(13-01-2026, 13:17)Zero1 schrieb: @ Ulan. Wenn Jemand eine Behauptung vertritt, muss er diese doch auch
- schlüssig und gut begründen können
- oder /und gut unterlegen
oder im Bestfall beweisen.
Stellt man etwas -wie hier ja mehrfach geschehen - Z.B. "die Meta-Physik") in Frage (behauptet diese gäbe es nicht , man brauche sie nicht), muss Derjenige - um wirklich ernstgenommen zu werden - dann eigentlich etwas Handfestes bringen.
Die Bringschuld liegt bei dem "Vertreter" der Behauptung (Hier einer "Anti"-These)
Kommt darauf an, wie man die Metaphysik infrage stellt. Siehe dazu die Erkenntnistheorie: fuer Behauptungen, die keinen Beleg haben, kann man Nichtexistenz auch ohne Beleg annehmen; das ist die Grundannahme. Ich habe in der abgetrennten Diskussion auch noch mal klar gemacht, warum das so ist. Kann man bei Popper nachlesen.
"Gott" hat halt allgemein dieses Problem. Er wird gerne von Glaeubigen ausserhalb der Empirie angesiedelt (also als "transzendent" erklaert), soll aber Wirkungen auf die Welt haben, damit also doch der Empirie zugaenglich sein. Und was der Empirie zugaenglich ist, kann ohne positiven Beleg schlicht als irrelevant verworfen werden, ohne dass dies irgendeines zusaetzlichen Belegs beduerfte.
(13-01-2026, 13:17)Zero1 schrieb: Übrigens : Könnte man einige Erkenntnisse d. Quanten- Physik (der letzten 50 Jahre) schon auch (fast) als "Meta-Physik" ansehen . Kommt halt wieder mal auf das Verständnis (oder Eingrenzen) der Begriffe an.
.-.-.-
Nun, Quantenphysik ist seit 100 Jahren Physik, also Naturwissenschaft. Es gibt keinen Grund, da andere Regeln zu verfolgen.
Natuerlich kann man metaphysische Konzepte diskutieren. Nur haben metaphysische Behauptungen halt generell das Problem, dass man sie unbesehen verwerfen kann, sonst waeren sie ja keine Metaphysik. Ich weiss nur nicht, warum Dir das so wichtig ist, Metaphysik wie Naturwissenschaften zu behandeln. Wenn Du solche Ansprueche hast, musst Du auch die Voraussetzungen erfuellen.
Und Du bist es ja, der unbegruendet naturalistische Erklaerungen fuer Deine Erfahrungen ablehnt. Ich habe nirgendwo eine Begruendung gesehen, warum Du so handelst. Nur, die naturalistischen Erklaerungen stehen ja auch dann im Raum, wenn Du Dich darueber pikiert aufspulst; irgendwelche Argumente, warum Deine Ansicht nun richtig sein sollte, sind von Dir naemlich auch nicht gekommen.
Es waere aber mal an der Zeit, dass Du hier in diesem Thread beim Thema ankommen wuerdest. Hier geht's naemlich darum, was es vielen Leuten auf diesem Forum, einschliesslich mir, beduerfte, damit diese an verschiedene Abstufungen metaphysischer Konzepte glauben wuerden. Ich hatte dabei z.B. fuer gewisse Bibelaspekte durchaus erklaert, warum ich da keine Chance sehe, vom Gegenteil ueberzeugt zu werden, da ich mich mit dieser Thematik ausfuehrlich auseinandergesetzt habe. Da braeuchte es dann wirklich so etwas wie die von subdil angesprochene Ueberzeugungsarbeit eines in der Zukunft auf der Erde erscheinenden Jesus: und der hat dann aber bitteschoen ein paar gute Erklaerungen, warum das alles so schiefgelaufen ist.

