04-01-2026, 20:07
(03-01-2026, 01:24)Ekkard schrieb: Die Threadfrage betrifft den Begriff "Zufall". Es ergibt keinen Sinn, Koinzidenzen immer dann als gottgegeben zu betrachten, wenn Personen positiv oder negativ betroffen sind, und sie ansonsten gleichgültig hinzunehmen.
Bei statistischen Betrachtungen ist immer zuerst zu klären, was die Gesamtheit ist und welches die zu testenden Gegenstände, Ereignisse und Abläufe.
Wenn man sich die schier unbegrenzte Menge ansieht, die die Gesamtheit bilden, verwundert es nicht, das selbst äußerst unwahrscheinliche Ereignis-Paare auftreten und genau deshalb von den Beobachtern besonders empfunden werden.
Ich denke ferner, dass uns das Substantiv Zufall Schwierigkeiten macht (Argument von @Bellevue). Reden wir lieber von "zufällig". Bei Myriaden parallel ablaufender Ereignisse muss es zufällige Zusammentreffen (Koinzidenzen) geben. Anderenfalls müssten wir erklären, wie ein Vermeidungsverhalten beliebiger Ereignisse zustande kommt, was unmöglich ist.
... ich denke, Ort und Zeit müssen sekundengenau aufeinander treffen, damit etwas "zufällig" passiert. Von Vermeidungsverhalten war aber schon öfter zu lesen, denn Personen berichteten, dass sie instinktiv "kein gutes Gefühl" hatten, deswegen Termine/Vorhaben absagten und auf diese Weise einer Situation entgingen, welche sonst ihr Ende bedeutet hätte. Statistische Betrachtungen können bei solchen Fällen aber wenig helfen.
Gruß von Reklov

