23-10-2003, 08:47
Hallo David,
das mit der 'Sekte' ist nicht so ganz eindeutig. Ursprünglich (und immer noch im theologisch/ philosophischen Bereich) kommt das Wort von 'secutus' - 'einer der [einem bestimmten Weg bzw. einer Lehre] nachfolgt', und hat überhaupt keinen negativen Beigeschmack von Absplitterung o.ä. Untergruppen der asiatischen Religionen verwenden das Wort ganz unbefangen auch für sich selbst. Die Zeugen sind Menschen, die dem Weg nachfolgen, den anfänglich Russell und Rutherford aufgezeigt haben.
"Im säkularen, umgangssprachlichen Bereich wird seit einiger Zeit ein unqualifizierter Sektenbegriff verwendet, der sich auf Gemeinschaften bezieht, die Abhängigkeiten produzieren, Menschen entwürdigen, zur Intoleranz anleiten usw. Die an bestimmten Gruppen (insbesondere den fälschlich so genannten 'Jugendreligionen') gewonnenen Kriterien werden unterschiedslos auf alle übrigen 'Sekten' übertragen"
(Tworuschka: Lexikon Religionen)
Wenn diese Kriterien auf die Zeugen nicht zutreffen - umso besser.
Das 'eigene Süppchen in Glaubensfragen' hat jeder gekocht, der irgendeine religiöse Gemeinschaft begründet hat - und wohl alle diese Gründerfiguren waren selbst in eine religiöse Gemeinschaft eingebunden, die sie oft gar nicht verlassen, sondern reformieren und auf den richtigen Weg zurückbringen wollten. Auch Russell hat ursprünglich einen Bibellesekreis gegründet - dass sich daraus später eine eigene Religionsgemeinschaft entwickeln würde, war damals noch nicht absehbar. Worauf es aber ankommt, hast Du ja schon mit Deinem Zitat aus Mt.7 gezeigt - und Gaby mit ihrem von Augustinus.
() qilin
das mit der 'Sekte' ist nicht so ganz eindeutig. Ursprünglich (und immer noch im theologisch/ philosophischen Bereich) kommt das Wort von 'secutus' - 'einer der [einem bestimmten Weg bzw. einer Lehre] nachfolgt', und hat überhaupt keinen negativen Beigeschmack von Absplitterung o.ä. Untergruppen der asiatischen Religionen verwenden das Wort ganz unbefangen auch für sich selbst. Die Zeugen sind Menschen, die dem Weg nachfolgen, den anfänglich Russell und Rutherford aufgezeigt haben.
"Im säkularen, umgangssprachlichen Bereich wird seit einiger Zeit ein unqualifizierter Sektenbegriff verwendet, der sich auf Gemeinschaften bezieht, die Abhängigkeiten produzieren, Menschen entwürdigen, zur Intoleranz anleiten usw. Die an bestimmten Gruppen (insbesondere den fälschlich so genannten 'Jugendreligionen') gewonnenen Kriterien werden unterschiedslos auf alle übrigen 'Sekten' übertragen"
(Tworuschka: Lexikon Religionen)
Wenn diese Kriterien auf die Zeugen nicht zutreffen - umso besser.
Das 'eigene Süppchen in Glaubensfragen' hat jeder gekocht, der irgendeine religiöse Gemeinschaft begründet hat - und wohl alle diese Gründerfiguren waren selbst in eine religiöse Gemeinschaft eingebunden, die sie oft gar nicht verlassen, sondern reformieren und auf den richtigen Weg zurückbringen wollten. Auch Russell hat ursprünglich einen Bibellesekreis gegründet - dass sich daraus später eine eigene Religionsgemeinschaft entwickeln würde, war damals noch nicht absehbar. Worauf es aber ankommt, hast Du ja schon mit Deinem Zitat aus Mt.7 gezeigt - und Gaby mit ihrem von Augustinus.
() qilin
