10-07-2003, 19:29
Antares schrieb:Das stimmt nicht ganz! Wenn sich Gott hier in unserer Welt aufhalten soll und darauf Einfluss ausüben können soll, so muss er zwangsweise mit den selben physikalischen Gesetzen wechselwirken, wie wir auch!Damit könnte aber die Wissenschaft nur aufgrund einer gemessenen Anomalie nachweisen, dass es noch eine andere Kraft ausserhalb ihres Systems gibt. Und selbst das wäre dann wiederum kein Beweis für G'tt. Ein umgekehrter Beweis ist aber nicht möglich.
Antares schrieb:er hätte eine messbare Masse, jeder "künstliche" Eingriff in die natürlichen Vorgänge ergäbe einen messbaren oder beobachtbaren Effekt, er müsste ein abgeschlossener Organismus sein um denken zu können, er kann nicht kleiner als ein Atom sein und nicht größer bzw. massereicher als ein Körper, der aufgrund seiner eigenen Schwerkraft eine Kugelform annehmen würde.Mh, Du machst damit G'tt zu einem Teil dieser Welt, was aber so nicht gegeben ist. Nach jüdischer Vorstellung schafft G'tt diese Welt ständig neu und dadurch ist sein Einfluss nicht messbar, da alles davon abhängt, will heissen es gibt keinen Unterschied zu keinem Einfluss.
Antares schrieb:Bisher wurde soetwas noch NIE beobachtet!Darüber kann man verschiedener Ansicht sein. Das Problem bei einer solchen Beobachtung wäre, dass sie wissenschaftlich nicht überprüfbar wäre.
Antares schrieb:Uns "entziehen" kann er sich nicht, wenn er sich in unserer Welt befindet und außerdem kann er so auch nicht "überall" sein.Wer sagt, dass er in dieser Welt ist?
Antares schrieb:Fazit: Wenn es ihn gibt, bitte, aber Einfluss kann er nicht auf uns haben!Wenn er so wäre, wie du hier angenommen hast.
Antares schrieb:Und wegen Glauben und Vertrauen : für mich ist es nicht erstrebenswert auf irgend etwas zu vertrauen und daran zu glauben, wenn es meinem Verstand, meinen Erkenntnissen und meinem Weltbild so dermaßen krass wiederspricht wie ein Gott, selbst wenn mein Leben dadurch einfacher werden würde!Mh, damit bin ich immer sehr vorsichtig, da wir vieles nicht mit dem Verstand erfassen können und dennoch unser ganzes Leben darauf aufbauen, wie z. B. Partnerschaften oder unser berufliches Fortkommen. Natürlich kann man hier argumentieren, dass es Wahrscheinlichkeiten gibt - aber bitte, wer handhabt so seine Beziehungen?
Antares schrieb:Was ich aber wirklich meine ist, dass wir schon heute Theorien zur entstehung des Universumms (also des Urknalls) erarbeiten. Irgendwann wissen wir darüber genauso detailiert bescheid wie über die Entstehung von Sternen. Ein Gott kann dann nicht mehr die Ursache sein!Wenn wir irgendwann die letztlich Ursache kennen könnten und alle anderen ausschließen können. Nur leider werden wir dieses eben nie können. Wir werden immer nur Theorien in der Hand haben, welche auch nicht rational zustande kommen, sondern aufgrund von sozialen Prozessen.
Außerdem :
Antares schrieb:Ja gut, schön, man kann Dinge natürlich nicht wirklich "beweisen", aber zweifelst du noch daran, dass deine Zimmerlampe brennt, weil Elektronen durchfließen ?Diese Annahme ist irrational
Antares schrieb:Ich bevorzuge ganz einfach natürliche Vorgänge und Ursachen astatt zu sagen : "Gott wars und Ende!!"!Wir müssen ja auch nicht gleich sein. Allerdings behaupte ich (siehe oben), dass es solche Rationalisten eben nicht gibt, sondern jeder den wesentlichen Teil seines Lebens auf Irrationalem aufbaut.
Antares schrieb:Überhaupt : Wozu erschafft uns Gott, wenn er selbst sowieso allmächtig, allwissen, etc. ist ? Er braucht uns überhaupt nicht, es sei denn er braucht was zum spielen!Wozu zeugen wir Kinder? Aber das ist heutzutage vielleicht eine dumme Frage, da genau nach solchen Überlegungen sich dem auch viele entsagen...
So jetzt muss ich Schluss machen,
schalom,
jakow
