15-10-2008, 07:51
(14-10-2008, 19:51)Faranox schrieb: Es wird im Leben immer nur eine von Menschen geschaffene 'Antwort' geben. Denn das macht den Glauben aus. Aber solch ein Glaube sollte auch immer hinterfragt werden.
Lieber Faranox,
das finde ich auch, ja, ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Vor kurzem sagte mir mal ein (im Übrigen sehr religiöser!) Freund, jeder Gläubige solle man versuchen, eine Woche lang so zu tun, als ob es Gott nicht gäbe, und jeder Ungläubige sollte mal eine Woche lang so tun, als ob es Gott gäbe. Und dann solle er in sich hineinforschen. Er sagte mir, er wisse nicht, wie die Ergebnisse des Einzelnen seien, bei ihm habe das zu einer Glaubensstärkung geführt, aber er kenne auch einen Christen, der danach "beim Unglauben geblieben" ist. Vielleicht dient das wirklich sehr zu Klärung? Ich müsste es mal versuchen...
>Ich bin auf der Suche nach Fragen, nicht nach Antworten.
Aber hast Du keine Grund-Entscheidung getroffen? Ein grundsätzliches Ja (oder Nein) zu Glauben und Unglauben? Ich glaube, dahin geht nämlich edts Vorgabe seiner "befriedigenden Antwort" (und auch meine Hoffnung). Ich will keine 100%ige Sicherheit, die mich ruhig in meinem Sessel sitzen lässt. Aber ich wünsche mir eine "Basis" (egal, ob die nun "Glaube" oder "Skepsis" heisst, oder gar "Unglaube"), auf der weiterhin Fragen möglich sind. Was ich mir aber nicht wünsche, sind Fragen, die mich ständig "hin und her schleudern", weil ihre Antworten einander rigoros ausschliessen.
Liebe Grüsse
Petrus
