Hi
"Die Botschaft hoer ich wohl / allein, es fehlt mir der Glaube"
- zum Wahlkampf ist unser Forum hier eigentlich nicht gedacht
- diese Anspielungen halte ich fuer unangemessen und unfair verknuepft.
- hm, wenn das keine "literarische Ueberarbeitung" ist ...
- und ein Grossvater von Dir
(einer der naturgemaess vielen, die Du gehabt haben musst)
- war dieser St.Johannes, der die Offenbarung aufschrieb
- wolltest Du andeuten?
Aber wo es hier nunmal steht, versuchen "wir" es mal.... *g*
Kann ja kein Problem sein,
wenn Du ganz bescheiden ja auch gleich "der Anfang und das Ende" bist,
zumal Du schon "so oft mal "lebtest....
Bei der Mischung an diversen Existenzformen ist es an sich unsinnvoll, etwas, was Du postest, mit Dir zu disputieren.
ist nicht definiert als "etwas theoretisch fuer moeglich zu halten",
was es z.B.waere, wenn ich sag "ich glaub, es regnet",
sondern "etwas fuer wahr setzen, was ich im Leben nicht weiss",
Ich werde wie jeder unwissend geboren,
Leute muessen mir sehr viel zeigen und erzaehlen, was ich nicht kenne,
und genauso wie sie mir beibringen,
dass Brot zum Essen und Leben gut und brauchbar ist,
erfahre ich von ihnen, dass G0TT zum richtigen Leben gehoert,
weil dies nicht alles ist, einmal wie die Tiere und Pflanzen zu leben.
St.Paulus definiert ja (nicht alleine oder als erster),
dass nach dem Tod das Glauben zu Erkennen, Wissen wird,
das Hoffen sich erfuellt (da gehoert das "Moegliche" hin)
und nur die Liebe immer Liebe bleibt.
Emunath, Glaube, hat mit Vertrauen in Menschen-Gemeinschaft zu tun,
ich muss da nichts "fuer moeglich halten",
kann aber trotzdem die Regeln akzeptieren, wie ich leben sollte.
Sonst waere ja der Intlligenzgrad und die schon gehabte Denkzeit
ein Himmelreich-Kennzeichen, wer die Glaeubigen seien.
G0TT gab die Hl.Lehre einmal an Menschen, am Sinai,
damit wir sie dann einander im Mass unserer Faehigkeiten weiter vermitteln,
vor allem, um die Gebote zu halten, die darin mitgeteilt wurden.
Wir koennen alle anfangen mit dem Tun, nicht mit dem Verstehen.
Religioeser Glaube ist eine Tugend der Eintracht mit Menschen,
und unser G0TT - weil ER dabei ist - gibt auch Foerdermittel hinzu,
sowie man diese Chance ergreift.
ER hat nicht den Weg gewaehlt, jeden Menschen Selbst zu lehren.
G0TT gab uns unter bereits konkret gruppierte Menschen in die Welt,
ER schuf nicht jeden einzeln, seit ER zuerst das "Wir" erstellte:
"Lasst Uns machen den Adam"
- also bitte nicht gegen den Gebrauch des Wortes Wir zu entscheiden. *g*
Davon abgesehn,
Du hast eine sprachlich schoene poetische Ausdrucksweise,
die birgt aber Risiken:
Von Rainer Maria Rilke wird bezeugt,
dass er eines Tages derartig faehig war,
wunderschoen und flink zu formulieren,
dass er merkte, er konnte sich selber nicht folgen,
d.h.er formulierte elegant und schnell - reihte Sprach-Bild an Sprach-Bild
- und "meinte" nicht unbedingt etwas daraus, was er sagte.
Er las es durch
und sagte "Häh? - was wollte ich denn damit gesagt haben?"
Er erschrak ueber sich selbst, denn auf Wahrhaftigkeit legte er Wert.
Da verbot er sich selbst fuer 10 Jahre das Dichten,
bis das beides wieder zusammen "stimmte"
- 10 Jahre kaempfte er darum. Danach erst dichtete er wieder weiter.
