27-02-2009, 00:51
(26-02-2009, 23:31)miriam schrieb: an welchem Maßstab (...) misst man z.B. welche Bücher in den biblischen Kanon aufgenommen werden..
Liebe Miriam,
es gibt bei Arte (deutsch) eine 10-teilige Serie namens "Apokalypse" (Entschleierung), in der solche Fragen erörtert wurden (Vorträge).
Danach gab es s. Zt. keine festgelegten Regeln, sondern richtete sich nach dem Gebrauch. Ursprünglich wollte man auch nur ein Evangelium zulassen, zusammen geschrieben aus allen Texten, die man so hatte. Doch hat man sich dann doch für 4 Evangelien entschieden, welche bewusst in Kauf genommene Abweichungen voneinander aufwiesen. So kann man sehen, dass eine Auseinandersetzung im Glauben durchaus im Sinne einer lebendigen Religion war und ist.
Was in das Alte Testament aufgenommen wurde und warum, diese Frage kann ich nur weiterreichen. Aber das sollten wir an anderer Stelle diskutieren.
Die Maßstäbe ergeben sich durch den Gebrauch und zwar in allen drei Religionen unterschiedlich. Das haben Traditionen so an sich.
Aber ich muss es, ähnlich wie Melek, nochmals betonen:
Das Bekenntnis allein beantwortet die Frage.
Eine Tradition hat keinen Einfluss auf die Entität einer Gottheit. Wenn in der Tora vom Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs die Rede ist, und sich irgend ein Mensch, oder der Koran oder das Neue Testament zu diesem Gott bekennt - egal, was oder wie die Lehre aussehen mag - dann handelt es sich um JHWH, einfach aus logischen Gründen.
Dass man über Glaubensaussagen trefflich streiten kann, erkenne ich in allen euren Beiträgen an. Glaubensaussagen berühren aber nicht die Seinsweise dieses einen, ewigen Gottes; es sei denn Menschen hätten plötzlich formenden oder deformierenden Einfluss auf Gott.
:icon_question:
Die Diskussion um Baal zählt hier nicht, weil sich weder Juden, noch Christen noch Muslime zu Baal bekennen. Würden sich zwei unterschiedliche Religionen zum heiligen Baal bekennen, dann wäre der Gegenstand der beiden Glaubensrichtungen selbstverständlich identisch unabhängig von den Lehrmeinungen.
Da ich mich nur noch wiederholen kann, klinke ich mich meinungsmäßig an dieser Stelle aus.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard


