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Exkommunikation fuer Shoah-Leugner
#18
(24-03-2009, 15:36)petronius schrieb: der papst kriecht also vor den piusbrüdern zu kreuze (in der vagen hoffnung, daß sie das irgendwie honorieren), von z.b. befreiungstheologen erwartet er, daß diese vor ihm zu kreuze kriechen

(24-03-2009, 15:05)Presbyter schrieb: Liegen die allgemeine Lehrverurteilung der Befreiungstheologie als solches (libertatis nuntius 1984, libertatis conscientia 1986) schon über 20 Jahre zurück. Ein anhaltendes Verbot kann ich hier nicht entdecken, zumal es kaum personelle Maßregelungen gab

lügst du eigentlich vorsätzlich?

Die Katholische Kirche hat die Befreiungstheologie in den 1970er Jahren offiziell abgelehnt und einigen prominenten Vertretern die Lehrbefugnis entzogen. Papst Johannes Paul II. setzte sich - etwa durch Versetzung von Priestern, die ihr anhingen, oder durch Ernennung von Gegnern zu Bischöfen - gegen die Befreiungstheologie ein

http://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungstheologie

Ich würde sehr genau auf meine Wortwahl achten, petronius. Ich habe nichts gegen starke Diskussionen, aber Lüge zu unterstellen, da werde ich empfindlich. Gerade bei theologischen Themen von denen du offenkundig wenig Ahnung hast, solltest du dich mit solchen Unterstellungen zurückhalten.

Zur Befreiungstheologie ist dazu folgendes Anzumerken:
Der Papst hat eine in Übereinstimmung mit dem Lehramt verkündeten Befreiungstheologie sogar gebilligt. Bestes Beispiel ist die 5. Generalversammlung des CELAM in Aparecida die unter dem Vorsitz des Papstes tagte.

Dazu heißt es:
"Einige (wie der neue Erzbischof von São Paulo, Odilo Scherer) hatten über die Medien verbreitet, die Befreiungstheologie sei bereits tot; bei der Bischofsversammlung in Aparecida würde ihr nur noch der Totenschein ausgestellt. Durch die vorangegangene kirchenpolitisch bestimmte Verurteilung der christologischen Werke von Jon Sobrino fühlten sich diese Kreise bestärkt.
Was sich jedoch in Tat und Wahrheit in Aparecida abspielte, war das genaue Gegenteil: Die Befreiungstheologie wurde zum Dauerthema auf den Pressekonferenzen. Kardinal Oscar Rodriguez von Honduras bestätigte, dass es nicht nur vorbereitende Gespräche für die Konferenz mit Befreiungstheologen, u.a. mit Gustavo Gutierrez, gegeben habe, sondern dass die Gruppe „Amerindia“ die Konferenz aktiv begleite und den Mitgliedern der Konferenz ihre Beratung anbiete. Man könne also keinesfalls behaupten, dass Konferenz und Befreiungstheologen in Opposition zueinander stünden. Man müsse vielmehr feststellen, dass sie sich in einem fruchtbaren Dialog miteinander befinden."


Im Übrigen habe ich sogar auf die Problematik der Auseinandersetzung zwischen der Befreiungstheologie und dem Vatikan hingewiesen und zwar unter Nennung der beiden maßgeblich Instruktionen. Bevor du deinen dümmlichen, aus Wikipedia zitierten Kommentar abgibst, solltest du vlt. beide Dokumente einmal lesen. Desweiteren habe ich nie behauptet, dass es keine personellen Konsequenzen gegeben hat. Setzt man aber die verhängten Maßregelungen in Verhältnis zu den lehrbefugten und anerkannten Befreiungstheologen, erscheint ihre Zahl als geradezu geringfügig. Weiterhin habe ich darauf verwiesen, dass diese Problematik nicht mehr die Gleiche ist wie vor 20 Jahren. Das Dokument von Aparecida (hier) greift ausdrücklich die Befreiungstheologie auf und ist vom Vatikan bestätigt worden.