Das Gedicht, bei dem ihm das auffiel, war das mit der Rose:
"Wo ist zu diesem Innen
/ ein Aussen - auf welches Weh
/ legt man solches Linnen?" beginnt es
- es war genau dies Gedicht, womit er erstmal aufhoerte, zu schreiben,
was man ihm dann (grad darum) auf den Grabstein schrieb.
Als ich das lernte, dachte ich, dass es ihm gewiss nicht wirklich gefiel,
ausgerechnet dies Gedicht auf seinen Grabstein zu setzen,
als sei es sein "Lebensmotto" gewesen,
dass einem Worte entflutschen,
unter denen man sich selbst nichts mehr vorstellte.
Es ueber seinen Tod zu setzen, als habe er nun wieder Pause noetig,
stellt doch sein Alterswerk hin,
als sei ihm da auch - und endgueltig -
die Gelaeufigkeit des Werkzeugs wieder ueber den Sinn des Herzustellenden weggeschliddert.
Das widerspricht doch der Gewissenhaftigkeit grad dieses Mannes.
Ich haette dafuer vielleicht aus seinem "Stundenbuch" gewaehlt:
"DU - Nachbar G0TT!
/ wenn ich in stiller Nacht / Dich leise klopfen hoere..."
oder:
"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
/ die sich ueber die Dinge ziehn
/ ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen
/ aber versuchen will ich ihn."
- Erkennst Du, worin ich die Beziehung zu Deinem Posting sehe?
Du schreibst auch mit Routine.
Das Buch "Offenbarung (Apokalypse) des Hl.Johannes
ist eins aus einer in Kleinasien damals beliebten Literatur-Kategorie,
die fruehen Christen ueberlegten deshalb lange hin und her,
ob sie es ueberhaupt unter die lehr-notwendigen Hl.Schriften aller Gemeinden aufnehmen sollen.
Es "entrutschte" damals naemlich vielen ein ganz aehnlicher Text,
geschaute "apokalyptische" Visionen vom Ende der Welt etc.
Grad Letzteres "schaut" sich anscheinend von Natur aus sehr leicht.
Fast jede Generation - und jede Kultur - hat jemanden (und mehrere),
der es vorhersieht, mehr oder weniger detailliert,
wie "die Masse Mensch" unter Qualen restlos umkommt
und nur ein paar Leute kommen durch oder kehren in ein neues Leben ein.
Vielleicht ist es so:
im Vorstellungsvermoegen hat man immer hoechstens 60 Leute praesent,
(das waere des Lebewesens Homo sapiens ganze "Welt": Sippe, Rotte)
sodass man "umsichtig" und /oder "eintraechtig" handeln koennte,
beim Tun und Lassen auch deren Interessen beruecksichtigend,
sodass manchen Leuten zuerst in bestimmten Situationen
die Vielzahl der anderen Menschen auffaellt
und in dem Moment Angst erregt,
wonach so eine visionär rabiate Dezimierung sie gedanklich entlastet.
Also rund die Haelfte der zeitgenoessisch damals geschriebenen Apokryphen
sind auch jued.-christl.Apokalypsen (Adam, Henoch, Abraham, ...
sonstwer soll plötzlich sowas geschrieben haben)
fast alle entstanden im selben Gebiet, auuserdem,
sie sind literarisch teils Mahnungsbuecher
- und fast jedesmal "direkt vor der Tuere steht das Ende der Welt".
Als ob nur unter Druck und Strafe der Mensch sich mit andern vertrage
- und in der Hoffnung, die meisten würden "verschwinden", wagt er es
(überhaupt macht man sich selten klar, wie grausam dies Ersehnte ist!
Doch der es Visionierende traut sich ja gar nicht, sich das zu denken)
Aber dies Buch des Hl.Johannes vom Patmos enthaelt nicht nur all die beschriebenen End-Visionen,
und dies sind doch auch nicht der Grund, warum es in die Bibel der Christen hineinkam.
