30-08-2009, 12:56
(30-08-2009, 09:39)Epicharm schrieb: Wenn von religiösen Fanatikern Gewalt zur Durchsetzung der Ziele gepredigt wird, muss man dagegen antreten. Da sollte kein Zweifel aufkommen. Auf welche Art und Weise das vernünftig zu bewerkstelligen ist, das ist die Frage, die nach Antwort sucht.
Das gewaltsame durchsetzen der Zeile ist integraler Teil der orthodoxen Norm. Der Angriffskrieg zur Erweiterung des dar al-islam, also des Gebietes in dem die Scharia herrscht, ist kollektive religöse Pflicht (fard kifaya) aller Muslime.
Wer vom Islam abfällt, und nach orthodoxer Auffassung reicht dazu schon, dass eine Muslimin einen Nichtmoslem heiratet, oder dass zentrale Lehren abgestritten werden, ist nach orthodoxer Lehre des Todes: sein Blut zu vergießen ist erlaubt, er ist "halal da-dam".
Nach der Lehre "al-amr bi-l-ma'ruf wa-n-nahy 'an al-munkar" ist jeder Muslime verpflichtet das Rechte zu gebieten und das Verwerflich zu verbieten. Dazu ist auch der Einsatz von Gewalt erlaubt.
Nach den klassischen Lehren haben Nichtmuslime, die keine Kopfsteuer (dschizya) bezahlen, als Harbis kein Recht auf Schutz ihres Lebens und Eigentums. Sie können sünd- und straflos getötet werden. Frauen können als Sklavinnen erbeutet werden, eventuelle Ehen gelten dann als gelöst. Sklavinnen durfen von ihren muslimischen Besitzern zum Sex gezwungen werden.
Ich könnte noch um einiges hier weiter fortfahren. Das Grundproblem ist, dass der Gewaltmensch Mohammed bis heute das absolute Handlungvorbild der Muslime ist, das nicht kritisiert werden darf.
Mohammed hat die altarabische Religion ausgrottet, ebenso wie er das Judentum in Medina vernichtet hat durch Vertreibung (Banu Nadir, Banu Qainuqa) und Auslöschung jüdischer Stämme (Banu Quraiza). Bei den Banu Quraiza wurden, obwohl sie sich schon ergeben hatten, alle Männer hingerichtet (600-900 Menschen), die Frauen und Kinder versklavt. Mohammed selbst hat sich eine Jüdin der Banu Quraiza zur Sexsklavin gewählt.
(30-08-2009, 09:39)Epicharm schrieb: Die verschiedenen Glaubensrichtungen sind einander spinnefeind. Zu Allianzen kommt es nur, wenn "der Islam" von außen angegriffen wird!
Keineswegs! Muslimische Solidarität ist einer der höchsten Tugenden im Islam, Spaltung (fitna) eine der am meisten verabscheuten Dinge. Zumindest unter Sunniten (90% aller Muslime) wird diese Solidarität zunehmend auch praktiziert. Die orthodoxe Lehre von "al-wala wa-l-bara'a" hat das auch in konkrete Vorschriften gefasst.
Vieles von dem, was ich hier sage, wird immer wieder bestritten. Das kommt daher, dass nach orthodoxer Norm das Lügen in drei Fällen ausdrücklich erlaubt ist: gegenüber der Ehefrau, um Menschen zu versöhnen und in der Auseinandersetzung mit Ungläubigen.
Die Islamwissenschaft verhält sich bei diesen Lügen zunehmend komplizenhaft. Wer aber die Originalquellen heranzieht, kann das alles Schwarz auf Weiß selbst nachlesen.

