29-12-2007, 14:59
Hallo Adagio,
im Prinzip glauben alle Gläubige der Religionen an eine Wiedergeburt - nur sind die Schwerpunkte anders gesetzt. Für mich ist der Tod ein Übergang in ein geistiges Leben, in eine der zahllosen geistigen Welten Gottes. Diese zahllosen Welten Gottes tragen -den verschiedenen Glaubenrichtungen nach- verschiedene Bezeichnungen: "Himmel, Hölle, Paradies, Nirwana...".
Wenn heute im Hinduismus gelehrt wird, dass der Reiche seinen goldenen Elefanten aufgrund seiner guten Taten im vorherigen Leben "verdient" hat, so halte ich diese Lehrmeinung für Unsinn. Allerdings besteht der Hinduismus schon wesentlich länger als das Christentum; und im Christentum wurde über Jahrhunderte hinweg der gleiche Irrglaube verbreitet - aus machtpolitischen Gründen. Die Kirchen haben den Armen der Welt auch lange Zeit versprochen, dass diese ihre Armut "in Demut" zu tragen hätten, weil sie dann "im Jenseits" für ihre Geduld belohnt werden....
Die religiösen Regeln, die ein Gesandter Gottes aufstellt, haben nach meiner Überzeugung keinen "Ewigkeitscharakter", sondern sind auf bestimmte Zeitabschnitte der menschlichen, zvilisatorischen Entwicklung zugeschnitten. Das Kastensystem der Hindu`s hatte solange seine Berechtigung - bis Buddha es mit seiner Sendung aufhob. Unsere heutige Zeit ist mit der zivilisatorischen Entwicklung der Menschheit weit über die Zeit Krishna`s, Buddha`s, auch Mose, Jesus und Muhammad hinausgegangen; folglich ist das Regelwerk der "alten" Religionen in unserem heutigen Sinne nicht mehr "zeitgemäss". Da aber das gesamte Regelwerk der Religionen letztlich aus "einer Quelle" stammt, hat natürlich auch heute jeder Mensch das Recht, sich das Regelwerk auszusuchen, was am besten zu ihm passt - und sich somit seinen eigenen Glauben zu wählen.
In meiner Religion heisst es: "Alle Menschen wurden erschaffen, um eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen". Ein ständiger Fortschritt beinhaltet auch einen ständigen Wandel der Regelwerke, der religiösen Gesetze, der pragmatischen wie mystischen Bedeutungen, die die Menschen erforschen. In einem solchen Prozess gehen Ursprünge verloren und werden durch Dogmen, durch Erfindungen, auch durch Überzeugungen ersetzt. Man sagt, dass Buddha keinen "Ein-Gott-Glaube" lehrte - ob das wirklich so stimmt, lässt sich kaum noch beurteilen. Zum Einen sind uns die sprachlichen Begriffe aus der Zeit Buddha`s fremd, zum Anderen wissen wir nicht, ob die noch vorhandenen Pali`s, die Abschriften der Offenbarung Buddha`s tatsächlich authentisch sind. Ein kleines Beispiel mag das verdeutlichen: Moses lehrte: "Du sollst Dir kein Bild von Gott, Deinem Herrn, machen." Jesus sprach vom "Vater im Himmelreich" - und obwohl Christen in frühster wie in spätester Zeit das Alte Testament als Bestandteil des christlichen Glaubens ansahen, enstand für Gott alsbald ein "Bild" von einem alten Mann mit weissem Bart.... und damit nicht genug: Manche Christen behaupten, dass der Hinduismus keine "von Gott gesandte" Religion sein könne, weil die Hindu`s ja soviele Götter haben. Dabei verkennen sie aber völlig, dass der Heiligenkult der katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen Kirchen der Verehrung von "Hanuman und Kali" im Hinduismus ziemlich nahe kommt. Wie sehr sich Glaube im Laufe der Jahrhunderte veränderte, sieht man auch am Islam: Muhammad lehrte "Es darf kein Zwang im Glauben sein" - und islamische Länder verweigern Juden, Christen und Baha`i die Anerkennung als religiöse Glaubensgemeinschaften; ja sie beschliessen "Fatwah`s" gegen die eigenen Mitglieder, die sich erlauben, offen und frei zu denken.
Je länger eine Offenbarung zurück liegt, um so schwieriger wird es, wenn wir uns in Ausübung und Lehre der Religion auf den jeweiligen Gründer berufen. Für Anhänger Zarathustra`s ist Gott gleichzusetzen mit der Sonne, zur Ehren der Sonne hüten die Priester in zoroastischen Tempel ein "ewiges Feuer". Nun lässt sich im geistigen Sinn Gott durchaus mit der Sonne gleichsetzen - aber es wäre völlig falsch zu sagen, das Gott die Sonne sei - ein atomarer Feuerofen, der in einigen Milliarden Jahren ausgebrannt ist. Genauso stellt sich heute die Frage, um die Lehre der Reinkarnation nicht eine geistige, klare Bedeutung hat und die heutige Meinung einer körperlichen Wiedergeburt der ursprünglich geistigen Bedeutung nicht völlig widerspricht.
im Prinzip glauben alle Gläubige der Religionen an eine Wiedergeburt - nur sind die Schwerpunkte anders gesetzt. Für mich ist der Tod ein Übergang in ein geistiges Leben, in eine der zahllosen geistigen Welten Gottes. Diese zahllosen Welten Gottes tragen -den verschiedenen Glaubenrichtungen nach- verschiedene Bezeichnungen: "Himmel, Hölle, Paradies, Nirwana...".
