18-10-2008, 01:04
Manchmal habe ich erhebliche Schwierigkeiten Titel, Thema und Statements unter einen Hut zu bringen, so auch bei diesem Thema. Irgendwie ist das hier zutage tretende Begriffskonglomerat "Religion" überhaupt nicht fassbar. Was haben auch Religion und Realität gemeinsam, außer dass Religionslehren auf einer im Regelfall sehr langen Tradition beruhen, wie t.logemann so trefflich gezeigt hat.
Und diese Tradition ist auch der Fundus, aus dem Religion heraus gelebt wird. Mit Hilfe der Religionslehren, mit ihren Bildern und Geschichten deuten und werten wir die Realität. Diese wäre buchstäblich Nichts und unfassbar ohne Religion. Die "eigene Religion", der persönliche Mythos macht uns die Welt vertraut, gibt Werte und Maßstäbe. Ob dies christliche, hinduisitsche oder sonstige Lehren sein müssen, sei dahingestellt. Ohne die Annahme gewisser Lehren und deren Anschauungen gibt es keine geordnete und gewichtete Weltsicht - auch nicht unter vollkommen säkularen (scheinbar unreligiösen) Gesichtspunkten.
Was sich hier in Religionsforum zwischen uns abspielt, beruht auf nichts anderem als auf Weltanschauungen, also Religion - meinetwegen "im weitesten Sinne". Unsere Sprache und Denkweisen sind durchtränkt von weltanschaulichen Vorstellungen!
Weltanschaulichkeit also Religion abzulehnen, bedeutet, die Kommunikations- und Urteilsfähigkeit abzulegen. Wie soll das gehen?
Was ganz anderes ist die Frage, ob man christliche, muslimische, jüdische, hinduistische Mythen übernehmen muss. Aber war davon bisher die Rede? Hab' ich das übersehen?
Und diese Tradition ist auch der Fundus, aus dem Religion heraus gelebt wird. Mit Hilfe der Religionslehren, mit ihren Bildern und Geschichten deuten und werten wir die Realität. Diese wäre buchstäblich Nichts und unfassbar ohne Religion. Die "eigene Religion", der persönliche Mythos macht uns die Welt vertraut, gibt Werte und Maßstäbe. Ob dies christliche, hinduisitsche oder sonstige Lehren sein müssen, sei dahingestellt. Ohne die Annahme gewisser Lehren und deren Anschauungen gibt es keine geordnete und gewichtete Weltsicht - auch nicht unter vollkommen säkularen (scheinbar unreligiösen) Gesichtspunkten.
Was sich hier in Religionsforum zwischen uns abspielt, beruht auf nichts anderem als auf Weltanschauungen, also Religion - meinetwegen "im weitesten Sinne". Unsere Sprache und Denkweisen sind durchtränkt von weltanschaulichen Vorstellungen!
Weltanschaulichkeit also Religion abzulehnen, bedeutet, die Kommunikations- und Urteilsfähigkeit abzulegen. Wie soll das gehen?
Was ganz anderes ist die Frage, ob man christliche, muslimische, jüdische, hinduistische Mythen übernehmen muss. Aber war davon bisher die Rede? Hab' ich das übersehen?
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

