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familie und religion...
#3
Hallo,

Qillin sei nicht ganz so voreilig , hier sind einige Beispiele die eine Trennung von der Familie ganz klar darlegen und begründen.

Als Ibrahim von Allah und den Engeln sprach war sein Vater aufs tiefste erschrocken und seine Mutter rief: " O mein Sohn, wie kannst du nur die Religion deiner Väter verleugnen, indem du sagst, es gäbe nur einen Gott? Wir haben doch so viele verschiedene Götter." Ibrahim folgte seinem Vater , indem er ihm half die geschnitzten Götter auf dem Markt zu verkaufen, aber er verkündete von seinem Gott von Allah dem einzigem Gott und nur dieser ist anbetungswürdig, nicht diese geschnitzten Holtfiguren. Auf diese Weise begann Ibrahim seinen Auftrag zu erfüllen und er hinderte die Kunden am Kauf der Holzfiguren ab und verkündete die wahre Lehre der reinen Religion.
Dies mißfill der Gesellschaft und sein Vater war sehr zornig so das er ihn erst einmal eine Tracht prügel verasste, daraufhin haute Ibrahim von zu hause ab. Als er nun zum Propheten berufen war stellte sich sein eigener Vater und sein Onkel gegen ihn und waren bereit ihn sogar zu vernichten.
Sure 19:42-49
......Und trennen will ich mich von euch und von dem, was ihr außer Allah anruft, und will meinen Herrn anrufen.Vielleicht rufe ich meinen Herrn nicht umsonst an.

" Und gedenke im Buche Ibrahim. Siehe , er war aufrichtig, ein Prophet. Da er zu seinem Vater sprach:" O mein Vater, warum verehrst du , was nicht hört und sieht und dir nichts nützt? O mein Vater, siehe nun ist zu mir ein Wissen gekommen, das nicht zu dir kam. So folge mir, dass ich dich auf den rechten Pfad leite. O mein Vater diene nicht dem Satad; siehe , der Satan war ein Rebell wider den Erbarmer. O mein Vater, siehe , ich fürchte , dass dich die Strafe vom Erbarmer trifft und du ein Kumpan des Satans wirst. " Er sprach:" Verwirfst du meine Götter, o Ibrahim? Gibst du dies nicht auf , wahrlich , so steinige ich dich. Verlaß mich für eine Weile. " Er sprach: " Frieden sei auf dir ! Ich werde meinen Herrn um Verzeihung für dich anflehen; siehe, Er ist gütig gegen mich. Und trennen will ich mich von euch und von dem, was ihr außer Allah anruft, und will meinen Herrn anrufen. Vielleicht rufe ich meinen Herrn nicht umsonst an." (19:42-49).
Obwohl Ibrahim, enttäuscht und zornig hätte sein können, betete er dennoch um seines Vaters Wohlergehen:" Wahrlich ich will für dich um Verzeihung bitten, aber ich werde nichts für dich von Allah erlangen." (43:25-26)
"Und auch Ibrahim betete nur um Verzeihung für seinen Vater infolge eines Versprechens, das er ihm gegeben. Als ihm aber offenkund ward, dass er ein Feind Allahs war, sagte er sich los von ihm . Siehe, Ibrahim war wahrhaftig mitleidsvoll und milde." (9:115)


Der Islam kennt drei Arten von Bindungen (Silat):


1. Die Bindung durch Blut, die Blutsverwandtschaft (Silatu-1-qurba).
2. Die Bindung durch Heirat (Silatu-1-Musahara), die einen starken Zusammenhalt innerhalb einer oder zwischen mehreren Familien bewirkt.
3. Die Bindung durch den Glauben (Silatu-1- 'Aqida), die im Islam eine echte Brüderlichkeit darstellt. Diese Art von Bindung des Geistes und der Seele im Islam liegt in ihrem Wert höher als die leibliche Bindung. Sie wird deshalb als die echte Verwandtschaft angesehen.