Wenn heute im Hinduismus gelehrt wird, dass der Reiche seinen goldenen Elefanten aufgrund seiner guten Taten im vorherigen Leben "verdient" hat, so halte ich diese Lehrmeinung für Unsinn. Allerdings besteht der Hinduismus schon wesentlich länger als das Christentum; und im Christentum wurde über Jahrhunderte hinweg der gleiche Irrglaube verbreitet - aus machtpolitischen Gründen. Die Kirchen haben den Armen der Welt auch lange Zeit versprochen, dass diese ihre Armut "in Demut" zu tragen hätten, weil sie dann "im Jenseits" für ihre Geduld belohnt werden....
Die religiösen Regeln, die ein Gesandter Gottes aufstellt, haben nach meiner Überzeugung keinen "Ewigkeitscharakter", sondern sind auf bestimmte Zeitabschnitte der menschlichen, zvilisatorischen Entwicklung zugeschnitten. Das Kastensystem der Hindu`s hatte solange seine Berechtigung - bis Buddha es mit seiner Sendung aufhob. Unsere heutige Zeit ist mit der zivilisatorischen Entwicklung der Menschheit weit über die Zeit Krishna`s, Buddha`s, auch Mose, Jesus und Muhammad hinausgegangen; folglich ist das Regelwerk der "alten" Religionen in unserem heutigen Sinne nicht mehr "zeitgemäss". Da aber das gesamte Regelwerk der Religionen letztlich aus "einer Quelle" stammt, hat natürlich auch heute jeder Mensch das Recht, sich das Regelwerk auszusuchen, was am besten zu ihm passt - und sich somit seinen eigenen Glauben zu wählen.
In meiner Religion heisst es: "Alle Menschen wurden erschaffen, um eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen". Ein ständiger Fortschritt beinhaltet auch einen ständigen Wandel der Regelwerke, der religiösen Gesetze, der pragmatischen wie mystischen Bedeutungen, die die Menschen erforschen. In einem solchen Prozess gehen Ursprünge verloren und werden durch Dogmen, durch Erfindungen, auch durch Überzeugungen ersetzt. Man sagt, dass Buddha keinen "Ein-Gott-Glaube" lehrte - ob das wirklich so stimmt, lässt sich kaum noch beurteilen. Zum Einen sind uns die sprachlichen Begriffe aus der Zeit Buddha`s fremd, zum Anderen wissen wir nicht, ob die noch vorhandenen Pali`s, die Abschriften der Offenbarung Buddha`s tatsächlich authentisch sind. Ein kleines Beispiel mag das verdeutlichen: Moses lehrte: "Du sollst Dir kein Bild von Gott, Deinem Herrn, machen." Jesus sprach vom "Vater im Himmelreich" - und obwohl Christen in frühster wie in spätester Zeit das Alte Testament als Bestandteil des christlichen Glaubens ansahen, enstand für Gott alsbald ein "Bild" von einem alten Mann mit weissem Bart.... und damit nicht genug: Manche Christen behaupten, dass der Hinduismus keine "von Gott gesandte" Religion sein könne, weil die Hindu`s ja soviele Götter haben. Dabei verkennen sie aber völlig, dass der Heiligenkult der katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen Kirchen der Verehrung von "Hanuman und Kali" im Hinduismus ziemlich nahe kommt. Wie sehr sich Glaube im Laufe der Jahrhunderte veränderte, sieht man auch am Islam: Muhammad lehrte "Es darf kein Zwang im Glauben sein" - und islamische Länder verweigern Juden, Christen und Baha`i die Anerkennung als religiöse Glaubensgemeinschaften; ja sie beschliessen "Fatwah`s" gegen die eigenen Mitglieder, die sich erlauben, offen und frei zu denken.
Je länger eine Offenbarung zurück liegt, um so schwieriger wird es, wenn wir uns in Ausübung und Lehre der Religion auf den jeweiligen Gründer berufen. Für Anhänger Zarathustra`s ist Gott gleichzusetzen mit der Sonne, zur Ehren der Sonne hüten die Priester in zoroastischen Tempel ein "ewiges Feuer". Nun lässt sich im geistigen Sinn Gott durchaus mit der Sonne gleichsetzen - aber es wäre völlig falsch zu sagen, das Gott die Sonne sei - ein atomarer Feuerofen, der in einigen Milliarden Jahren ausgebrannt ist. Genauso stellt sich heute die Frage, um die Lehre der Reinkarnation nicht eine geistige, klare Bedeutung hat und die heutige Meinung einer körperlichen Wiedergeburt der ursprünglich geistigen Bedeutung nicht völlig widerspricht.
