht an
das ist doch deine philosophie, oder nicht?
Der Autor Jed McKenna, das ist der mit dem Slogan Surrender is Victory, spricht im Zusammenhang mit unserem Verhältnis zur übergeordneten Intelligenz von einer co-creative relationship, also einer kreativen Mitwirkung unsererseits.
Ich würde es meinerseits so formulieren: Gott hätte das alles auch alleine machen können, aber er wollte uns dabei haben, er wollte, dass wir mitwirken. Ein weiterer Liebesbeweis des Schöpfers seinen Geschöpfen gegenüber.
(25-11-2025, 15:26)Ulan schrieb:(24-11-2025, 23:20)subdil schrieb: Eine einzelne menschliche Zelle ist komplexer als eine Großstadt. Der menschliche Körper besteht aus Billionen von diesen Zellen. Alleine dieser Sachverhalt zeigt, was ich damit meine, dass das alles hier von einer Intelligenz gesteuert wird, die uns haushoch überlegen ist.
Unsinn.
Das Wort "Unsinn" kann man unter jeden beliebigen Text setzen und man sagt damit genau gar nichts aus. Du müsstest schon begründen, was daran Unsinn ist.
Aber du solltest dich dabei nicht auf meinen Vergleich einer menschlichen Zelle mit einer Großstadt fixieren. Das war nur als Sinnbild gemeint. Ich denke nicht, dass man Komplexitäten objektiv miteinander vergleichen kann. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass schon eine einzelne Zelle enorm komplex ist und wir bestehen jeweils aus Billionen davon. Das ist genau das andere Extrem zum weiter oben in meiner Antwort an Ekkard beschriebenen Chaos-Universum. Höchste Ordnung über sehr lange Zeiträume hinweg ist nötig, damit sich etwas so Komplexes etablieren kann.
Dass Menschen dann aber über die körperliche Komplexität hinausgehend auch noch ein Geistesleben entwickelt haben, also Kunst, Kultur, Religion usw..., das beweist wiederum, was ich in meiner Antwort an Petronius geschrieben habe, nämlich, dass wir nicht nur gesteuerte Automaten sind, sondern dass wir uns auch in einer mitwirkenden kreativen Beziehung zu Gott, also der kosmischen Intelligenz befinden.