Die islamischen Gelehrten leiten aus den Geschichten einiger Propheten die Begründung für die hohe Bewertung von "Silatu-l-'Aqida" gegenüber jeder anderen Art von Bindung ab. Das erste Beispiel hierfür im Qur'an finden wir in Sura , Vers 113-114:


"Es kommt dem Propheten und den Gläubigen nicht zu, für die Götzendiener um Verzeihung zu flehen, und wären es selbst ihre nächsten Verwandten, nachdem ihnen deutlich geworden ist, daß jene Bewohner der Jahim sind. Daß Abraham um Verzeihung bat für seinen Vater, war nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte; doch als ihm klar wurde, daß jener ein Feind Allahs war, sagte er sich von ihm los. Abraham war doch gewiß zärtlichen Herzens und sanftmütig."


Der erste Vers enthält die Pflicht zum Abbruch der freundschaftlichen Beziehungen zu den Ungläubigen und das Verbot, für sie um Vergebung wegen ihrer Ablehnung der Anbetung Allahs zu bitten. Die Worte "nachdem ihnen deutlich geworden ist, daß jene Bewohner der Jahim sind" beinhalten die Begründung für dieses Verbot, nämlich daß sie wegen ihres Unglaubens auf jeden Fall der Hölle verfallen sind.
Nach einem Hadit, der von Al-Buharyy überliefert wird, wurde dieser erste Vers offenbart, als der Prophet Muhammad (s) versuchte, seinen Onkel Abu Talib, der im Sterben lag, dazu zu bewegen, Muslim zu werden. Abu Jahl und 'Abdullah Ibn Abi Umayya, zwei Feinde des Islam, beschworen Abu Talib jedoch, die heidnische Religion seines Vaters nicht zu verleugnen. Da sagte der Prophet, (s): "Ich werde für dich um Vergebung bitten, solange es mir nicht verboten ist." Daraufhin offenbarte Allah (t) diesen Vers.
Hier wird deutlich, daß der Prophet , (s) seinen Onkel aus verwandtschaftlichen Gründen liebte und versuchte, ihn zum Islam zu bringen. Trotz ablehnender Haltung Abu Talibs gab der Prophet, (s) dennoch nicht auf und bat Allah (t) um Vergebung für seinen Onkel, verbunden mit dem Wunsch, daß er doch noch zum Islam übertrete. Als es aber klar war, daß Abu Talib durch seinen Unglauben nach dem Tode der Hölle verfallen war, gab es keinen Grund mehr, für ihn zu beten; es lag keine Verwandtschaft im islamischen Sinne vor. Diese Zweitrangigkeit der Blutsverwandtschaft geht auch aus dem zweiten Vers eindeutig hervor.
Abraham, (a.s.) versuchte ebenfalls, seinen geliebten Vater zum Islam zu bringen, und versprach, Allah um Vergebung für ihn zu bitten. Als ihm jedoch durch die Offenbarung deutlich wurde, daß sein Vater Allahs Feind war, sagte er sich von ihm los, obwohl er von Natur aus langmütig und gutherzig war. Er hatte erkannt, daß die Feindschaft zu Allah zwangsläufig die Bindung durch Blutsverwandschaft aufheben muß.
Allah (t) weist in diesem Vers ausdrücklich auf den Grund hin, warum Abraham , (a.s.) für seinen Vater um Vergebung bat, nämlich das Versprechen Abrahams gegenüber seinem Vater, durch das er sich gebunden fühlte. Er konnte jedoch davon absehen, als es keine Voraussetzung mehr für das Einhalten des Versprechens gab; die erst später ihm offenbarte Feindschaft seines Vaters gegenüber Allah entband Abraham (a.s.) von seinem Versprechen. Ein weiteres Beispiel für die "Silatu-l-'Aqida" finden wir in Sura 11, Vers 40. Es handelt sich um die Geschichte des Propheten Noah, (a.s.) er ist gerade mit dem Bau der Arche fertig geworden, und auf Allahs Aufforderung hin fängt Noah an, die Arche zu beladen; der entsprechende Befehl Allahs im Qur'an lautet:


"Bringe in das Schiff je zwei von allen (Arten) hinein, Pärchen, und deine Familie mit Ausnahme derer, gegen die das Wort bereits ergangen ist, und die Gläubigen."


