25-07-2008, 15:22
Weshalb die eventuelle Tatsache, dass die Mose-Figur als erfunden gelten muss, gleichzeitig bedeutet, dass auch die Jesus-Figur erfunden sein muss, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Das sind doch ganz unterschiedliche Untersuchungsfelder.
Ich kann leider zu dem Thema nichts Fundiertes sagen, weil ich mich da nicht wirklich mit beschäftigt habe. Allerdings las ich in dem ziemlich guten wissenschaftlichen Online-Bibellexikon (das noch sehr unvollständig ist, an dem ein Team zur Zeit aber arbeitet) - http://www.wibilex.de/ -, dass im babylonischen Exil weitaus mehr die alten Schriften überarbeitet und einer neuen Intention angepasst wurden, als bisher angenommen.
Leider gibt es in diesem Lexikon noch keinen Artikel über Mose - aber ein Artikel über Abraham ist vorhanden, der auch Grundlegendes klärt (man muss sich auf der Seite leider registrieren lassen, um die Artikel lesen zu können).
Von meinem literarischen Instinkt aus gesehen sind die alten Moses-Sagen genauso viel und genauso wenig "erfunden" worden wie auch andere alte Sagen. Ihr Ursprung verliert sich in den Tiefen der Vergangenheit, greifbar werden sie erst, wenn sie aufgeschrieben wurden. Und in dem Moment, wo sie aufgeschrieben wurden, kann die Narratologie einsetzen: denn nie wird etwas aufgeschrieben ohne Grund. Alles hat immer eine Absicht, eine Tendenz. Und aus diesen Texten lässt sich durch genaue und einfühlsame Analyse diese Absicht auch herausschälen. Und dann weiß man auch - oder kann begründeterweise vermuten -, warum man Abraham oder Mose in dieser oder jener Weise beschreibt, ihnen diese oder jene Taten oder Reden zuspricht.
Diese alten Sagen sind zunächst einmal ein Stück Literatur, Dichtung. Das zeigt schon der Stil. Ob darüber hinaus darin geschichtliche Fakten mittransportiert wurden durch die Jahrtausende, kann nur eine außerliterarische Quelle bestätigen. Das ist doch alles eigentlich ganz klar?
Ich kann leider zu dem Thema nichts Fundiertes sagen, weil ich mich da nicht wirklich mit beschäftigt habe. Allerdings las ich in dem ziemlich guten wissenschaftlichen Online-Bibellexikon (das noch sehr unvollständig ist, an dem ein Team zur Zeit aber arbeitet) - http://www.wibilex.de/ -, dass im babylonischen Exil weitaus mehr die alten Schriften überarbeitet und einer neuen Intention angepasst wurden, als bisher angenommen.
Leider gibt es in diesem Lexikon noch keinen Artikel über Mose - aber ein Artikel über Abraham ist vorhanden, der auch Grundlegendes klärt (man muss sich auf der Seite leider registrieren lassen, um die Artikel lesen zu können).
Von meinem literarischen Instinkt aus gesehen sind die alten Moses-Sagen genauso viel und genauso wenig "erfunden" worden wie auch andere alte Sagen. Ihr Ursprung verliert sich in den Tiefen der Vergangenheit, greifbar werden sie erst, wenn sie aufgeschrieben wurden. Und in dem Moment, wo sie aufgeschrieben wurden, kann die Narratologie einsetzen: denn nie wird etwas aufgeschrieben ohne Grund. Alles hat immer eine Absicht, eine Tendenz. Und aus diesen Texten lässt sich durch genaue und einfühlsame Analyse diese Absicht auch herausschälen. Und dann weiß man auch - oder kann begründeterweise vermuten -, warum man Abraham oder Mose in dieser oder jener Weise beschreibt, ihnen diese oder jene Taten oder Reden zuspricht.
Diese alten Sagen sind zunächst einmal ein Stück Literatur, Dichtung. Das zeigt schon der Stil. Ob darüber hinaus darin geschichtliche Fakten mittransportiert wurden durch die Jahrtausende, kann nur eine außerliterarische Quelle bestätigen. Das ist doch alles eigentlich ganz klar?
