04-03-2009, 20:01
Hi allerseits :)
- und gehn wir zeitlich weiter zurueck, wer denn da: Eliahu haNawi (der ja noch gar nicht starb) und Elischa? - Jonah haNawi? - Koenig David? - Samuel haNawi? - Miriam? und gar Mosche rabejnu selbst, unser groesster Prophet Israels?
Von 1 Prophet wird ueberliefert, dass er im Vorhof des Heiligtums erschlagen worden war, nachdem er dem Koenig eine Mahnung auszurichten hatte.
Ich hab eine kleine Sammlung ihrer angeblichen Todesursachen, soweit sie an geachteten Grabstaetten durch orthodoxe morgenlaendische Christen Verehrung erhielten und ikono-logisch von einander unterscheidbar sein mussten, und erst in diesem Kreis entstanden die Fabeln, es sei eigentlich jeder davon einst am Ende ermordet worden, weil es eine Zeitlang fast keine anderen "Gruende" gab, jemanden als Heiligen im Himmel zu vermuten, etwa die ersten 400 Christentums-Jahre lang. Man verehrt auch die Mutter mit den 7 Soehnen, die in der Makkabaeerzeit fuer Israels Glauben oeffentlich totgemartert wurden, in Rom (einer dieser 7-Soehne ruht in der Naehe von Bremen, den erbat sich das Haus Wittekind als Schutzpatron).
Davon abgesehn, Prophetie als Phaenomen und Lehr-Beruf gab es im alten Aegypten, deren Hochschul-Zentrum war in Heliopolis (aegypt.UNU, hebr.On), und dort kam der bliblische Jakobsohn Josef unter, zuerst als Sklave angekauft, dann eingeheiratet, nachdem er zu Ehren gekommen war, wohl wegen seiner Traum-Begabung, zu schauen und zu deuten.
Dies koennte der Kult des *Ptah gewesen sein, dem auch das Hueten des Ruhetages und die Aufsicht ueber die Kunst-Handwerke unterstand. Man traf, aus Kanaan mit Herden heranwandernd, immer als erstes auf UNU.
Dort verehrte man auch zentral um fast am laengsten konstant Den *RE ohne Bildnis, Der verlangt, ein Herrscher muesse ein Landeshirte sein und die Leben der Untertanen, selbst die Wuerde bereits zum Tode verurteilter Uebeltaeter, respektieren. Bis zum Neuen Reich wurde die Gesellschaft der *Ptah-Vereine sehr entmachtet, zugunsten ruecksichtsloserer Kulte.
Was man damit meint, wenn man sagt, dass kein Prophet in Israel gelten kann als ein juedischer Prophet, das galt wohl fast generell. Der Fall mit Jonah ist besonders, weil dieser zum Koenig in Ninive gehn sollte - also zu Andersglaeubigen, welche ihn tatsaechlich ernst nahmen und darauf hoerten, wird gesagt. Jonah ist aber zeitlich schwer einzuordnen, es gab eventuell zwei.
Zu dem, der in Ninive war, gibt es eine Geschichte in Keilschrift, deren Prophet hiess Kumaja, was auch "Taube" bedeutet, und was im biblischen Jonah-Buch knapp angedeutet ist in dessen Psalmlied (aus dem Inneren seines Meeres-Ungeheuers), ist das, was der Kumaja insgesamt als einen Besuch bei deren Hl.Neunheit in der Unterwelt schildert, und dessen Ergebnis sei eine Reform des Busstags vor jedem Neujahrsfest geworden.
Sehn wir es mal so - das ist deren Recht, sich auf ihre Mahnung in der Sprache ihrer Symbole zu beziehen, und den Propheten, der ihren dazu die Mahnung brachte, in ihrer Sprache zu benennen. Den Part, der sie betraf, sprach ein Mann nach Art der Berufs-Propheten (welche zeitweise am Beispiel von UNU genormt gewesen sein kann) ja fuer ihre Moral innerhalb ihrer Gebote, Moral und Gewissen. Fuer sie war das ein nur-assyrischer Prophet.
Im juedischen Buch Jonah fuer Israel ist dagegen die fuer uns prophetisch wichtigere Nachricht, dass a) unser G0TT weder an Gebirge noch an Quellen gebunden ist, und b) dass ER auch andern Vergebung gewaehrt, sowie ein Jude das uns ueber Mosche Rabenu erlangte dazu gegebene 13-Gebet auch nur andeutet, es gesprochen zu haben.
Zum Thema "auserwaehltes" Volk, das Wort besagt nur, wenn ich eine Linsen-Suppe will, "waehle" ich eben Linsen dafuer, und wenn es eine Erbsensuppe werden soll, waehle ich dann auch Erbsen. Keine ist deshalb zugleich als "gut" oder "schlechter" definiert, dennoch darf es den Linsen gestattet sein, froehlich zu sein, dass sie auch mal gewaehlt worden sind und IHM, Der sie isst, damit dienen konnten. Die Erbsen koennen das doch genauso gerne, und ebenso die Bohnen und andere - in allen Faellen werden Sand und Steinchen daraus beseitigt und nicht zum Essen "erwaehlt", aber dienen vielleicht dann zum Bauen eines Hauses.
mfG WiT :)
Zitat:jam:ausserdem sind alle Propheten Israel getötet und verfolgt worden.Ob "alle", das ist innerbiblisch wirklich so nicht nachweisbar, im Legenden-Bereich wird es sehr spaet erst behauptet. Jesaja war z.B.ein geachteter Minister, von Obadja meint man, er war ein Hauptmann, und Jeremija ging durchaus lebendig mit Volk Israel in die Verbannung, von Amos wird nur gesagt, er sei verjagt worden etc.