Durch den Willen Allahs beginnt eine Riesenkatastrophe in der Menschheitsgeschichte. Das Wasser strömt und sprudelt von überall her, sogar aus der Erde, und ergießt sich in einer Weise über die Erde, die nicht die geringste Hoffnung auf Rettung zuläßt. Noah, (a.s.) fordert seinen Sohn voller Sorge auf, in die Arche zu kommen; er sagt:

"0 mein Sohn, steig mit uns ein und bleibe nicht bei den Ungläubigen!" (Sura 11, Vers 42).

Da erwidert der Sohn:

"Ich will mich sogleich auf einen Berg begeben, der mich vor dem Wasser retten wird." (Sura 11, Vers 43).

Noah, (a.s.) erwidert sehr bedauernd und traurig im gleichen Vers:

"Es gibt heute keinen Retter vor Allahs Befehl - (Rettung) gibt es nur für jene, derer Er Sich erbarmt."

In diesem Augenblick bricht zwischen den beiden eine Riesenwasserwelle hervor, die den Vater vom Sohn trennt. Der Sohn ertrinkt, ohne daß der Vater ihn beim Ertrinken sehen darf; denn aus Gnade will Allah (t) den Vater nicht durch den Anblick des Todeskampfes seines Sohnes quälen. Am Ende dieser erschütternden Szene wendet sich Noah demütig und in Liebe an seinen Schöpfer, an Allah (t), den Allmächtigen, und beruft sich auf das Versprechen Allahs, daß seine Familie doch zu den Geretteten gehören solle. Noah sagt:

"Mein Herr, mein Sohn gehört doch zu meiner Familie, und Dein Versprechen ist doch wahr, und Du bist der beste Richter." (Sura 11, Vers 45).

Nun gibt Allah (t) Noah eine Antwort, die jede Denkvorstellung der Menschen grundlegend verändert hat. Allah (t) sagt zu Noah:

"0 Noah, er gehört nicht zu deiner Familie; siehe, dies ist kein rechtschaffenes Benehmen. So frage Mich nicht nach dem, von dem du keine Kenntnis hast. Ich ermahne dich, damit du nicht einer der Toren wirst." (Sura 11, Vers 46).