Denk-Aufgabe:
Lies das Buch "Apokalypse nach Johannes" mal daraufhin durch,
was es fuer das Jetzt der Christen zwischen 100 und 400 ndZ beitrug
(als sie nacheinander "10" Verfolgungs-und Martyriums-Wellen ausgesetzt waren
- es waren mehr als 10, aber man zaehlt nur 10)
also:
was es zur Sitte, Lehre und Gemeinschaft beitragen konnte.
Verbiete Dir dabei zugleich als artiger moderner Pazifist,
dich gedanklich darin zu entspannen, dass da "Boese" umkommen.
Der wirklich eintraechtig Gerechte kann sich doch an nichts freuen,
wenn der Preis dafuer dermassen schaurig aussaehe fuer die andern.
Man muesste ja geradezu eisern herzlos auf Leid schauen koennen!
Aerzte, Feuerwehrleute, Sanitaetsdienste,
die koennen nicht um sich allein beten
und sich auf eine Seligkeit freuen, wenn sowas passiert!
Sie verloeren doch grad damit ihr Recht, als Selige gelobt zu werden.
Nicht nur diese helfen doch sonst grade jedem, ohne Unterschied,
ob der es "verdient".
Die Christen, die sich entschieden, genau diese Apokalypse zu lehren,
muessen also etwas darin Wichtigeres gefunden haben,
ausser dass "schon wieder mal" einem die "Welt" unterging.
Die biblisch-kanonisch gewordenen Hl.Buecher
waren doch nicht das Einzige, was Heilige jener Zeit aufschrieben.
Man hob doch auch nicht jedes Spruch oder Text auf,
von der Geschaefts-Korrespondenz des Teppichknuepfers St.Paulus,
oder den Bauprojekten des Hl.Thomas in Indien,
beispielsweise.
Es waren 12 Apostel unter 72 Juengern,
davon schrieb oder diktierte doch auch mancher andere manches.
Und ausserdem gibt es religioes fromme Sekundaer-Literatur.
Die Sprachbilder in der Apokalypse entsprachen "Chiffren",
das war in Asia damals gelaeufig, auch Heiden benutzten dieselben,
(Tier, Horn, Reiter, Leuchter, Heere, Huren, Kampf, Thron etc.)
die sind also nicht selbst das Thema.
Dafuer gab es sozusagen muendlich tradierte Traumdeuter-Lexika,
seit Babylonier und Perser und ihre Umgebung es kultisch nutzten.
Der juedischje Prophet, ist Nawi, uebersetzt: ein Ueberbringer,
nicht ein Zukunftsseher - die gab es ausserdem - sondern er erzieht,
er fuegt tradierte Uebereinkunft des Verhalten-Sollens in die Gegenwart ein
und korrigiert religioese Fehlentwicklungen aus, es draengt ihn Hl.Geist,
mit allen Mitteln, die diesem Menschen persoenlich zur Verfuegung stehen.
Manche "packt es" nur ein einziges Mal im Leben.
Sie gab es schon in Aegypten als Kaste der lehrenden Schreiber,
deren zentrale Ausbildungsstaette war in On (UNU, Heliopolis) am Nil,
wozu nicht erforderlich war, dass sie schrieben,
sondern, dass sie zur zentralen Lehre stimmen.
Auch die von dort gefielen nicht ununterbrochen Regierung oder Volk.
Dazu war moelich - nicht noetig - bildhaft zu meditieren,
aber wichtig war,
mit solchen Phaenomenen wie Visionen nuechtern umgehn zu koennen.
Biilder laufen zu lehren ist relativ einfach, Vision ist kein Wunder,
aber Autoritaet hat das Geschaute nicht dadurch.
Auch der Beruf hat Scharlatane, Aussenseiter und spontan dazu Begabte.
Es gehoert zur nicht-juedischen Quelle, aus der Syrer-Hellenenzeit her,
die genauso legitim ins Christentum einmuendete wie die Juedische,
Juden nahmen diese "Wunder und Visions"-Partien aus "Buch Daniel" auch nicht unter unser geistig Eigenes auf.