- und gehn wir zeitlich weiter zurueck, wer denn da: Eliahu haNawi (der ja noch gar nicht starb) und Elischa? - Jonah haNawi? - Koenig David? - Samuel haNawi? - Miriam? und gar Mosche rabejnu selbst, unser groesster Prophet Israels?
Von 1 Prophet wird ueberliefert, dass er im Vorhof des Heiligtums erschlagen worden war, nachdem er dem Koenig eine Mahnung auszurichten hatte.
Ich hab eine kleine Sammlung ihrer angeblichen Todesursachen, soweit sie an geachteten Grabstaetten durch orthodoxe morgenlaendische Christen Verehrung erhielten und ikono-logisch von einander unterscheidbar sein mussten, und erst in diesem Kreis entstanden die Fabeln, es sei eigentlich jeder davon einst am Ende ermordet worden, weil es eine Zeitlang fast keine anderen "Gruende" gab, jemanden als Heiligen im Himmel zu vermuten, etwa die ersten 400 Christentums-Jahre lang. Man verehrt auch die Mutter mit den 7 Soehnen, die in der Makkabaeerzeit fuer Israels Glauben oeffentlich totgemartert wurden, in Rom (einer dieser 7-Soehne ruht in der Naehe von Bremen, den erbat sich das Haus Wittekind als Schutzpatron).
Davon abgesehn, Prophetie als Phaenomen und Lehr-Beruf gab es im alten Aegypten, deren Hochschul-Zentrum war in Heliopolis (aegypt.UNU, hebr.On), und dort kam der bliblische Jakobsohn Josef unter, zuerst als Sklave angekauft, dann eingeheiratet, nachdem er zu Ehren gekommen war, wohl wegen seiner Traum-Begabung, zu schauen und zu deuten.
Dies koennte der Kult des *Ptah gewesen sein, dem auch das Hueten des Ruhetages und die Aufsicht ueber die Kunst-Handwerke unterstand. Man traf, aus Kanaan mit Herden heranwandernd, immer als erstes auf UNU.
Dort verehrte man auch zentral um fast am laengsten konstant Den *RE ohne Bildnis, Der verlangt, ein Herrscher muesse ein Landeshirte sein und die Leben der Untertanen, selbst die Wuerde bereits zum Tode verurteilter Uebeltaeter, respektieren. Bis zum Neuen Reich wurde die Gesellschaft der *Ptah-Vereine sehr entmachtet, zugunsten ruecksichtsloserer Kulte.
Was man damit meint, wenn man sagt, dass kein Prophet in Israel gelten kann als ein juedischer Prophet, das galt wohl fast generell. Der Fall mit Jonah ist besonders, weil dieser zum Koenig in Ninive gehn sollte - also zu Andersglaeubigen, welche ihn tatsaechlich ernst nahmen und darauf hoerten, wird gesagt. Jonah ist aber zeitlich schwer einzuordnen, es gab eventuell zwei.
Zu dem, der in Ninive war, gibt es eine Geschichte in Keilschrift, deren Prophet hiess Kumaja, was auch "Taube" bedeutet, und was im biblischen Jonah-Buch knapp angedeutet ist in dessen Psalmlied (aus dem Inneren seines Meeres-Ungeheuers), ist das, was der Kumaja insgesamt als einen Besuch bei deren Hl.Neunheit in der Unterwelt schildert, und dessen Ergebnis sei eine Reform des Busstags vor jedem Neujahrsfest geworden.
Sehn wir es mal so - das ist deren Recht, sich auf ihre Mahnung in der Sprache ihrer Symbole zu beziehen, und den Propheten, der ihren dazu die Mahnung brachte, in ihrer Sprache zu benennen. Den Part, der sie betraf, sprach ein Mann nach Art der Berufs-Propheten (welche zeitweise am Beispiel von UNU genormt gewesen sein kann) ja fuer ihre Moral innerhalb ihrer Gebote, Moral und Gewissen. Fuer sie war das ein nur-assyrischer Prophet.
Im juedischen Buch Jonah fuer Israel ist dagegen die fuer uns prophetisch wichtigere Nachricht, dass a) unser G0TT weder an Gebirge noch an Quellen gebunden ist, und b) dass ER auch andern Vergebung gewaehrt, sowie ein Jude das uns ueber Mosche Rabenu erlangte dazu gegebene 13-Gebet auch nur andeutet, es gesprochen zu haben.
Zum Thema "auserwaehltes" Volk, das Wort besagt nur, wenn ich eine Linsen-Suppe will, "waehle" ich eben Linsen dafuer, und wenn es eine Erbsensuppe werden soll, waehle ich dann auch Erbsen. Keine ist deshalb zugleich als "gut" oder "schlechter" definiert, dennoch darf es den Linsen gestattet sein, froehlich zu sein, dass sie auch mal gewaehlt worden sind und IHM, Der sie isst, damit dienen konnten. Die Erbsen koennen das doch genauso gerne, und ebenso die Bohnen und andere - in allen Faellen werden Sand und Steinchen daraus beseitigt und nicht zum Essen "erwaehlt", aber dienen vielleicht dann zum Bauen eines Hauses.
mfG WiT :)

