16-02-2004, 13:12
Hallo Gast,
welche Religionswissenschaftler meinst du? Kannst du Namen nennen? In welchen Medien wurde darüber berichtet? Würde mich sehr interessieren.
http://Zu der von Gast zitierten 'Elberfelder Bibel'
"Die 'Elberfelder' ist viele Jahre von 'Zeugen Jehovas' (früher: 'Ernste Bibelforscher') benutzt worden. Es muss betont werden, dass diese keine Beziehung zu den Übersetzern, Herausgebern oder Überarbeitern der Elberfelder Bibel hatte oder hat und von diesen sogar scharf abgelehnt wird. (Die erste Auflage der Elberfelder erschien fast 20 Jahre bevor die 'Zeugen Jehovas' überhaupt entstanden waren.) Da die Elberfelder jedoch zahlreiche Sonderlehren der 'Zeugen Jehovas' nicht im Text bietet, haben diese inzwischen ihre eigene Bibelübersetzung (die sogenannte 'Neue-Welt-Übersetzung') geschaffen, die seitdem fast ausschließlich von ihnen verwendet wird (Neues Testament erstmals 1963, gesamte Bibel erstmals 1971).
Mehr als hundert Jahre lang hat sich die Elberfelder Übersetzung durch ihre Worttreue und Genauigkeit viele Freunde erworben. Allmählich aber mehrten sich im Benutzerkreis die Stimmen, die eine Überarbeitung für notwendig hielten, weil komplizierte Satzkonstruktionen und zum Teil auch veraltete Ausdrücke dem Leser das Verständnis zunehmend erschwerten. Noch zahlreicher und schwerwiegender waren die Hinweise darauf, daß die Elberfelder Übersetzung endlich vom heute vorliegenden zuverlässigen griechischen bzw. hebräischen Grundtext ausgehen müsse und nicht von dem Grundtext, wie er um 1850 bekannt war.
Im Jahre 1960 begann daher eine Kommission mit der Überarbeitung.
Bei der Überarbeitung der alten Übersetzung stellten sich zwei besondere Probleme, die auch die ursprünglichen Übersetzer schon sehr beschäftigt haben, was aus dem Vorwort ihrer Übersetzung hervorgeht: die Übersetzung des Namens "Jehova" im Alten Testament und des Wortes "Ekklesia" im Neuen Testament.
Bei "Jehova" fiel die Entscheidung nicht ganz so schwer. Die Israeliten haben nie "Jehova" gesagt, sondern wahrscheinlich "Jahwe". Später wagte man nicht mehr, den heiligen Gottesnamen auszusprechen und sagte statt dessen "Adonaj" (= Herr). Damit man nun beim Vorlesen aus der Bibel daran erinnert wurde, "Adonaj" zu lesen und nicht versehentlich "Jahwe", setzten die Juden in ihren Bibelhandschriften zu den Konsonanten des Namens "Jahwe" (JHWH) die Vokale des Wortes "Adonaj" (êoa, wobei das Zeichen für ê auch für â stehen kann), so daß Nichteingeweihte daraus "Jehovah" lesen mußten. Daraus ergibt sich folgerichtig, daß "Jehova" kein Name ist und man ihn deshalb auch in unserer Sprache nicht so schreiben und aussprechen sollte.
[url]Bei der Revision wurde daher "Jehova" durch "HERR" ersetzt[/url], und zwar mit Großschreibung aller Buchstaben, damit der Leser erkennen kann, daß an dieser Stelle im Grundtext die Buchstaben JHWH stehen. Daß die Entscheidung für "HERR" und nicht für "Jahweh" getroffen wurde, hat vor allem zwei Gründe:
Daß der Gottesname JHWH "Jahwe" ausgesprochen wurde, ist zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher. Nach anderen Wissenschaftlern lautete die Aussprache "Jahwo". Eine nur indirekt erschlossene Namensform, mag auch sonst vieles für sie sprechen, reicht aber zur Wiedergabe des Namens Gottes nicht aus.
Schon in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der Septuaginta (LXX), gab man JHWH mit "Kyrios" (=Herr) wieder. Und auch im Neuen Testament steht dort, wo Schriftstellen aus dem Alten Testament zitiert werden, "Herr" anstelle von JHWH. Unser Herr Jesus Christus und seine Apostel haben weder "Jehova" noch "Jahwe" gesagt, sondern "Herr".
Von der Regel, den Gottesnamen mit "HERR" wiederzugeben, wurde nur in einigen Ausnahmefällen abgewichen, z.B. 2. Mo 3,15, wo dann jeweils eine erklärende Fußnote steht. Die Kurzform des Gottesnamens, "Jah", wurde dagegen immer stehengelassen, damit der Leser mit Sicherheit erkennen kann, wo JHWH und wo Jah im Grundtext steht."
'Jehova' ist eine Kunstform, die es erst seit dem 13. Jahrhundert n.Chr. gibt!
Dies alles ist auch den ZJ bekann!
Nachzulesen in ihrem Werk 'Einsichten in die Heilige Schrift'.
