27-07-2009, 00:14
(26-07-2009, 23:46)Byron schrieb:ich schrieb:Gott entschuldigte sich z.B. für die Sintflut und sah dort einen Fehler ein, soweit ich die Bibelstelle im Kopf habe
(1 Mose 8, 21 )
Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen Willen, denn das Dichten des menschlichen Herzes ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr alles schlagen, was da lebt, wie ich es getan habe.
Es ist also doch keine wörtliche Entschuldigung, kann aber so gesehen werden, als dass Gott seine Tat bereut.
"Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?" (4. Mose 23,19)
Tja, was gilt denn nun?
Ganz einfach: Wenn man Gott als jemanden darstellen will, dem nichts gereut, weil solche Affekte so gar nicht zu einem Allwissenden und Allmächtigen passen, dessen Tun immer und in allen Dingen vollkommen und perfekt ist, dann gibt entweder die Erleuchtung durch den Heiligen Geist oder aber die durch die historisch-kritische Forschung ein, dass alle Bibel-Texte, in denen von einem Gott die Rede ist, dem gelegentlich dieses oder jenes, was er getan oder gesagt hat, gereut, nur "übertragen" oder "metaphorisch" usw. zu verstehen seien.
Wenn ich hingegen einen Gott predigen will, welcher sich erweichen und umstimmen lässt und der dieses und jenes, was er getan oder gesagt hat, gelegentlich bereut, dann verfahre ich eben mit den diesem Ansinnen widersprechenden Bibelaussagen in der dargestellten weise.
Das ist gängige Kanzel- und Bibelkreispraxis...

