01-02-2010, 18:03
(01-02-2010, 16:30)Artist schrieb: Seh ich wie Ekkard.
Diese verdrehte demokratisierung, kann ich auch nichts abgewinnen, vorallem, auch folgend der zeilenweisen Rechtfertigung unsinnig und unötig.
und wie lautet jetzt deine fundierte sachmeinung zu "Luzifer, Teufel, Satan, Anti-Christ"?
(nicht, daß ich verstanden hätte, was du hier eigentlich sagen willst - aber off topic wars ja wohl in jedem fall)
aber mal im ernst: ist es denn nicht so, daß der teufel (was auch immer man konkret darunter versteht) sich einer gewissen schadenfrohen sympathie erfreut bei denjenigen, die den sich als diktatorischen alleinherrscher gerierenden "gott", der für seine selbstherrliche autokratie auch noch angebetet, ja geliebt werden will, einfach nicht mehr abkönnenß
warum sonst hat denn der weitgehend unbiblöische teufelsglaube derartigen anfklang bei den massen gefunden?
weil der bösewicht nun mal interessanter ist als der ewig brave langweiler, weil der störenfried, der den großen in die suppe spuckt, heimliche identifikationsfigur der selber klein gehaltenen ist. deshalb mußte der teufel, so es ihn denn noch nicht (in dieser farbenfrohen ausgestaltung) gab, eigens erfunden werden
mit einem rekurs auf die bibel und dem darauf aufbauenden versuch, eine systematik ins teuflische mythensystem zu bringen, so wie es sich der threaderöffner anscheinend gewünscht hat, wird man dem phänomen "teufel" wohl nicht wirklich gerecht
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