Schon die ersten Christen sind nicht einfach nur modifizierte Juden,
auch wenn wir denselben Einzigen G0TT HOECHSTTER erkannt haben.
Es ist einerseits ein Zeitzeugnis, wie im AT das Hohelied Salomos auch,
Beilagen zur Akte des historischen Vorgangs mit G0TT.
Man kann naemlich gar nichts schreiben,
was nicht zu einer literarischen Form-Gattung gehoert,
weil diese Einteilung erst Produkt spaeterer Ordnungs-Liebe ist
und in sich nichts zum Wert und Inhalt aussagt.
G0TT verteilte Begabungen, einer hat diese, ein anderer jene,
und jede Lehre bedient sich der vor Ort zuhandenen Sprach-Werkzeuge,
um einander etwas mitzuteilen.
Da wird zum Beispiel anfangs aufgefuehrt, dass es Geimeinden gab
in Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea
- und wie deren Situation sich damals darstellte.
Ausser von Ephesus erfehrt man bei den andern Texten des NT bis dahin nicht viel.
Sie haben ganz "typische" Gemeinde-Probleme.
Das wird "befundet".
Dann erfaehrt man noch von Babylon,
und "alle" Ausleger sind sich einig, es meine Rom.
Das wurde sogar von ganz Unerleuchteten so auf den Hl.Stuhl zu Rom angewendet,
um Amtstraegern persoenliche Unmoral anzulasten,
wo das als Situations-Bild ueberhaupt nicht mehr hinpasst,
weil das Sex-Verhalten von Buergern nicht in einer Stadt-Chiffre woertlich gemeint sein kann.
London z.B.ist eine Koerperschaft, aber kein Leib.
Diese Region der 7 Staedte in Asia unterstand ja Rom oefter als Babel.
Aber Babel war das antike Vorbild von Stadt,
und das "Hurenmaessige", am Beispiel von Babel, ist geistig das,
dass Staedte von vorhnerein multikulturell waren, man erlebte es nah,
also die Bevoelkerung unterstellte sich generell oft mehreren Kulten zugleich.
Jerusalem ist auch eine Stadt - es war damals schon in Schutt gelegt.
Auch diese Stadt "hurte" geistig relativ oft. Aber es ist G0TTES Stadt.
ER kann sozusagen damit leben, sie umzuerziehen zur "Braut".
Prophet Jesaje, laut Kp.19, weiss,
dass Aegypten und Assur auch eines Tages diese Chance ergreifen werden,
den Einzigen, unsern G0TT, zu verehren. Das trat ja ein.
Die Apokalypse Johanni endet (Apk.Kp 22:6) sehr interessant:
"Versiegle NICHT dies Buch der prophetischen Worte,
denn die Zeit ist nahe.
Wer Unrecht tut, tue weiter Unrecht
- der Unreine bleibe unrein,
der Gerechte handle weiter gerecht,
der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit.
Siehe, ICH komme bald und ICH bringe den Lohn mit MIR,
ICH werde geben einem jeden, was seinem Werk entspricht."
- also Eiferei soll ja nicht das Ergebnis der Schauungen sein,
sondern Gelassenheit, weil G0TT ja da ist, als Ort ist ER immer da.
Soweit dies - es stecken noch andere Lehren darin
mfg WiT :.)
Zitat:Dass die Frau des Tieres aus Off.13 Vers 18
nicht an einer Finsternisallergie litt,
sondern ...,
ist eine unbestreitbare Tatsache! ...
Zitat:Ebenso ist es eine unbestreitbare Tatsache (Kap.15 Vers 10),- wow !
dass der Thron des Tieres dem E... versagt blieb!
Je finsterer die Wahlnacht, desto zerbissener die Zungen der "Höllmutskohlen" usw.
usw., ist wie ich finde eine treffende Beschreibung der Gemütslage gewisser Demokraten zu jener Zeit!
"Die Botschaft hoer ich wohl / allein, es fehlt mir der Glaube"
- zum Wahlkampf ist unser Forum hier eigentlich nicht gedacht
- diese Anspielungen halte ich fuer unangemessen und unfair verknuepft.
