18-03-2009, 14:44
(17-03-2009, 04:38)Presbyter schrieb: Nimmt man also folglich an, dass der 2. Petrusbrief einen judenchristlichen Autor hat, dann muss man die These revidieren, dass diese Jesus nicht als Gott anerkannt hätten, wie 2. Petr. 1, 1 belegt.
[...]
P.S. Leider hab ich keinen zu Griff auf die entsprechende Literatur um meine These exakt zu belegen. Ich hoffe sie kann dennoch soweit als Hypothese bestehen.
Hallo Presbyter,
ich will gerne einräumen, dass Deine Hypothese nachvollziehbar ist.
Nachdem ich im Kommentar zum 2. Petr der Ordensfrau und Theologin P.-A. Seethaler nachgelesen habe, habe ich meine Position nochmals kritisch überprüft.
Seethaler schreibt:
Der Verfasser muss ein hellenistisch gebildeter Judenchrist gewesen sein, denn er kennt sich nicht nur im AT, sondern auch in der jüdischen Überlieferung ausgezeichnet aus.
Was den Zeitraum betrifft, in dem 2. Petr entstanden sein müsste, grenzt sie das mit 120 – 140 nChr ein. Das kommt auch meiner Vorstellung zur Entstehungszeit des Briefes nahe.
Dass sich der Verfasser mit der jüdischen Tradition auseinandergesetzt hat, ist nicht zu übersehen. Möglicherweise entstammt er dieser auch. Man sollte aber nicht übersehen, dass solches auch für Paulus gilt. Ich habe daher nach wie vor Zweifel, den Briefschreiber ohne Abstriche als Vertreter des "Judenchristentums" anzuerkennen. Dass ein dem Geistesgut des "Judenchristentums" verpflichteter Briefeschreiber, Jesus als Gott und Heiland Jesus Christus bezeichnet hätte, kann ich mir nicht vorstellen.
MfG E.
MfG B.

