05-11-2008, 22:19
(05-11-2008, 09:59)indymaya schrieb: Jesus sagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" (Joh. 18,36)Die Folgerung vermag beim besten Willen nicht nachzuvollziehen: Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt, kann doch aber unter uns in Nächstenliebe errichtet werden. Was sonst soll Religion überhaupt?
Also gibt es die Frage zum Reich Gottes auf Erden nur für Muslime, die zwar Jesus als Propheten verehren, aber nicht auf sein Wort hören und auch einen "Gottesstaat" wollen, um die Gläubigen zu reglementieren.
indymaya schrieb:Wie auch bei K. und P. obwohl hier bei P. behauptet wird, daß jedem sein Weg selbst überlassen wird, was aber durch die erwähnten "Organisationsstrukturen" und aufgestellten Thesen widerlegt ist.Irgendwie verstehe ich diese Behauptung nicht. Der römisch katholische Weg ist der der Dogmen, der protestantische ist der Gemeinde überlassen. Natürlich ist der Einzelne in einer Gemeinschaft nicht völlig frei. Anderenfalls brauchte man keine Ideale, denen man folgt oder folgen sollte. Deine nachfolgenden Ausführungen machen dies sehr deutlich.
indymaya schrieb:Wären Worte Jesu oberste Instanz, dürfte sich niemand an Kriegen beteiligen und es gäbe nicht Übersatte und Verhungerte.Idealtypisch gesprochen, hast du Recht. Mache dir aber mal klar, wie es zum Hunger kommt. Wenn das alles so "idealtypisch" abliefe, dann hätten die Hilfsorganisationen in kürzester Zeit das Problem im Griff (große Flächen werden nicht beackert, Menschen werden vertrieben, korrupte Herrscher plündern das Volk – das alles können Christen beim besten Willen nicht alles ausbügeln).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

