28-03-2010, 20:28
(28-03-2010, 19:55)elwaps schrieb:(28-03-2010, 19:45)petronius schrieb:Zitat:Und ich denke dass ein Kind sich in eine Situation wie die des Zappelphilipps wenn das ganz Essen auf dem Boden liegt schon eher einordnen kann als eine Geschichte über die Erschaffung der Erde. und wenn sie noch so Kindgerecht ist
und wieso?
Weil Kinder zunächst noch lernen müssen, über ihre Alltagswelt hinauszudenken und zu abstrahieren. Ein Kind von wenigen Monaten erkennt sich noch nicht einmal selbst im Spiegel, muss sich seiner erst bewusst werden. Ein Kind von wenigen Jahren kann sich noch nicht in andere hineinversetzen, auch das muss es noch erlernen. Je nachdem was wir hier gerade unter "Kind" verstehen ist es ganz normal, dass es Situationen, die es im Alltag erlebt viel eher bewerten, verarbeiten, verstehen kann als Dinge, mit denen es noch nie konfrontiert wurde und
die es sich ohne Erfahrung auf dem Gebiet (wer war schon bei der Erschaffung bzw. Entstehung der Erde dabei?) vorstellen muss.
dann darfst du kindern auch keine märchen erzählen
nein, ehrlich: worin genau soll nun das problem beim ferkelbuch bestehen?
oder hast du jetzt gerade ein plädoyer dafür geliefert, kinder nicht mit religiösen fragen zu behelligen - schließlich haben sie ja nichts mit ihrer alltagswelt zu tun?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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