- hm, wenn das keine "literarische Ueberarbeitung" ist ...
- und ein Grossvater von Dir
(einer der naturgemaess vielen, die Du gehabt haben musst)
- war dieser St.Johannes, der die Offenbarung aufschrieb
- wolltest Du andeuten?
Aber wo es hier nunmal steht, versuchen "wir" es mal.... *g*
Zitat:... bevor ich gewahr wurde,Klar.
dass die Offenbarung von meinem Großvater geschaut und niedergeschrieben wurde,
Kann ja kein Problem sein,
wenn Du ganz bescheiden ja auch gleich "der Anfang und das Ende" bist,
zumal Du schon "so oft mal "lebtest....
Bei der Mischung an diversen Existenzformen ist es an sich unsinnvoll, etwas, was Du postest, mit Dir zu disputieren.
Zitat:nämlich in dem Moment, in dem ich mit Gewissheit erkannte,Erstmal: Glaube, religioes gesagt,
welche der Gesichte bereits wahr geworden sind!
Da war dann aber auch rein gar nichts mehr mit Kritik und Distanz
sondern nur noch Freude und Bewunderung
und Vereinigung und Teilhabe.
Was machte es doch für ein Unterschied,
es theoretisch für möglich zu halten (zu glauben) ,
dass manche Menschen die Zukunft sehen können
und keinen Beweis in Händen zu halten
als denn nur den Glauben an die Möglichkeit
und dem eigenen Erleben und Erkennen,
Fassen und Begreifen,
dass es wirklich geschehen ist!
ist nicht definiert als "etwas theoretisch fuer moeglich zu halten",
was es z.B.waere, wenn ich sag "ich glaub, es regnet",
sondern "etwas fuer wahr setzen, was ich im Leben nicht weiss",
Ich werde wie jeder unwissend geboren,
Leute muessen mir sehr viel zeigen und erzaehlen, was ich nicht kenne,
und genauso wie sie mir beibringen,
dass Brot zum Essen und Leben gut und brauchbar ist,
erfahre ich von ihnen, dass G0TT zum richtigen Leben gehoert,
weil dies nicht alles ist, einmal wie die Tiere und Pflanzen zu leben.
St.Paulus definiert ja (nicht alleine oder als erster),
dass nach dem Tod das Glauben zu Erkennen, Wissen wird,
das Hoffen sich erfuellt (da gehoert das "Moegliche" hin)
und nur die Liebe immer Liebe bleibt.
Emunath, Glaube, hat mit Vertrauen in Menschen-Gemeinschaft zu tun,
ich muss da nichts "fuer moeglich halten",
kann aber trotzdem die Regeln akzeptieren, wie ich leben sollte.
Sonst waere ja der Intlligenzgrad und die schon gehabte Denkzeit
ein Himmelreich-Kennzeichen, wer die Glaeubigen seien.
G0TT gab die Hl.Lehre einmal an Menschen, am Sinai,
damit wir sie dann einander im Mass unserer Faehigkeiten weiter vermitteln,
vor allem, um die Gebote zu halten, die darin mitgeteilt wurden.
Wir koennen alle anfangen mit dem Tun, nicht mit dem Verstehen.
Religioeser Glaube ist eine Tugend der Eintracht mit Menschen,
und unser G0TT - weil ER dabei ist - gibt auch Foerdermittel hinzu,
sowie man diese Chance ergreift.
ER hat nicht den Weg gewaehlt, jeden Menschen Selbst zu lehren.
G0TT gab uns unter bereits konkret gruppierte Menschen in die Welt,
ER schuf nicht jeden einzeln, seit ER zuerst das "Wir" erstellte:
"Lasst Uns machen den Adam"
- also bitte nicht gegen den Gebrauch des Wortes Wir zu entscheiden. *g*
Davon abgesehn,
Du hast eine sprachlich schoene poetische Ausdrucksweise,
die birgt aber Risiken:
Von Rainer Maria Rilke wird bezeugt,
dass er eines Tages derartig faehig war,
wunderschoen und flink zu formulieren,
dass er merkte, er konnte sich selber nicht folgen,
d.h.er formulierte elegant und schnell - reihte Sprach-Bild an Sprach-Bild
- und "meinte" nicht unbedingt etwas daraus, was er sagte.
