02-06-2009, 11:57
(01-06-2009, 22:15)Ekkard schrieb: „Deus vult!“ (Gott will es!) war nur ein dummer Spruch zur Köderung unzufriedener Massen, die „man“ loswerden musste
und so mancher hat heute das gefühl, die rede von der religion der liebe sei auch nur "ein dummer Spruch zur Köderung unzufriedener Massen"
Matthaeus 7,16: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen
und die praktischen früchte des christenglaubens sind in ihrer mehrzahl sauer und nicht süß
Zitat:Die Hiob (Job) Geschichte ist ein Essay über die Frage, ob Ergehen immer vom Tun abhängt. Die Geschichte löst den Tun-Ergehen-Zusammenhang auf. Fazit: Es ist eben nicht immer die Sünde, die Ursache für Unglück ist
genau. die ursache für unglück kann genausogut einfach darin bestehen, daß der allmächtige gott in seiner unendlichen liebe mit dem menschen spielt wie die katze mit der maus. das ist sehr tröstlich
Zitat:und dir kommt erst gar nicht der Gedanke, dass du nicht der Einzige bist, der in Opposition zu diesen Strafandrohungen steht. Schon im Judentum der Antike wurden diese Drohungen als „undurchführbar“ angesehen und entsprechend ausgelegt. Sie wurden schon lange vor Jesus als Zeichen der Ernsthaftigkeit des Glaubens interpretiert, aber nicht als juristische Handlungsanweisung
den beweis dafür bist du bisher genauso schuldig geblieben wie den für deine behauptung, es entspreche protestantischem selbstverständnis, daß religion nur ein system sei, das gesellschaftliches zusammenleben regeln soll, und "gott" lediglich dire chiffre des menschen für ein solches ordnungssystem
Zitat:Bibel kann man nicht ohne diese Auslegungstraditionen lesen. Das wäre eine Vergewaltigung dieser Texte
was erhebt denn diese (deine!) auslegungstradition über andere?
und wenn nun papst urban doch recht gehabt hätte mit seinem "deus lo vult"? immerhin berief er sich auf augustin, stand also durchaus in einer "Auslegungstradition"
solche traditionen sind doch sowieso nur konventionen. dir ist halt daran gelegen, das christentum als religion von friede, freude und eierkuchen hinzustellen - und der entsprechenden "Auslegungstradition" (was in der bibel erkläre ich für vebindlich, was für metaphorisch und was für obsolet?) bedienst du dich dann
das alles sagt nichts darüber aus, daß deine weichgespülte auslegung irgendwie "richtiger" wäre als eine andere
