03-02-2010, 16:20
Papst Benedikt XVI. hat in Großbritannien mit offensichtlicher Kritik an einem Gleichstellungsgesetz Empörung ausgelöst. In einer Ansprache an katholische Bischöfe aus England und Wales hatte der Papst am Montag nahegelegt, dass Teile der britischen Gesetzgebung zur Gleichstellung "gegen das Naturgesetz" verstoßen. Derzeit geht ein Gesetz durch das Parlament, das der Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen am Arbeitsplatz entgegenwirken soll. Katholische Kirchenvertreter befürchteten, dass sie dadurch auch Homosexuellen oder Transsexuellen Zugang zu hohen Ämtern gewähren müssen.
Der Papst sagte am Montag nach Angaben von Radio Vatikan, die Gesetzgebung könnte zu "ungerechten Einschränkungen" für Religionsgemeinschaften führen, nach ihrem Glauben zu handeln. "Euer Land ist bekannt für sein festes Bekenntnis zur Chancengleichheit für alle Mitglieder der Gesellschaft", sagte Benedikt XVI. demnach zu den Bischöfen. Doch Teile der Gesetzgebung, um dies zu erreichen, verletzten "in mancher Hinsicht das Naturgesetz, auf dem die Gleichstellung aller Menschen basiert und nach dem sie garantiert ist".
http diestandard.at/1263706583819/Papst-Ansprache-Gleichstellung-sei-gegen-das-Naturgesetz
wenn ich den alten mann richtig verstehe, dann wird also "das Naturgesetz, ... nach dem die Gleichstellung aller Menschen garantiert ist", dadurch verletzt, daß man allen menschen tatsächlich gleiche rechte und chancen einräumt
nun, als nicht gläubiger, dem die universalausrede mit gottes unerforschlichkeit nicht zur verfügung steht, kann man da zwar nur mit dem kopf schütteln, ist aber zum glück auch nicht gezwungen, das irgendwie verstehen zu sollen
mich als naturwissenschaftler aber interessiert folgendes: was versteht die rkk unter (dem) "naturgesetz"?
Der Papst sagte am Montag nach Angaben von Radio Vatikan, die Gesetzgebung könnte zu "ungerechten Einschränkungen" für Religionsgemeinschaften führen, nach ihrem Glauben zu handeln. "Euer Land ist bekannt für sein festes Bekenntnis zur Chancengleichheit für alle Mitglieder der Gesellschaft", sagte Benedikt XVI. demnach zu den Bischöfen. Doch Teile der Gesetzgebung, um dies zu erreichen, verletzten "in mancher Hinsicht das Naturgesetz, auf dem die Gleichstellung aller Menschen basiert und nach dem sie garantiert ist".
http diestandard.at/1263706583819/Papst-Ansprache-Gleichstellung-sei-gegen-das-Naturgesetz
wenn ich den alten mann richtig verstehe, dann wird also "das Naturgesetz, ... nach dem die Gleichstellung aller Menschen garantiert ist", dadurch verletzt, daß man allen menschen tatsächlich gleiche rechte und chancen einräumt
nun, als nicht gläubiger, dem die universalausrede mit gottes unerforschlichkeit nicht zur verfügung steht, kann man da zwar nur mit dem kopf schütteln, ist aber zum glück auch nicht gezwungen, das irgendwie verstehen zu sollen
mich als naturwissenschaftler aber interessiert folgendes: was versteht die rkk unter (dem) "naturgesetz"?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