Die Qur'an-Kommentatoren warnen vor der Behauptung, der Sohn Noahs entstamme einer unehelichen Beziehung. Diese Behauptung ist falsch, da Allah (t) auf keinen Fall zugelassen hätte, daß Häuser und Familien seiner Propheten und Gesandten auch nur im geringsten befleckt oder geschändet würden.
Aus dem Qur'an-Vers resultiert folgende Tatsache: Der Sohn Noahs war zwar sein leiblicher Sohn, gehörte aber seelisch und geistig nicht zur Familie Noahs , (a.s.) die durch den Glauben an Allah (t) mit dem Familienvater verbunden war, durch die "Sifatu-l-'Aqida", also die Bindung durch den Glauben, die einen höheren Stellenwert besitzt als jede andere Art von Verwandtschaft.
Die Brüderlichkeit (Uhuwa) im Islam wird als erstrangig angesehen. Und nur durch die Zugehörigkeit im Glauben sind Heil und Rettung möglich. Beziehungen blutsverwandtschaftlicher Art sind selbst beim Sohn eines großen Propheten wie Noah bedeutungslos, wenn jener den Verleugnern angehört und sich gegen die göttlichen Interessen und gegen solche der Gemeinschaft der Gläubigen (Umma) stellt. Es ist nicht von ungefähr, daß Muhammad, der Gesandte Allahs, (s) sagte:
"Keiner von euch gilt eher als gläubig, bis daß er mich mehr liebt als seinen Vater und sein Kind und alle Menschen zusammen."
Bezüglich der Geschichte des Gesandten Allahs wird von den Historikern die Tatsache erwähnt, daß sich die Gefährten des Propheten Muhammad, (s) von allen Angehörigen und Verwandten distanziert hatten, um jederzeit an der Seite des Propheten bereitzustehen; sie nahmen an den Kämpfen gegen die Feinde Allahs teil, zu denen eigene Väter und Kinder sowie leibliche Brüder und sonstige Verwandten gehörten.
Ein Beispiel von vielen hierfür liefert uns Abu Bakr, ®: Sein Sohn kämpfte in der Schlacht von Badr gegen die Muslime. Als dieser später Muslim geworden war, eröffnete er eines Tages seinem Vater, daß dessen Leben zweimal in seiner Hand gewesen sei, er seinen Vater aber aus Liebe zu ihm nicht getötet habe. Darauf erwiderte Abu Bakr, ®: "Mein Sohn, wenn ich eine solche Gelegenheit auch nur einmal gehabt hätte, wärest du heute nicht mehr am Leben!"
Nach dem Sieg von Badr fragte der Prophet Muhammad, (s) was mit den Kriegsgefangenen geschehen solle.
Daraufhin schlug 'Umar, ® vor, die Gefangenen mit dem Schwert zu töten; und zwar solle jeder Gefangene durch einen seiner muslimischen Verwandten den Tod finden. Der Prophet aber ließ sie frei.
Als 'Umar, ® Kalif war, ging er einmal nachts durch Al-Madma. Da hörte er Lärm in einem Haus. Eine Frau schalt ihre Tochter, daß sie zu wenig Wasser unter die Milch mische. Darauf entgegnete die Tochter, daß 'Umar solche Betrügereien verboten habe. Die Mutter meinte, daß 'Umar sie bei ihrem Tun ja nicht sähe. Da sagte die Tochter: "Wenn 'Umar mich auch nicht sieht, so sieht mich doch sein Schöpfer!" 'Umar, ® war so beeindruckt von der Gottesfurcht dieses Mädchens, daß er seinem Sohn empfahl, das Mädchen wegen seines festen Glaubens zu heiraten. Ibn Al-Atir berichtet von 'Abdullah, dem Sohn des "Hauptes der Heuchler", 'Abdullah Ibn Ubay Ibn Salul:
"Der Sohn 'Abdullah ging aufgrund eines Gerüchtes zum Propheten Muhammad, (s) und sagte:
"O Gesandter Allahs, ich habe gehört, daß du die Hinrichtung meines Vaters beabsichtigst. Wenn du es wirklich tun willst, dann gib mir den Befehl zu dieser Aufgabe, und ich werde sein Haupt zu dir tragen; ich fürchte aber, daß du einen anderen mit der Hinrichtung meines Vaters beauftragst und ich den Töter meines Vaters unter den Menschen laufen sehe und dann diesen umbringe; dann aber würde ich einen Glaubensbruder wegen eines Ungläubigen (damit meinte er seinen eigenen Vater) umbringen, und dafür würde ich von Allah mit der Hölle bestraft." Darauf antwortete der gütige Prophet, (s): >Im Gegenteil, wir werden zu deinem Vater barmherzig sein und ihn gut behandeln.<"
Dieser Vorfall und die Äußerung des 'Abdullah über seinen Vater wurden vom Propheten, (s) weder getadelt noch verworfen; denn die Äußerung gilt dogmatisch als richtig, weil die Bindung aufgrund des Glaubens stärker ist als die leibliche Bindung.
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familie und religion... - von waldnymphe - 10-12-2003, 11:02
Re: familie und religion... - von qilin - 10-12-2003, 11:47
[Kein Betreff] - von Zehra - 10-12-2003, 15:12
[Kein Betreff] - von Gast - 10-12-2003, 15:55
[Kein Betreff] - von waldnymphe - 10-12-2003, 16:05
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[Kein Betreff] - von Gast - 12-12-2003, 22:34
[Kein Betreff] - von qilin - 13-12-2003, 08:32
[Kein Betreff] - von Zehra - 13-12-2003, 17:32

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