01-03-2009, 20:03
"heilig" kommt vom germanischen "haila" = Zauber, günstiges Vorzeichen, Glück und wurde von angelsächsischen Missionaren als Übersetzung des lateinischen "sanctus" verwendet. (frei nach Meyers enzyklopädischem Lexikon in 25 Bänden, Mannheim 1974 Bd. 11)
Damit bezeichnet man die kultische Distanz eines Gegenstandes, eines Prinzips oder einer Prämisse als "abgesondert" vom Weltlichen.
In der persönlichen Religiosität (Frömmigkeit) sind solche Dinge "immunisiert" gegen weltliche Einflüsse. In der Tat werden die meisten Menschen Ansichten bekämpfen, die auf solche Dinge einzuwirken versuchen.
Bei dem Beitrag von 'atman' kommt zum Ausdruck, wie Wertvorstellungen dennoch beeinflusst werden: durch Umerziehung (Indoktrination, Gehirnwäsche).
@jam: die Verehrung Gottes gehört selbstverständlich zu diesen heiligen Dingen. Es ist richtig, dass der Glaube an Gott zu den innersten, heiligen Vorstellungen eines Menschen gehören.
In der Lebenswirklichkeit ist aber gerade die Auseinandersetzung ggf. Ablehnung von Strömungen des Zeitgeistes eine "verantwortungsvolle, religiöse Aufgabe".
Damit bezeichnet man die kultische Distanz eines Gegenstandes, eines Prinzips oder einer Prämisse als "abgesondert" vom Weltlichen.
In der persönlichen Religiosität (Frömmigkeit) sind solche Dinge "immunisiert" gegen weltliche Einflüsse. In der Tat werden die meisten Menschen Ansichten bekämpfen, die auf solche Dinge einzuwirken versuchen.
Bei dem Beitrag von 'atman' kommt zum Ausdruck, wie Wertvorstellungen dennoch beeinflusst werden: durch Umerziehung (Indoktrination, Gehirnwäsche).
@jam: die Verehrung Gottes gehört selbstverständlich zu diesen heiligen Dingen. Es ist richtig, dass der Glaube an Gott zu den innersten, heiligen Vorstellungen eines Menschen gehören.
jam schrieb:Also man soll sich nicht dem Zeitgeist anpassen, nicht dem Leben der natürlichen Menschen anpassenMit dieser Erweiterung des Begriffes, gepackt in zwei scheinbar harmlose Halbsätze, gibt es ein Problem: Das tut so, als sei der Fromme (der streng Glaubende) heraus gehoben aus der Natürlichkeit des Menschseins.
In der Lebenswirklichkeit ist aber gerade die Auseinandersetzung ggf. Ablehnung von Strömungen des Zeitgeistes eine "verantwortungsvolle, religiöse Aufgabe".
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