Er las es durch
und sagte "Häh? - was wollte ich denn damit gesagt haben?"
Er erschrak ueber sich selbst, denn auf Wahrhaftigkeit legte er Wert.
Da verbot er sich selbst fuer 10 Jahre das Dichten,
bis das beides wieder zusammen "stimmte"
- 10 Jahre kaempfte er darum. Danach erst dichtete er wieder weiter.
Das Gedicht, bei dem ihm das auffiel, war das mit der Rose:
"Wo ist zu diesem Innen
/ ein Aussen - auf welches Weh
/ legt man solches Linnen?" beginnt es
- es war genau dies Gedicht, womit er erstmal aufhoerte, zu schreiben,
was man ihm dann (grad darum) auf den Grabstein schrieb.
Als ich das lernte, dachte ich, dass es ihm gewiss nicht wirklich gefiel,
ausgerechnet dies Gedicht auf seinen Grabstein zu setzen,
als sei es sein "Lebensmotto" gewesen,
dass einem Worte entflutschen,
unter denen man sich selbst nichts mehr vorstellte.
Es ueber seinen Tod zu setzen, als habe er nun wieder Pause noetig,
stellt doch sein Alterswerk hin,
als sei ihm da auch - und endgueltig -
die Gelaeufigkeit des Werkzeugs wieder ueber den Sinn des Herzustellenden weggeschliddert.
Das widerspricht doch der Gewissenhaftigkeit grad dieses Mannes.
Ich haette dafuer vielleicht aus seinem "Stundenbuch" gewaehlt:
"DU - Nachbar G0TT!
/ wenn ich in stiller Nacht / Dich leise klopfen hoere..."
oder:
"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
/ die sich ueber die Dinge ziehn
/ ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen
/ aber versuchen will ich ihn."
- Erkennst Du, worin ich die Beziehung zu Deinem Posting sehe?
Du schreibst auch mit Routine.
Das Buch "Offenbarung (Apokalypse) des Hl.Johannes
ist eins aus einer in Kleinasien damals beliebten Literatur-Kategorie,
die fruehen Christen ueberlegten deshalb lange hin und her,
ob sie es ueberhaupt unter die lehr-notwendigen Hl.Schriften aller Gemeinden aufnehmen sollen.
Es "entrutschte" damals naemlich vielen ein ganz aehnlicher Text,
geschaute "apokalyptische" Visionen vom Ende der Welt etc.
Grad Letzteres "schaut" sich anscheinend von Natur aus sehr leicht.
Fast jede Generation - und jede Kultur - hat jemanden (und mehrere),
der es vorhersieht, mehr oder weniger detailliert,
wie "die Masse Mensch" unter Qualen restlos umkommt
und nur ein paar Leute kommen durch oder kehren in ein neues Leben ein.
Vielleicht ist es so:
im Vorstellungsvermoegen hat man immer hoechstens 60 Leute praesent,
(das waere des Lebewesens Homo sapiens ganze "Welt": Sippe, Rotte)
sodass man "umsichtig" und /oder "eintraechtig" handeln koennte,
beim Tun und Lassen auch deren Interessen beruecksichtigend,
sodass manchen Leuten zuerst in bestimmten Situationen
die Vielzahl der anderen Menschen auffaellt
und in dem Moment Angst erregt,
wonach so eine visionär rabiate Dezimierung sie gedanklich entlastet.
Also rund die Haelfte der zeitgenoessisch damals geschriebenen Apokryphen
sind auch jued.-christl.Apokalypsen (Adam, Henoch, Abraham, ...
sonstwer soll plötzlich sowas geschrieben haben)
fast alle entstanden im selben Gebiet, auuserdem,
sie sind literarisch teils Mahnungsbuecher
- und fast jedesmal "direkt vor der Tuere steht das Ende der Welt".
