15-03-2010, 12:20
(14-03-2010, 18:58)Bion schrieb: Wenn in Klöstern erwachsene Männer "zum wechselseitigen Vergnügen" Sexualgemeinschaften eingehen, regt mich das - von der Regelmäßigkeit abgesehen, mit der hohe kirchliche Würdenträger, die wohl davon wissen, die Homosexualität als Sünde verdammen - nicht auf.
Wenn in Priesterseminaren (wie damals in St. Pölten) erwachsene Männer im Einverständnis (fast) aller Beteiligten homoerotische Feste feiern, ist das zwar auch deren Sache, gibt aber Einsicht, wie junge Männer (überwiegend?) sexuell orientiert sind, die sich vom "Heiligen Geist" mit einem zölibatären Leben "beschenken" lassen wollen. Wenn in einem solchen Milieu reges Interesse an Kinderpornographie besteht, ist das in hohem Maße bedenklich
absolut
(14-03-2010, 18:58)Bion schrieb: Übrigens: Dem Vorwurf, dass aus dem Priesterseminar heraus regelmäßig Kinderpornoseiten aufgerufen wurden, entgegnete der damalige Leiter des Seminars, Regens Küchl, mit dem Verdacht, dass da wohl bösartige Hacker, die der Kirche schaden wollten, am Werk gewesen waren.
das entspricht dem eindruck, den man leider generell von der behandlung des problems durch die rkk haben muß. wohlfeile äußerungen des bedauerns (herrlich die schlagzeile der taz vom samstag: "Missbrauch: Jetzt auch Papst betroffen"), bitte um vergebung, treuherzige verscherungen, daß sowas nicht wieder vorkommen soll. aber keine bereitschaft, sich der frage zu widmen, inwiefern all dies "bedauernswerte" nicht schon im system angelegt ist oder durch dieses begünstigt wird
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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