05-04-2003, 20:15
Hallo qilin, hallo Kephas.
Ich kenne mich zwar nicht mit dem Hinduismus aus, aber ich kann eine Erklärung des Tantra aus Sicht des (tibetischen) Buddhismus geben.
Mit dem Begriff des "Tantra" (auf tib. "rgyud") ist ein System der Meditationspraxis gemeint, die aus Texten gewonnen werden, die den Bewußtseinswandel durch Visualisation, Symbole und Rieten behandelt. Die meisten der Grundtexte nennt man Tantras, und sie haben in der Regel einen bestimmten Buddha, bzw. einen bestimmten Aspekt der Buddhaschaft zum Thema.
Die Tantras unterscheiden sich von den Sutras des Mahayana ("Großer Weg" des Buddhismus) hauptsächlich dur die Methodik. Sie bieten Lehren, die in anderen Mahayana-Werken nicht zu finden sind.
Laut Lama Thubten Yeshe ist die tantrische Praxis an der Transformation orientiert. Durch die Tantra-Praxis werden unsere Energiene (ich interpretiere das z.B. als Gefühle) transformiert. Wir werden von einem gewöhnlichen, verblendeten, einsichtslosen Menschen, zu einem vollkommen bewusten Wesen, voller Barmherzigkeit und Einsicht.
Es heißt auch, das tantrische System bewirke diese Verwandlung sehr viel schneller als das klassische Mahayana.
Es wäre mit dem Tantra möglich, die Erleuchtung in einer einzigen Lebensspanne zu erreichen.
Ich denke nicht, das die Tantra-Praxis direkt auf Siddhârtha Gautama (den historischen Buddha) zurückgeht. Vermutlich entstand sie als Buddhismus und tibetische Bön-Religion miteiander verschmolzen.
Viele Grüße, Nicolas :silly:
Ich kenne mich zwar nicht mit dem Hinduismus aus, aber ich kann eine Erklärung des Tantra aus Sicht des (tibetischen) Buddhismus geben.
Mit dem Begriff des "Tantra" (auf tib. "rgyud") ist ein System der Meditationspraxis gemeint, die aus Texten gewonnen werden, die den Bewußtseinswandel durch Visualisation, Symbole und Rieten behandelt. Die meisten der Grundtexte nennt man Tantras, und sie haben in der Regel einen bestimmten Buddha, bzw. einen bestimmten Aspekt der Buddhaschaft zum Thema.
Die Tantras unterscheiden sich von den Sutras des Mahayana ("Großer Weg" des Buddhismus) hauptsächlich dur die Methodik. Sie bieten Lehren, die in anderen Mahayana-Werken nicht zu finden sind.
Laut Lama Thubten Yeshe ist die tantrische Praxis an der Transformation orientiert. Durch die Tantra-Praxis werden unsere Energiene (ich interpretiere das z.B. als Gefühle) transformiert. Wir werden von einem gewöhnlichen, verblendeten, einsichtslosen Menschen, zu einem vollkommen bewusten Wesen, voller Barmherzigkeit und Einsicht.
Es heißt auch, das tantrische System bewirke diese Verwandlung sehr viel schneller als das klassische Mahayana.
Es wäre mit dem Tantra möglich, die Erleuchtung in einer einzigen Lebensspanne zu erreichen.
Ich denke nicht, das die Tantra-Praxis direkt auf Siddhârtha Gautama (den historischen Buddha) zurückgeht. Vermutlich entstand sie als Buddhismus und tibetische Bön-Religion miteiander verschmolzen.
Viele Grüße, Nicolas :silly:
