27-02-2009, 10:16
(27-02-2009, 09:41)Marlene schrieb: vor allem ist es eine Bewusstseinfrage, wie sich (gläubige) Menschen überhaupt auf ihre und andere Religionen einlassen. Den eigenen naiven Narzißmus aufgeben, wäre der Beginn von etwas weitaus Grösseren, als der beständige Blick in den Spiegel, der doch lediglich erstarrend, verhärtend wirkt. Der Anblick der Medusa schlechthin.
Moin,
hier gibt es meiner Ansicht nach (mindestens) 2 Schattierungen:
Ich denke, es ist völlig legitim, wenn man sich nicht mit anderenn Religionen beschäftigen will. Man läßt Andersgläubige in Ruhe deren Glauben leben und lebt seinen eigenen (evtl. mit Glaubensgeschwistern). Jedem das seine (wie wäre die Welt friedlich, wenn jeder so denken würde :drool: ))
Abder natürlich gibt es auch die Lust und das Verlangen, sich mit anderen Glauben zu beschäftigen. Das wird z.B. wohl bei fast allen der Fall sein, die hier in diesem Forum diskutieren. Das ist an sich genauso okay, nur erfordert es meiner Ansicht nach Respekt vor dem Glauben der anderen, die Fähigkeit, sich auf andere Gedanken auch mal einzulassen, aber eben auch einen eigenen Standpunkt.
Aber etwas 'Größeres'? Was ist, wenn ich das gar nicht will? Ist Größe zwingend wünschenswert?
Größe bringe ich oft irgendwie in Verbindung mit Mission. Mission sucht auch oft erst Gemeinsamkeitenn. Um sich dann überzustülpen.
Warum hier nicht einfach den anderen dort stehen lassen, wo er offensichtlich gerne stehen will und sich wohlfühlt?
Zitat:Deine Frage halte ich für völlig berechtigt. Mir kommt das auch komisch vor, wie hier Bruder gegen Bruder, Schwester gegen Schwester lamendiert und dabei im Dunkeln die Orientierung verliert.
Nirgends gibt es wohl mehr Streitigkeiten alls in Familien. :dance:
Aber ist es überhaupt eine Familie? Setzt dieses Bild nicht shcon gleich etwas voraus, was den anderen übergestülpt wird?
Wenn auf mich ein Fremder zukommt und meint, er würde zu meiner Familie gehören, dann nehme ich ihn nicht unbedingt mit offenen Armen auf, sondern prüfe das erstmal nach und entscheide dann nach meinen Richtlinien, ob das stimmt. Und selbst wenn das positiv ausfällt, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn dann auch mag.
Zitat:Ohne das Volk Israel gäbe es die Christen nicht und den Islam (wahrscheinlich) auch nicht.
Ja und?
Beide haben sich dafür entscheiden, nicht dem jüdischen/noachidischen Weg zu folgen (je nachdem, mehr oder weniger)
Ich will jetzt hier gar nicht darauf eingehen, was diese beiden Gruppierungen dem Volk Israel alles angetan haben.
Tschüss
Jörg

