11-05-2010, 20:58
Ich denke, dass es im Interesse aller (vor allem indy um nicht wieder ne Auszeit zu
bekommen) wäre, die Klimaerwärmung als Thema (in einen neuen Thread?) zu verschieben
und wieder zum eigentlichen zurückzukommen: Der Mensch - Krone der Schöpfung?
Um zu meinen Zahlen weiter oben nochmal kurz etwas zu sagen:
22% der Emission klimawirksamer Gase weltweit entstehen durch die Landwirtschaft
davon 80% durch Erzeugung tierischer Lebensmittel inkl. Futter, Transport wobei
CO2 bei der Nutzung fossiler Brennstoffe für Maschinen und Ställe, Methan (21x
klimawirksamer als CO2) durch Fermentation in Wiederkäuern und Distickstoffoxid
(310x klimawirksamer als CO2) in Form von Exkrementen in die Umwelt gerät
(Steinfeld et. al. 2006, McMichael et. al. 2008, Koerber 2004)
30% der Weltgetreideernte werden zur Viehfütterung verwendet und fehlen
dadurch an anderer Stelle (Millstone und Lang 2003, Koerber et. al. 2004)
70% der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche entfällt auf die
Viehwirtschaft, steigende Tendenz (Steinfeld et. al. 2006)
Um 1kg Rindfleisch zu erzeugen werden etwa 3000 Liter Wasser benötigt (FAO
1997a), je höher die Verarbeitungstiefe des Lebensmittels desto höher der
Verbrauch, 1 Hamburgerbrätling (~200g) hat inklusive Verarbeitung etwa 3500
bis 7000 Liter Wasser verbraucht.
Die Effizienz bei der Übertragung von Energie aus dem Sonnenlicht über die
Pflanzen bis in die Tiere, die Pflanzen fressen und auf unserem Teller landen,
ist relativ schlecht. So könnte man (rein energetisch gesehen) einen Menschen
mit 180kg Getreide ein Jahr lang ernähren. Um diesen Menschen ein Jahr lang
mit Fleisch zu ernähren, wären 930kg Getreide zur Viehfütterung nötig.
(Millstone und Lang 2003)
Ich bin selbst "Fleischfresser" aber auch angehender Ernährungswissenschaftler
und an der Umweltthematik interessiert.
Und kann eine "Argumentation" wie die von indymaya nicht ohne weiteres stehen lassen.
"Pfeift doch auf die Umweltbilanz von tierischen Lebensmitteln, Atombomben
sind viel schlimmer."
Wie würde es Dir gefallen wenn Dir jemand in beide Knie schießt und mit einem
Lächeln und den Worten "Na komm, Umbringen wär doch viel schlimmer, oder?"
davonzieht...?
bekommen) wäre, die Klimaerwärmung als Thema (in einen neuen Thread?) zu verschieben
und wieder zum eigentlichen zurückzukommen: Der Mensch - Krone der Schöpfung?
Um zu meinen Zahlen weiter oben nochmal kurz etwas zu sagen:
22% der Emission klimawirksamer Gase weltweit entstehen durch die Landwirtschaft
davon 80% durch Erzeugung tierischer Lebensmittel inkl. Futter, Transport wobei
CO2 bei der Nutzung fossiler Brennstoffe für Maschinen und Ställe, Methan (21x
klimawirksamer als CO2) durch Fermentation in Wiederkäuern und Distickstoffoxid
(310x klimawirksamer als CO2) in Form von Exkrementen in die Umwelt gerät
(Steinfeld et. al. 2006, McMichael et. al. 2008, Koerber 2004)
30% der Weltgetreideernte werden zur Viehfütterung verwendet und fehlen
dadurch an anderer Stelle (Millstone und Lang 2003, Koerber et. al. 2004)
70% der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche entfällt auf die
Viehwirtschaft, steigende Tendenz (Steinfeld et. al. 2006)
Um 1kg Rindfleisch zu erzeugen werden etwa 3000 Liter Wasser benötigt (FAO
1997a), je höher die Verarbeitungstiefe des Lebensmittels desto höher der
Verbrauch, 1 Hamburgerbrätling (~200g) hat inklusive Verarbeitung etwa 3500
bis 7000 Liter Wasser verbraucht.
Die Effizienz bei der Übertragung von Energie aus dem Sonnenlicht über die
Pflanzen bis in die Tiere, die Pflanzen fressen und auf unserem Teller landen,
ist relativ schlecht. So könnte man (rein energetisch gesehen) einen Menschen
mit 180kg Getreide ein Jahr lang ernähren. Um diesen Menschen ein Jahr lang
mit Fleisch zu ernähren, wären 930kg Getreide zur Viehfütterung nötig.
(Millstone und Lang 2003)
Ich bin selbst "Fleischfresser" aber auch angehender Ernährungswissenschaftler
und an der Umweltthematik interessiert.
Und kann eine "Argumentation" wie die von indymaya nicht ohne weiteres stehen lassen.
"Pfeift doch auf die Umweltbilanz von tierischen Lebensmitteln, Atombomben
sind viel schlimmer."
Wie würde es Dir gefallen wenn Dir jemand in beide Knie schießt und mit einem
Lächeln und den Worten "Na komm, Umbringen wär doch viel schlimmer, oder?"
davonzieht...?
Der Wissenschaftler denkt über seine Umwelt nach, entwirft eine Theorie die sie erklären soll, überprüft seine Theorie anhand von Experimenten an der Realität, verwirft sie wenn sie sich als falsch erweist und sucht nach einer besseren Erklärung.