Als ob nur unter Druck und Strafe der Mensch sich mit andern vertrage
- und in der Hoffnung, die meisten würden "verschwinden", wagt er es
(überhaupt macht man sich selten klar, wie grausam dies Ersehnte ist!
Doch der es Visionierende traut sich ja gar nicht, sich das zu denken)
Aber dies Buch des Hl.Johannes vom Patmos enthaelt nicht nur all die beschriebenen End-Visionen,
und dies sind doch auch nicht der Grund, warum es in die Bibel der Christen hineinkam.
Denk-Aufgabe:
Lies das Buch "Apokalypse nach Johannes" mal daraufhin durch,
was es fuer das Jetzt der Christen zwischen 100 und 400 ndZ beitrug
(als sie nacheinander "10" Verfolgungs-und Martyriums-Wellen ausgesetzt waren
- es waren mehr als 10, aber man zaehlt nur 10)
also:
was es zur Sitte, Lehre und Gemeinschaft beitragen konnte.
Verbiete Dir dabei zugleich als artiger moderner Pazifist,
dich gedanklich darin zu entspannen, dass da "Boese" umkommen.
Der wirklich eintraechtig Gerechte kann sich doch an nichts freuen,
wenn der Preis dafuer dermassen schaurig aussaehe fuer die andern.
Man muesste ja geradezu eisern herzlos auf Leid schauen koennen!
Aerzte, Feuerwehrleute, Sanitaetsdienste,
die koennen nicht um sich allein beten
und sich auf eine Seligkeit freuen, wenn sowas passiert!
Sie verloeren doch grad damit ihr Recht, als Selige gelobt zu werden.
Nicht nur diese helfen doch sonst grade jedem, ohne Unterschied,
ob der es "verdient".
Die Christen, die sich entschieden, genau diese Apokalypse zu lehren,
muessen also etwas darin Wichtigeres gefunden haben,
ausser dass "schon wieder mal" einem die "Welt" unterging.
Die biblisch-kanonisch gewordenen Hl.Buecher
waren doch nicht das Einzige, was Heilige jener Zeit aufschrieben.
Man hob doch auch nicht jedes Spruch oder Text auf,
von der Geschaefts-Korrespondenz des Teppichknuepfers St.Paulus,
oder den Bauprojekten des Hl.Thomas in Indien,
beispielsweise.
Es waren 12 Apostel unter 72 Juengern,
davon schrieb oder diktierte doch auch mancher andere manches.
Und ausserdem gibt es religioes fromme Sekundaer-Literatur.
Die Sprachbilder in der Apokalypse entsprachen "Chiffren",
das war in Asia damals gelaeufig, auch Heiden benutzten dieselben,
(Tier, Horn, Reiter, Leuchter, Heere, Huren, Kampf, Thron etc.)
die sind also nicht selbst das Thema.
Dafuer gab es sozusagen muendlich tradierte Traumdeuter-Lexika,
seit Babylonier und Perser und ihre Umgebung es kultisch nutzten.
Der juedischje Prophet, ist Nawi, uebersetzt: ein Ueberbringer,
nicht ein Zukunftsseher - die gab es ausserdem - sondern er erzieht,
er fuegt tradierte Uebereinkunft des Verhalten-Sollens in die Gegenwart ein
und korrigiert religioese Fehlentwicklungen aus, es draengt ihn Hl.Geist,
mit allen Mitteln, die diesem Menschen persoenlich zur Verfuegung stehen.
Manche "packt es" nur ein einziges Mal im Leben.
Sie gab es schon in Aegypten als Kaste der lehrenden Schreiber,
deren zentrale Ausbildungsstaette war in On (UNU, Heliopolis) am Nil,
wozu nicht erforderlich war, dass sie schrieben,
sondern, dass sie zur zentralen Lehre stimmen.
Auch die von dort gefielen nicht ununterbrochen Regierung oder Volk.
