Hallo Annika
Unter Hinduismus wird bei uns der mythologisch gewachsene Religionsverband verstanden, der sich in Indien Sanatana-Dharma (etwa: die ewige Religion) nennt. Der Hinduismus hat weder einen Stifter, noch einen unabänderlichen Kanon. Innerhalb des Hinduismus kann man viele verschiedene Kulte und Traditionen beobachten, die meist lokal gebunden sind. Allen Hindus gemeinsam ist das Gesetz vom Karma.
Das Karma eines jeden Menschen entsteht aus seinen Samskaras (= alle Lebenseindrücke, die – auch aus früheren Seinsebenen – bewusstseinsformend waren). Die Gesamtsumme der Samskaras bildet den Charakter des Menschen.
Als Offenbarungsschriften (Shruti) sehen die H. die Veden und Upanischaden an. Die Itihasas beinhalten die großen epischen Erzählungen. Die wichtigsten sind das Ramayana und das Mahabharata. Die vielleicht heiligste Schrift des Hinduismus ist die Bhagavad-Gita (= Teil des Mahabharata).
Die Sagen- und Legendensammlung, die Puranas, dienen dem Hindu zum besseren Verstehen der Veden und Upanischaden.
Für die spirituelle Entwicklung ist für den Hindu die Tantra wichtig.
Die Tantra ist die göttliche Energie und die Schöpfungskraft (Shakti) des Menschen. Sie ist der weibliche Aspekt des Göttlichen. Ebenfalls als Tantra bezeichnet werden die tantrischen Schriften.
Der Begründer des Buddhismus war Siddharta Gautama, Shakyamuni (=der Weise aus dem Geschlecht der Shakyas) genannt.
Die zentrale Lehre ist Buddha-Dharma, die Lehre des Shakyamuni, die auf Erleuchtung beruht. Ein Mensch kann durch den Kreislauf seiner Existenzen zur vollkommen Erleuchtung gelangen und die vollkommene Befreiung erreichen (ins Nirvana eingehen). Im Zustand der vollkommenen Erleuchtung hat der Mensch alle Bedürfnisse überwunden. Zwar hat er auch dann noch angenehme und unangenehme Empfindungen, wird von denen aber weder berührt noch beherrscht.
Zu Deinen Fragen
Ad 1
Ja. Es gibt sowohl Buddhismus, als auch Im Hinduismus die Samsaralehre. (Samsara = Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt, Skrt., nicht zu verwechseln mit Samskara = Eindruck, Nachwirkung, Skrt.). Auch den Karmabegriff kennen beide Lehren.
Ad 2 u. 3
Kann man nach meinem Dafürhalten so stehen lassen, wie Du das umschreibst. Wobei sowohl der Buddhist als auch der Hindu das Leben als Last empfindet und aus dem Kreislauf ausbrechen will. Der Buddhist will die vollkommene Befreiung erreichen (und ins Nirvana ein- oder aufgehen), der Hindu strebt Braman, das absolute (nichtkörperliche) Sein, das absolute Bewusstsein, die absolute Seligkeit an.
Grüße v. Epicharm
Unter Hinduismus wird bei uns der mythologisch gewachsene Religionsverband verstanden, der sich in Indien Sanatana-Dharma (etwa: die ewige Religion) nennt. Der Hinduismus hat weder einen Stifter, noch einen unabänderlichen Kanon. Innerhalb des Hinduismus kann man viele verschiedene Kulte und Traditionen beobachten, die meist lokal gebunden sind. Allen Hindus gemeinsam ist das Gesetz vom Karma.
Das Karma eines jeden Menschen entsteht aus seinen Samskaras (= alle Lebenseindrücke, die – auch aus früheren Seinsebenen – bewusstseinsformend waren). Die Gesamtsumme der Samskaras bildet den Charakter des Menschen.
Als Offenbarungsschriften (Shruti) sehen die H. die Veden und Upanischaden an. Die Itihasas beinhalten die großen epischen Erzählungen. Die wichtigsten sind das Ramayana und das Mahabharata. Die vielleicht heiligste Schrift des Hinduismus ist die Bhagavad-Gita (= Teil des Mahabharata).
Die Sagen- und Legendensammlung, die Puranas, dienen dem Hindu zum besseren Verstehen der Veden und Upanischaden.
Für die spirituelle Entwicklung ist für den Hindu die Tantra wichtig.
Die Tantra ist die göttliche Energie und die Schöpfungskraft (Shakti) des Menschen. Sie ist der weibliche Aspekt des Göttlichen. Ebenfalls als Tantra bezeichnet werden die tantrischen Schriften.
Der Begründer des Buddhismus war Siddharta Gautama, Shakyamuni (=der Weise aus dem Geschlecht der Shakyas) genannt.
Die zentrale Lehre ist Buddha-Dharma, die Lehre des Shakyamuni, die auf Erleuchtung beruht. Ein Mensch kann durch den Kreislauf seiner Existenzen zur vollkommen Erleuchtung gelangen und die vollkommene Befreiung erreichen (ins Nirvana eingehen). Im Zustand der vollkommenen Erleuchtung hat der Mensch alle Bedürfnisse überwunden. Zwar hat er auch dann noch angenehme und unangenehme Empfindungen, wird von denen aber weder berührt noch beherrscht.
Zu Deinen Fragen
Ad 1
Ja. Es gibt sowohl Buddhismus, als auch Im Hinduismus die Samsaralehre. (Samsara = Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt, Skrt., nicht zu verwechseln mit Samskara = Eindruck, Nachwirkung, Skrt.). Auch den Karmabegriff kennen beide Lehren.
Ad 2 u. 3
Kann man nach meinem Dafürhalten so stehen lassen, wie Du das umschreibst. Wobei sowohl der Buddhist als auch der Hindu das Leben als Last empfindet und aus dem Kreislauf ausbrechen will. Der Buddhist will die vollkommene Befreiung erreichen (und ins Nirvana ein- oder aufgehen), der Hindu strebt Braman, das absolute (nichtkörperliche) Sein, das absolute Bewusstsein, die absolute Seligkeit an.
Grüße v. Epicharm

