24-02-2009, 01:54
Sobald von "Eigenschaften" Gottes oder von Gottesbildern die Rede ist, bewegen wir uns innerhalb menschlicher Vorstellungen. Letztere sind von den jeweiligen Traditionen geprägt, wie bis hier auch ausführlich erörtert worden ist.
Wer oder was ist aber Gott (oder die arabische Übersetzung des Begriffes: Allah)?
Wenn man voraussetzt, dass es nur einen Gott gibt, so wie es z. B. jede der drei abrahamitischen Religionen tut (und viele andere), dann muss Gott dieselbe Entität sein. Alles andere entspräche nicht den elementarsten Denkgewohnheiten (sprich: der Logik).
Gleichwohl können die "Eigenschaften" und "Verehrungsformen" voneinander abweichen. Beide Dinge sind menschlich-historisch und damit relativ.
Jüdischer, christlicher und muslimischer Gott muss trotz dieser Relativität ein und derselbe sein.
Das gilt auch noch aus einem anderen Grund, der wahrscheinlich überhaupt Ansatzpunkt jeglicher Eingottlehre ist: Die Frage nämlich, was die allgemeinste Zuständigkeit ausmacht für das soziale Miteinander der Menschen und das Leben in dieser Welt. Ursprünglich - und auch dies wurde ausführlich erörtert - wurden verschiedene Zuständkeiten (Götter) für verschiedene Phänomene der Welt unterstellt. Darüber gab es - im Prinzip - beliebig viele noch allgemeinere Zuständigkeiten mit immer höherer Priorität. Ein Volk tat dann den entscheidenden Schritt, dass es nur eine einzige, alles umfassende Zuständigkeit gibt für das gesamte Zusammenleben der Menschen und das Leben in der Welt.
Juden galten daher im römischen Reich als Atheisten. Nach Ansicht der Römer hatten sie gar keinen Gott, so fremd war den Römern dieses hierarchielose Heilige (gewissermaßen für alles, für "Gut und Böse", für "Zeit und Ewigkeit", für "Natur und Mensch"), das nicht einmal Namen hatte, den man ihnen nennen wollte.
Einige Anmerkungen zum Trennenden:
Aus der vorgenanntem Logik heraus versteht man einen der Webfehler sowohl des Christentums als auch des Islam: Die Allzuständigkeit des einen Heiligen läßt diese Religionen in den Augen ihrer Lehrer als die einzig wahre Religion erscheinen mit Traditionen deutlich kürzerer Wirkungsgeschichte als im Judentum.
Soweit ich das Judentum überhaupt verstehe, ist das dort anders: Andere Religionen interessieren erst einmal nicht. Sie waren nie eine Alternative! Glaube ist die Auseinandersetzung mit einer uralten aber sehr lebendigen Tradition. In der steht der Ewige überall und zu jeder Zeit vor dem Auge des Beters. ER hilft, auch in kritischer Auseinandersetzung mit der Tradition zu leben, gerade, wenn es schwerfällt.
Im Gegensatz dazu war es im Christentum bis vor Kurzem noch verpönt, wenn nicht verboten, sich mit der Tradition kritisch auseinanderzusetzen. Und Gott ist schon ganz und gar nicht dafür zuständig, dass man IHN bittet, Konflikte mit der Tradition der Kirche zu lösen. Ganz im Gegenteil!
Und im Falle der Muslime und ihrer Glaubensgemeinschaften habe ich genau das gleiche Gefühl! Auch dort ist Gott nicht der Helfer der Menschen in der Auseinandersetzung mit der Tradition sondern ihr Garant!
Aber das alles sind keine Gründe, dass Juden, Christen und Muslime verschiedene Götter anbeten.
Wer oder was ist aber Gott (oder die arabische Übersetzung des Begriffes: Allah)?
Wenn man voraussetzt, dass es nur einen Gott gibt, so wie es z. B. jede der drei abrahamitischen Religionen tut (und viele andere), dann muss Gott dieselbe Entität sein. Alles andere entspräche nicht den elementarsten Denkgewohnheiten (sprich: der Logik).
Gleichwohl können die "Eigenschaften" und "Verehrungsformen" voneinander abweichen. Beide Dinge sind menschlich-historisch und damit relativ.
Jüdischer, christlicher und muslimischer Gott muss trotz dieser Relativität ein und derselbe sein.
Das gilt auch noch aus einem anderen Grund, der wahrscheinlich überhaupt Ansatzpunkt jeglicher Eingottlehre ist: Die Frage nämlich, was die allgemeinste Zuständigkeit ausmacht für das soziale Miteinander der Menschen und das Leben in dieser Welt. Ursprünglich - und auch dies wurde ausführlich erörtert - wurden verschiedene Zuständkeiten (Götter) für verschiedene Phänomene der Welt unterstellt. Darüber gab es - im Prinzip - beliebig viele noch allgemeinere Zuständigkeiten mit immer höherer Priorität. Ein Volk tat dann den entscheidenden Schritt, dass es nur eine einzige, alles umfassende Zuständigkeit gibt für das gesamte Zusammenleben der Menschen und das Leben in der Welt.
Juden galten daher im römischen Reich als Atheisten. Nach Ansicht der Römer hatten sie gar keinen Gott, so fremd war den Römern dieses hierarchielose Heilige (gewissermaßen für alles, für "Gut und Böse", für "Zeit und Ewigkeit", für "Natur und Mensch"), das nicht einmal Namen hatte, den man ihnen nennen wollte.
Einige Anmerkungen zum Trennenden:
Aus der vorgenanntem Logik heraus versteht man einen der Webfehler sowohl des Christentums als auch des Islam: Die Allzuständigkeit des einen Heiligen läßt diese Religionen in den Augen ihrer Lehrer als die einzig wahre Religion erscheinen mit Traditionen deutlich kürzerer Wirkungsgeschichte als im Judentum.
Soweit ich das Judentum überhaupt verstehe, ist das dort anders: Andere Religionen interessieren erst einmal nicht. Sie waren nie eine Alternative! Glaube ist die Auseinandersetzung mit einer uralten aber sehr lebendigen Tradition. In der steht der Ewige überall und zu jeder Zeit vor dem Auge des Beters. ER hilft, auch in kritischer Auseinandersetzung mit der Tradition zu leben, gerade, wenn es schwerfällt.
Im Gegensatz dazu war es im Christentum bis vor Kurzem noch verpönt, wenn nicht verboten, sich mit der Tradition kritisch auseinanderzusetzen. Und Gott ist schon ganz und gar nicht dafür zuständig, dass man IHN bittet, Konflikte mit der Tradition der Kirche zu lösen. Ganz im Gegenteil!
Und im Falle der Muslime und ihrer Glaubensgemeinschaften habe ich genau das gleiche Gefühl! Auch dort ist Gott nicht der Helfer der Menschen in der Auseinandersetzung mit der Tradition sondern ihr Garant!
Aber das alles sind keine Gründe, dass Juden, Christen und Muslime verschiedene Götter anbeten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

