26-10-2008, 17:32
Das Thema "Willensfreiheit" beschäftigt ja bekanntermaßen immer wieder die Gemüter. Vor einigen Jahren fegte hier ein Teilnehmer namens "Gottfried" durchs Forum, der uns von den überwältigenden neurologischen Indizien für unsere diesbezügliche Unfreiheit überzeugen wollte, und auch in Diskussionen rund um die Theodizee taucht immer wieder das Argument auf, dass es schlußendlich unserer "freien" Entscheidung anheim gestellt sei, Gottes Geboten zu folgen oder eben nicht (und damit das sogenannte "Böse" entweder zu vermeiden oder zu verursachen).
Die jüngste Entwicklung in der Diskussion Betreff; 5.Mose 21,18 ff bietet nun meines Erachtens ein schönes Betätigungsfeld für eine ganz konkrete Beschäftigung mit diesem Thema: Ein Benutzer des Forums stellt eine knappe und präzise Frage, und (spätestens) mit der dritten Antwort bekommt das Ganze eine Richtung, die mit Kephas' Intention vermutlich überhaupt nichts mehr zu tun hat und stattdessen einmal mehr das Verhältnis der Forumsteilnehmer untereinander sowie das allgemeine Diskussionsverhalten zum Gegestand macht.
Nun gehe ich davon aus, dass kein Diskussionsteilnehmer diese Entwicklung beabsichtigt (und damit "gewollt") hat. Umgekehrt kann man allerdings auch nicht guten Gewissens sagen, dass sich dieses Diskussion nun einmal "so entwickelt" habe, denn Diskussionen entwickeln sich nicht "einfach so", sondern ausschließlich dadurch, dass Menschen Beiträge verfassen.
Mich interessiert jetzt, ob und inwieweit Ihr Euch bei der Teilnahme an Diskussionen hier und anderswo wirklich "frei" (und damit natürlich auch "verantwortlich") fühlt - oder ob ihr im Grunde nur "Getriebene" seid, die von einem Gemenge aus Unbill, Gerechtigkeitssinn und Sendungsbewußtsein letztlich "gedrängt" werden, sich hier zu äußern.
Wie seht Ihr Euch also selbst:
Agierend oder reagierend?
Täter oder Opfer?
Frei in der Entscheidung, etwas zu schreiben (oder eben auch nicht!) - oder "gezwungen" durch das, was der Vordermann gerade veröffentlicht hat ?
Es grüßt nachdenklich
Sangus
Die jüngste Entwicklung in der Diskussion Betreff; 5.Mose 21,18 ff bietet nun meines Erachtens ein schönes Betätigungsfeld für eine ganz konkrete Beschäftigung mit diesem Thema: Ein Benutzer des Forums stellt eine knappe und präzise Frage, und (spätestens) mit der dritten Antwort bekommt das Ganze eine Richtung, die mit Kephas' Intention vermutlich überhaupt nichts mehr zu tun hat und stattdessen einmal mehr das Verhältnis der Forumsteilnehmer untereinander sowie das allgemeine Diskussionsverhalten zum Gegestand macht.
Nun gehe ich davon aus, dass kein Diskussionsteilnehmer diese Entwicklung beabsichtigt (und damit "gewollt") hat. Umgekehrt kann man allerdings auch nicht guten Gewissens sagen, dass sich dieses Diskussion nun einmal "so entwickelt" habe, denn Diskussionen entwickeln sich nicht "einfach so", sondern ausschließlich dadurch, dass Menschen Beiträge verfassen.
Mich interessiert jetzt, ob und inwieweit Ihr Euch bei der Teilnahme an Diskussionen hier und anderswo wirklich "frei" (und damit natürlich auch "verantwortlich") fühlt - oder ob ihr im Grunde nur "Getriebene" seid, die von einem Gemenge aus Unbill, Gerechtigkeitssinn und Sendungsbewußtsein letztlich "gedrängt" werden, sich hier zu äußern.
Wie seht Ihr Euch also selbst:
Agierend oder reagierend?
Täter oder Opfer?
Frei in der Entscheidung, etwas zu schreiben (oder eben auch nicht!) - oder "gezwungen" durch das, was der Vordermann gerade veröffentlicht hat ?
Es grüßt nachdenklich
Sangus

