11-12-2009, 00:24
(10-12-2009, 17:06)Jakow schrieb: So weiss man über den Mithraskult eigentlich recht wenig und die hier gemachten Behauptungen sind mehr als gewagt, ja teilweise erfunden.
Die "Behauptungen", die von mir stammen, sind Werken von Renan und Cumont (und zwar wörtlich) entnommen.
Die beiden sind für Dich wenig glaubwürdig. Gut. Ich nehme das zur Kenntnis.
Vielleicht ist dieses Buch (das im theologischen Universitätslehrbetrieb Verwendung findet) für Dich als Quelle akzeptabel:
Hans-Josef Klauck, Die religiöse Umwelt des Urchristentums I, Kohlhammer Studienbücher Theologie, Stuttgart 1995
Auf Seite 126 ist nachzulesen:
Dass … die Christen den Mithraskult als besonders gefährlichen Feind ansahen, spürt man aus den Stellungnahmen der Kirchenväter heraus. Es zeigt sich erneut im 4. Jh, als es mit dem Mithrasdienst zu Ende ging. Teils wurden mithrische Heiligtümer von den Christen systematisch zerstört. Über den Ruinen von Mithräen hat man mit Vorliebe christliche Kirchen errichtet. San Clemente in Rom ist dafür ein beeindruckendes Beispiel. Nicht fehlen darf auch der Hinweis auf den 25. Dezember. Das ist der Tag der Sonnenwende, der Festtag des Sol invictus, des eng mit Mithras assoziierten unbesiegten und unbesiegbaren Sonnengottes, auf den die Christen das Weihnachtsfest verlegten.
MfG B.
MfG B.

