26-11-2009, 09:52
(26-11-2009, 06:14)Dornbusch schrieb: Selbstverletzung ist ein weitverbreitetes Phänomen auch außerhalb von Religion und vielfach bei Jugendlichen.
Die Misshandlung des eigenen Körpers gerade durch Jugendliche mag Gründe haben, die ich aber nicht kenne.
Ritzen, Tätowieren, Piercen, Saufen, Fressen, Hungern, "Schönheits-OP", Extremsport...
sind Formen solcher Selbstverletzung.
Kennt einer von euch eine Studie, die Gründe dafür erforscht?
Gruß Dornbusch
um die wiedererlangung von körperbewußtsein. wer sich tätowieren und piercen läßt, macht seinen körper zu einem kunstobjekt, über das er qua körperschmuck kontrolle ausübt. wer hungert, für den ist diese beherrschung des körpers (der körperfunktion "hunger") ebenfalls ein mittel, kontrolle bzw. macht auszuüben. wer sich ritzt, erzeugt damit intensive gefühle, er vergewissert sich sozusagen qua schmerz und blut, daß da noch ein körper ist, den er sonst kaum mehr wahrnimmt
menschen brauchen das gefühl, macht, kontrolle, etwas "im griff" zu haben. kontrolle über den eigenen körper ist die letzte zuflucht des ansonsten vielleicht eher kontrollierten as kontrollierenden
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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