13-08-2009, 23:09
Interessant Ekkard, was du aus den Büchern herausgelesen hast.
Die Kritik am englischen Schulsystem schimmert sogar bei den sonst oberflächlichen Filmen manchmal durch.
Was keltische Mythologie angeht, bin ich nicht sehr bewandert. Vielleicht kannst du mir das genauer erklären.
Aber ich meine, erkannt zu haben, dass Rowling sich auch von der germanischen Mythologie inspirieren ließ.
So taucht zum Beispiel in der germanischen Mythologie ein Wolf namens Fenrir auf, der an den Namen des Todessers (und Werwolfs) Fenrir Greyback erinnert.
Nachtrag 1: hierzu den Wikipedia-Artikel:
Fenriswolf
Der Fenriswolf (auch Fenrir, Fenrisúlfr) ist in der nordischen Mythologie neben Hel und der Midgardschlange das erste Kind des Gottes Loki und der Riesin Angrboda.
Vermutlich hängt der Name mit dem altnordischen Wort Fen (Sumpf) zusammen. Die Götter erkannten die Gefahr, die von dem Fenriswolf ausging, und brachten ihn nach Asgard, um ihn besser im Auge haben zu können.
Da der Fenriswolf von Tag zu Tag größer und kräftiger wurde, fühlten sich die Götter bedroht, sie fürchteten, er würde sie alle verschlingen. So entschlossen sie sich, ihn für alle Zeiten zu binden(...)
Ja, die christliche Mythologie kommt absolut nicht vor. Aber ist das so bemerkenswert? Es gibt doch auch eine ganze Reihe von anderen Büchern mit Weltruhm, in denen die christliche Mythologie keine Erwähnung findet.
Warum "stürzt" sich dann der kath. Klerus gerade auf die Potter-Bände.
Nicht nur Kardinal Ratzinger hat Kritik geübt, sondern auch der Geistliche, dessen Namen mir entfallen ist, der wegen Protesten auf sein ihm neu zugeteiltes Amt als Weihbischof von Linz verzichtete (Nachtrag 2: gemeint war hier Gerhard Maria Wagner).
Liebe vermisse ich auch nicht, vor allem nicht in den Filmen.
Da ist einerseits die erfrischend-jugendliche Liebe zwischen Harry und Cho/Ginny oder zwischen Ron und Hermine, und andererseits der liebevolle Zusammenhalt von Familien oder Freunden gegen eine Bedrohung.
In den Filmen wird das Thema "Liebe" für meinen Geschmack fast überstrapaziert.
Und ein ganz großes Thema ist ja auch die Liebe Lily Potters zu ihrem Sohn, der allein ihrer Opferung wegen unverwundbar wurde.
Diese Liebe zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bände und spielt eine sehr wichtige Rolle.
Daher kann ich hier die Soziologin überhaupt nicht nachvollziehen.
Ich habe ja wie gesagt nur die Filme gesehen, mir aber auch durch das "Harry Potter-Wiki" Einiges erschlossen.
So meine ich z.B. (entschuldige, wenn es wieder vom Thema abweicht. Du musst ja nicht darauf eingehen) eine Art Allegorie auf das sog. 3. Reich zwischen den Zeilen zu erkennen. Hier kurz ein paar Indizien:
-Ein böser Tyrann, der selbst nicht den "rassischen (gemeint ist die Zaubererwelt)" Anforderungen entspricht, die er von seinen Gefolgsleuten verlangt (Voldemorts Vater, der gutaussehende John(?) Riddle war ein Muggel, den Merope Gaunt mit einem Liebestrank verführt)
-Muggel oder muggelstämmige Zauberer werden von der Gruppierung um Voldemort verachtet, schon Salazar Slytherin sprach sich dafür aus, muggelstämmige Zauberer in Hogwarts nicht zu unterrichten, was einer der Gründe für sein Zerwürfnis mit den anderen drei Gründervätern und Gründermüttern von Hogwarts war, also Diskriminierung von rassisch "Unreinen".
-Viele Schwache, benachteiligte Leute schließen sich ihm an, um sich in Sicherheit und im Schutz der Gruppe zu wähnen, oder weil sie einfach Angst haben (vielleicht z.B. Peter Pettigrew)
-Andere wiederum sind Fanatiker und voll und ganz vom "Rassenwahn" besessen/überzeugt (Bellatrix Lestrange)
-Voldemort und seine Gruppe dringen in die Häuser ihrer Gegner oder von Muggeln/muggelstämmigen ein und töten wahllos; richten Massaker an...
-Doch es gibt mutige Gegner der Schreckensherrschaft; im Geheimen formen sich Gruppierungen, die gegen die Todesser ankämpfen, jedoch in ständiger Angst vor den Todessern leben.
-Dumbledore besiegt den dunklen Magier Grindelwald 1945
Ein paar andere Auffälligkeiten in Bezug auf das 3. Reich gibt es sicherlich auch noch, die ich mir jetzt spare.
Diese "Allegorie" springt doch fast ins Auge, zumindest und vor allem aber dieser schreckliche "Rassenwahn" und die Zahl 1945.
