03-08-2008, 13:52
nadia schrieb:Die Bezeichnung »Bücher Moses« ist keine des Judentums, denn die sind seit je her: bereshit - shemot - vayikra - bamidbar - devarim.Na, ja ... die Anfangswörter der 5 Bücher/Rollen der aktuellen schriftlichen Fassung in Hebräisch ...
"Seit je her" heißt ja noch lange nicht "schon immer" oder von "Anfang an" ... Es ist eben EINE Benennungstradition.
Die katholische Benennungstradition folgt ebenfalls jüdischer Tradition, allerdings der der ersten vollständigen autoritativen griechischen Übersetzung, der im Machtbereich der Ptolomäer in Alexandria entstandenen Septuaginta (LXX)
Der dritte Betitelungs-Brauch folgt den reformatorischen deutschen Bibelübersetzungen des 16. Jahrhundert.
Der Unfug sklavisch buchstabenverhafteter Bibeltreue und der wortwörtlichen historischen dokumentatorischen Wahrheit ist eigentlich eine CHRISTLICHE Irrlehre erst des 19. JH., so richtig populär erst durch amerikanische Fundis geworden.
So viel man sich auch an jüdische (ultra-)orthodoxe und ihren Schriftgebrauch reiben mag, so platt "bibeltreu" und antiwissenschaftlich exegesefeindlich wie chr. Fundis sind sie NICHT. Und sie sind eine verschwindend kleine, wenn auch lautstarke und einflussreiche Minderheit, selbst im jüdischen Spektrum ...
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)
Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!