Dazu war moelich - nicht noetig - bildhaft zu meditieren,
aber wichtig war,
mit solchen Phaenomenen wie Visionen nuechtern umgehn zu koennen.
Biilder laufen zu lehren ist relativ einfach, Vision ist kein Wunder,
aber Autoritaet hat das Geschaute nicht dadurch.
Auch der Beruf hat Scharlatane, Aussenseiter und spontan dazu Begabte.
Es gehoert zur nicht-juedischen Quelle, aus der Syrer-Hellenenzeit her,
die genauso legitim ins Christentum einmuendete wie die Juedische,
Juden nahmen diese "Wunder und Visions"-Partien aus "Buch Daniel" auch nicht unter unser geistig Eigenes auf.
Schon die ersten Christen sind nicht einfach nur modifizierte Juden,
auch wenn wir denselben Einzigen G0TT HOECHSTTER erkannt haben.
Es ist einerseits ein Zeitzeugnis, wie im AT das Hohelied Salomos auch,
Beilagen zur Akte des historischen Vorgangs mit G0TT.
Man kann naemlich gar nichts schreiben,
was nicht zu einer literarischen Form-Gattung gehoert,
weil diese Einteilung erst Produkt spaeterer Ordnungs-Liebe ist
und in sich nichts zum Wert und Inhalt aussagt.
G0TT verteilte Begabungen, einer hat diese, ein anderer jene,
und jede Lehre bedient sich der vor Ort zuhandenen Sprach-Werkzeuge,
um einander etwas mitzuteilen.
Da wird zum Beispiel anfangs aufgefuehrt, dass es Geimeinden gab
in Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea
- und wie deren Situation sich damals darstellte.
Ausser von Ephesus erfehrt man bei den andern Texten des NT bis dahin nicht viel.
Sie haben ganz "typische" Gemeinde-Probleme.
Das wird "befundet".
Dann erfaehrt man noch von Babylon,
und "alle" Ausleger sind sich einig, es meine Rom.
Das wurde sogar von ganz Unerleuchteten so auf den Hl.Stuhl zu Rom angewendet,
um Amtstraegern persoenliche Unmoral anzulasten,
wo das als Situations-Bild ueberhaupt nicht mehr hinpasst,
weil das Sex-Verhalten von Buergern nicht in einer Stadt-Chiffre woertlich gemeint sein kann.
London z.B.ist eine Koerperschaft, aber kein Leib.
Diese Region der 7 Staedte in Asia unterstand ja Rom oefter als Babel.
Aber Babel war das antike Vorbild von Stadt,
und das "Hurenmaessige", am Beispiel von Babel, ist geistig das,
dass Staedte von vorhnerein multikulturell waren, man erlebte es nah,
also die Bevoelkerung unterstellte sich generell oft mehreren Kulten zugleich.
Jerusalem ist auch eine Stadt - es war damals schon in Schutt gelegt.
Auch diese Stadt "hurte" geistig relativ oft. Aber es ist G0TTES Stadt.
ER kann sozusagen damit leben, sie umzuerziehen zur "Braut".
Prophet Jesaje, laut Kp.19, weiss,
dass Aegypten und Assur auch eines Tages diese Chance ergreifen werden,
den Einzigen, unsern G0TT, zu verehren. Das trat ja ein.
Die Apokalypse Johanni endet (Apk.Kp 22:6) sehr interessant:
"Versiegle NICHT dies Buch der prophetischen Worte,
denn die Zeit ist nahe.
Wer Unrecht tut, tue weiter Unrecht
- der Unreine bleibe unrein,
der Gerechte handle weiter gerecht,
der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit.
Siehe, ICH komme bald und ICH bringe den Lohn mit MIR,
ICH werde geben einem jeden, was seinem Werk entspricht."
- also Eiferei soll ja nicht das Ergebnis der Schauungen sein,
sondern Gelassenheit, weil G0TT ja da ist, als Ort ist ER immer da.
Soweit dies - es stecken noch andere Lehren darin
mfg WiT :.)