Was sagst du dazu?
Die Kritik am englischen Schulsystem schimmert sogar bei den sonst oberflächlichen Filmen manchmal durch.
Was keltische Mythologie angeht, bin ich nicht sehr bewandert. Vielleicht kannst du mir das genauer erklären.
Aber ich meine, erkannt zu haben, dass Rowling sich auch von der germanischen Mythologie inspirieren ließ.
So taucht zum Beispiel in der germanischen Mythologie ein Wolf namens Fenrir auf, der an den Namen des Todessers (und Werwolfs) Fenrir Greyback erinnert.
Nachtrag 1: hierzu den Wikipedia-Artikel:
Fenriswolf
Der Fenriswolf (auch Fenrir, Fenrisúlfr) ist in der nordischen Mythologie neben Hel und der Midgardschlange das erste Kind des Gottes Loki und der Riesin Angrboda.
Vermutlich hängt der Name mit dem altnordischen Wort Fen (Sumpf) zusammen. Die Götter erkannten die Gefahr, die von dem Fenriswolf ausging, und brachten ihn nach Asgard, um ihn besser im Auge haben zu können.
Da der Fenriswolf von Tag zu Tag größer und kräftiger wurde, fühlten sich die Götter bedroht, sie fürchteten, er würde sie alle verschlingen. So entschlossen sie sich, ihn für alle Zeiten zu binden(...)
Ja, die christliche Mythologie kommt absolut nicht vor. Aber ist das so bemerkenswert? Es gibt doch auch eine ganze Reihe von anderen Büchern mit Weltruhm, in denen die christliche Mythologie keine Erwähnung findet.
Warum "stürzt" sich dann der kath. Klerus gerade auf die Potter-Bände.
Nicht nur Kardinal Ratzinger hat Kritik geübt, sondern auch der Geistliche, dessen Namen mir entfallen ist, der wegen Protesten auf sein ihm neu zugeteiltes Amt als Weihbischof von Linz verzichtete (Nachtrag 2: gemeint war hier Gerhard Maria Wagner).
Liebe vermisse ich auch nicht, vor allem nicht in den Filmen.
Da ist einerseits die erfrischend-jugendliche Liebe zwischen Harry und Cho/Ginny oder zwischen Ron und Hermine, und andererseits der liebevolle Zusammenhalt von Familien oder Freunden gegen eine Bedrohung.
In den Filmen wird das Thema "Liebe" für meinen Geschmack fast überstrapaziert.
Und ein ganz großes Thema ist ja auch die Liebe Lily Potters zu ihrem Sohn, der allein ihrer Opferung wegen unverwundbar wurde.
Diese Liebe zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bände und spielt eine sehr wichtige Rolle.
Daher kann ich hier die Soziologin überhaupt nicht nachvollziehen.
Ich habe ja wie gesagt nur die Filme gesehen, mir aber auch durch das "Harry Potter-Wiki" Einiges erschlossen.
So meine ich z.B. (entschuldige, wenn es wieder vom Thema abweicht. Du musst ja nicht darauf eingehen) eine Art Allegorie auf das sog. 3. Reich zwischen den Zeilen zu erkennen. Hier kurz ein paar Indizien:
-Ein böser Tyrann, der selbst nicht den "rassischen (gemeint ist die Zaubererwelt)" Anforderungen entspricht, die er von seinen Gefolgsleuten verlangt (Voldemorts Vater, der gutaussehende John(?) Riddle war ein Muggel, den Merope Gaunt mit einem Liebestrank verführt)
-Muggel oder muggelstämmige Zauberer werden von der Gruppierung um Voldemort verachtet, schon Salazar Slytherin sprach sich dafür aus, muggelstämmige Zauberer in Hogwarts nicht zu unterrichten, was einer der Gründe für sein Zerwürfnis mit den anderen drei Gründervätern und Gründermüttern von Hogwarts war, also Diskriminierung von rassisch "Unreinen".
-Viele Schwache, benachteiligte Leute schließen sich ihm an, um sich in Sicherheit und im Schutz der Gruppe zu wähnen, oder weil sie einfach Angst haben (vielleicht z.B. Peter Pettigrew)
-Andere wiederum sind Fanatiker und voll und ganz vom "Rassenwahn" besessen/überzeugt (Bellatrix Lestrange)
-Voldemort und seine Gruppe dringen in die Häuser ihrer Gegner oder von Muggeln/muggelstämmigen ein und töten wahllos; richten Massaker an...
-Doch es gibt mutige Gegner der Schreckensherrschaft; im Geheimen formen sich Gruppierungen, die gegen die Todesser ankämpfen, jedoch in ständiger Angst vor den Todessern leben.
-Dumbledore besiegt den dunklen Magier Grindelwald 1945
Ein paar andere Auffälligkeiten in Bezug auf das 3. Reich gibt es sicherlich auch noch, die ich mir jetzt spare.
Diese "Allegorie" springt doch fast ins Auge, zumindest und vor allem aber dieser schreckliche "Rassenwahn" und die Zahl 1945.
Was sagst du dazu?
