13-04-2004, 19:37
Widerspruch?
Zunächst zwei Verse:
Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, damit, die nicht sehen, sehend werden, und die sehen, blind werden.
Johannes 9,39
Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt rette.
Johannes 12,47
Sie sagen zwei Dinge über Jesus:
(1) Jesus ist auf diese Welt gekommen, um uns Menschen Rettung zu ermöglichen (Johannes 12,47).
(2) Jesus wird einmal wiederkommen, um die Welt zu richten (Römer 2,15-16; 2.Timotheus 4,1).
Was bedeutet: Jesus ist Richter?
Das angesprochene Gericht hat begonnen als Jesus leiblichen auf der Erde lebte und es hält bis heute an. Allerdings geschieht es nicht in der Weise, dass Jesus über die Menschen ein Urteil ausspricht, sondern dadurch, dass Menschen, die nicht an Jesus glauben, ein Urteil über sich selbst aussprechen:
Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Johannes 3,18
Dass Jesus noch nicht selbst richtet, wird unter anderem daran deutlich, dass er es während seines Erdenlebens hinnahm, wenn viele nicht an ihn und an das glaubten, was er war und tat (Matthäus 12,30). Dass das Gericht durch Jesus erst noch bevorsteht können wir auch aus folgendem Vers entnehmen:
Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.
2.Korinther 5,10
Wenn Jesus nun ein zweites Mal kommen wird, nämlich um Lebende und Tote zu richten (2.Timotheus 4,1), dann wird ihn jeder als Herrn bekennen müssen:
Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Philipper 2,10
Woran richtet sich der Mensch außerdem?
Auch am Heiligen Geist richten sich die Menschen: Nur Christen bekommen diesen Geist (Römer 8,9), wodurch sich bereits eine Trennung unter den Menschen vollzieht. Die einen sind in Beziehung mit Gott und unter seiner liebevollen Herrschaft, die anderem sind im Reich der Finsternis, versklavt unter Schuld etc. Doch wieder richtet nicht Jesus, sondern der Unglaube richtet den Menschen selbst.
Unter anderem richtende Funktionen hat auch Gottes Wort, die Bibel:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
Hebräer 4,12
Fazit
Johannes 9,39 besagt, dass Jesus durch sein Wirken auf dieser Erde Anlass gibt zu einem Gericht folgender Art: Menschen, im Unglauben verharren, sprechen selbst ihr Urteil über sich.
Bis Jesus wieder kommt, haben die Menschen Gelegenheit, ihn anzunehmen und gerettet zu werden
Es geht also nicht darum, dass Jesus als Richter auftritt, sondern um die Reaktion der Menschen auf Jesus und seine Einladung zu Gott.
Noch ist Jesus also nicht als der Richter aufgetreten. Er will uns Menschen gar nicht verurteilen, sondern heilen und retten. Solange er noch Geduld hat und nicht wiedergekommen ist, haben Menschen die Gelegenheit, Jesus anzunehmen und erlöst zu werden.
Zunächst zwei Verse:
Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, damit, die nicht sehen, sehend werden, und die sehen, blind werden.
Johannes 9,39
Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt rette.
Johannes 12,47
Sie sagen zwei Dinge über Jesus:
(1) Jesus ist auf diese Welt gekommen, um uns Menschen Rettung zu ermöglichen (Johannes 12,47).
(2) Jesus wird einmal wiederkommen, um die Welt zu richten (Römer 2,15-16; 2.Timotheus 4,1).
Was bedeutet: Jesus ist Richter?
Das angesprochene Gericht hat begonnen als Jesus leiblichen auf der Erde lebte und es hält bis heute an. Allerdings geschieht es nicht in der Weise, dass Jesus über die Menschen ein Urteil ausspricht, sondern dadurch, dass Menschen, die nicht an Jesus glauben, ein Urteil über sich selbst aussprechen:
Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Johannes 3,18
Dass Jesus noch nicht selbst richtet, wird unter anderem daran deutlich, dass er es während seines Erdenlebens hinnahm, wenn viele nicht an ihn und an das glaubten, was er war und tat (Matthäus 12,30). Dass das Gericht durch Jesus erst noch bevorsteht können wir auch aus folgendem Vers entnehmen:
Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.
2.Korinther 5,10
Wenn Jesus nun ein zweites Mal kommen wird, nämlich um Lebende und Tote zu richten (2.Timotheus 4,1), dann wird ihn jeder als Herrn bekennen müssen:
Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Philipper 2,10
Woran richtet sich der Mensch außerdem?
Auch am Heiligen Geist richten sich die Menschen: Nur Christen bekommen diesen Geist (Römer 8,9), wodurch sich bereits eine Trennung unter den Menschen vollzieht. Die einen sind in Beziehung mit Gott und unter seiner liebevollen Herrschaft, die anderem sind im Reich der Finsternis, versklavt unter Schuld etc. Doch wieder richtet nicht Jesus, sondern der Unglaube richtet den Menschen selbst.
Unter anderem richtende Funktionen hat auch Gottes Wort, die Bibel:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
Hebräer 4,12
Fazit
Johannes 9,39 besagt, dass Jesus durch sein Wirken auf dieser Erde Anlass gibt zu einem Gericht folgender Art: Menschen, im Unglauben verharren, sprechen selbst ihr Urteil über sich.
Bis Jesus wieder kommt, haben die Menschen Gelegenheit, ihn anzunehmen und gerettet zu werden
Es geht also nicht darum, dass Jesus als Richter auftritt, sondern um die Reaktion der Menschen auf Jesus und seine Einladung zu Gott.
Noch ist Jesus also nicht als der Richter aufgetreten. Er will uns Menschen gar nicht verurteilen, sondern heilen und retten. Solange er noch Geduld hat und nicht wiedergekommen ist, haben Menschen die Gelegenheit, Jesus anzunehmen und erlöst zu werden.