(24-03-2009, 15:36)petronius schrieb:
(24-03-2009, 15:05)Presbyter schrieb: Hat die Piusbruderschaft an sich keine Anerkennung bekommen

selbstverständlich hat sie anerkennung bekommen bzw. ist aufgewertet worden durch die rücknahme der exkommunikation, ohne daß sie irgendwelche zugeständnisse gemacht hätte

Ich dachte wir hätten die kirchenrechtliche Diskussion beendet! Im übrigen solltest du den gesamten Satz lesen, um so den Sinn meiner Aussage zu verstehen: Hat die Piusbruderschaft an sich keine Anerkennung bekommen. Sie hat weder ein kanonisches Statut, noch sonst irgendeine legale Rechtsform in der Katholischen Kirche. Der gesamte Klerus ist weiterhin suspendiert und hat keinerlei legitimes Amt.


(24-03-2009, 15:36)petronius schrieb:
(24-03-2009, 15:05)Presbyter schrieb: Dabei hat der Papst mehrfach klargestellt, dass weder die Haltung der Kirche zum II.Vaticanum, zur Ökumene, noch die Beziehungen zum Judentum zur Disposition stehen und er hat ausdrücklich festgestellt, vor mehreren jüdischen Verbänden, dass Antisemitismus und Antijudaismus niemals zu tolerieren sind

folgenlose lippenbekenntnisse. nichts davon wird von den piusbrüdern erfüllt

Es ist ja auch das Bekenntnis des Papstes! Es macht deutlich, dass der nun beginnende Dialog nicht zu einem Ausverkauf katholischer Überzeugungen führen wird.



(24-03-2009, 15:36)petronius schrieb:
(24-03-2009, 15:05)Presbyter schrieb: Wenn ich mir so die liberalen Strukturen mancher Diözese oder Ordensstruktur ansehen, dann kann ich nur lachen, wenn du den Vorwurf erhebst, dass man in vatikanischen Kreisen besonders rigide gegen solche Phänomene vorgeht

dann schau dir mal die illiberalen diözesen an, z.b. regensburg:

Bischof maßregelt Papst-Kritiker
In der katholischen Kirche rumort es weiter: Der Regensburger Bischof Müller fordert eine Entschuldigung von Theologie-Professoren, die eine papstkritische Petition unterschrieben haben


http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,607996,00.html

Ich kenne die Verhältnisse in Regensburg. Auch die Aktion von Bischof Müller. Aber offenbar kannst du nicht richtig lesen, ich sprach ausdrücklich von vatikanischen Kreisen. Bischof Müller ist Bischof einer deutschen Diözese. Im weiteren hat sich übrigens Bischof Müller als einer der schärfsten Kritiker der Piusbruderschaft hervorgetan und als Diözesanbischof auf dessen Territorium das Priesterseminar der Piusbruderschaft liegt, diesen sogar alle weiteren Aktivität untersagt und ihnen ein absolutes Hausverbot für sämtliche kichl. Räume der Diözese gegeben.

(24-03-2009, 15:36)petronius schrieb:
(24-03-2009, 15:05)Presbyter schrieb: Deine pauschalen Verurteilungen sind daher völlig unangebracht

dein vorwurf, ich hätte (wen denn? dich?) pauschal verurteilt, erst recht

meine meinung dazu, wie sich die rkk darstellt, mußt du mir schon zugestehen

Deine Meinung gestehe ich dir jederzeit zu. Das du sie durch indifferente Äußerungen auf Wikipedianiveau kundtust, stösst jedoch auf meinen Widerspruch!
Omnis mundi creatura quasi liber et pictura nobis est et speculum.
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Jedes Geschöpf der Welt ist sozusagen ein Buch und Bild und ein Spiegel für uns.
(Alanus ab Insulis, Theologe, Philosoph und Dichter)
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