Julia
welche Religionswissenschaftler meinst du? Kannst du Namen nennen? In welchen Medien wurde darüber berichtet? Würde mich sehr interessieren.
http://Zu der von Gast zitierten 'Elberfelder Bibel'
"Die 'Elberfelder' ist viele Jahre von 'Zeugen Jehovas' (früher: 'Ernste Bibelforscher') benutzt worden. Es muss betont werden, dass diese keine Beziehung zu den Übersetzern, Herausgebern oder Überarbeitern der Elberfelder Bibel hatte oder hat und von diesen sogar scharf abgelehnt wird. (Die erste Auflage der Elberfelder erschien fast 20 Jahre bevor die 'Zeugen Jehovas' überhaupt entstanden waren.) Da die Elberfelder jedoch zahlreiche Sonderlehren der 'Zeugen Jehovas' nicht im Text bietet, haben diese inzwischen ihre eigene Bibelübersetzung (die sogenannte 'Neue-Welt-Übersetzung') geschaffen, die seitdem fast ausschließlich von ihnen verwendet wird (Neues Testament erstmals 1963, gesamte Bibel erstmals 1971).
Mehr als hundert Jahre lang hat sich die Elberfelder Übersetzung durch ihre Worttreue und Genauigkeit viele Freunde erworben. Allmählich aber mehrten sich im Benutzerkreis die Stimmen, die eine Überarbeitung für notwendig hielten, weil komplizierte Satzkonstruktionen und zum Teil auch veraltete Ausdrücke dem Leser das Verständnis zunehmend erschwerten. Noch zahlreicher und schwerwiegender waren die Hinweise darauf, daß die Elberfelder Übersetzung endlich vom heute vorliegenden zuverlässigen griechischen bzw. hebräischen Grundtext ausgehen müsse und nicht von dem Grundtext, wie er um 1850 bekannt war.
Im Jahre 1960 begann daher eine Kommission mit der Überarbeitung.
Bei der Überarbeitung der alten Übersetzung stellten sich zwei besondere Probleme, die auch die ursprünglichen Übersetzer schon sehr beschäftigt haben, was aus dem Vorwort ihrer Übersetzung hervorgeht: die Übersetzung des Namens "Jehova" im Alten Testament und des Wortes "Ekklesia" im Neuen Testament.
Bei "Jehova" fiel die Entscheidung nicht ganz so schwer. Die Israeliten haben nie "Jehova" gesagt, sondern wahrscheinlich "Jahwe". Später wagte man nicht mehr, den heiligen Gottesnamen auszusprechen und sagte statt dessen "Adonaj" (= Herr). Damit man nun beim Vorlesen aus der Bibel daran erinnert wurde, "Adonaj" zu lesen und nicht versehentlich "Jahwe", setzten die Juden in ihren Bibelhandschriften zu den Konsonanten des Namens "Jahwe" (JHWH) die Vokale des Wortes "Adonaj" (êoa, wobei das Zeichen für ê auch für â stehen kann), so daß Nichteingeweihte daraus "Jehovah" lesen mußten. Daraus ergibt sich folgerichtig, daß "Jehova" kein Name ist und man ihn deshalb auch in unserer Sprache nicht so schreiben und aussprechen sollte.
[url]Bei der Revision wurde daher "Jehova" durch "HERR" ersetzt[/url], und zwar mit Großschreibung aller Buchstaben, damit der Leser erkennen kann, daß an dieser Stelle im Grundtext die Buchstaben JHWH stehen. Daß die Entscheidung für "HERR" und nicht für "Jahweh" getroffen wurde, hat vor allem zwei Gründe:
Daß der Gottesname JHWH "Jahwe" ausgesprochen wurde, ist zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher. Nach anderen Wissenschaftlern lautete die Aussprache "Jahwo". Eine nur indirekt erschlossene Namensform, mag auch sonst vieles für sie sprechen, reicht aber zur Wiedergabe des Namens Gottes nicht aus.
Schon in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der Septuaginta (LXX), gab man JHWH mit "Kyrios" (=Herr) wieder. Und auch im Neuen Testament steht dort, wo Schriftstellen aus dem Alten Testament zitiert werden, "Herr" anstelle von JHWH. Unser Herr Jesus Christus und seine Apostel haben weder "Jehova" noch "Jahwe" gesagt, sondern "Herr".
Von der Regel, den Gottesnamen mit "HERR" wiederzugeben, wurde nur in einigen Ausnahmefällen abgewichen, z.B. 2. Mo 3,15, wo dann jeweils eine erklärende Fußnote steht. Die Kurzform des Gottesnamens, "Jah", wurde dagegen immer stehengelassen, damit der Leser mit Sicherheit erkennen kann, wo JHWH und wo Jah im Grundtext steht."
'Jehova' ist eine Kunstform, die es erst seit dem 13. Jahrhundert n.Chr. gibt!
Dies alles ist auch den ZJ bekann!
Nachzulesen in ihrem Werk 'Einsichten in die Heilige Schrift'.
Julia
