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Beten hilft nicht
#4
(08-06-2010, 18:23)Polski schrieb: Was man deutlich spüren kann, ist der Unterschied zwischen Polen und Deutschland. In Polen gehen die Menschen in die Kirche, auch junge Leute. An einem Sonntag gibt es teilweise bis zu 6 Gottesdienste und es kann schon mal vorkommen, das in einem Gottesdienst bis zu 15 Kinder getauft werden. In Deutschland unvorstellbar. Wenn ich dann wieder in Deutschland bin, dann bietet sich hier das krasse Gegenteil: es gibt eine oder 2 Messen und da kommen dann überwiegend alte Menschen, junge Leute sieht man kaum. In der deutschen Kirche, wo wir polnische Messe haben, ist es ziemlich krass: sie fasst ca 1500 Personen aber in der deutschen Messe sind vielleicht max 200 Leute. Wenn wir dann anschliessend Messe haben, ist die Kirche fast voll.
Woran liegt´s? Vielleicht daran, daß während der kommunistischen Diktatur die Religion ganz bewußt als Gegengewicht verstanden wurde? Bzw. daß der Kommunismus, der sich zwar als "atheistisch" verstanden hat, in Wahrheit jedoch eine reine Ersatz-Religion der Partei bzw. des jeweiligen Oberbonzen als Gottheit darstellte, sich nie um eine wirkliche "Aufklärung" in den christlich-orthodoxen Ländern bemüht hat, wie sie in den fortschrittlicheren westlichen Ländern schon seit der französischen Revolution ablief? Diese von Dir zitierten Unterschiede sind imho Überbleibsel dieser Zeiten... die werden sich in den nächsten Jahrzehnten abschleifen und einebnen. Und zwar in Richtung der deutschen Version, nicht der polnischen...

Zitat:Da es in Zukunft in Deutschland mehr Muslime geben wird als Christen - oder auch Atheisten
Was bringt Dich auf die Idee? Wo sollen die "mehr Muslime" herkommen? Einwanderung? Da wird man bald zwangsläufig den Deckel drauftun, angesichts der Probleme, die man eben mit den integrationsunwilligen und gewaltbereiten Vertretern dieser Religion, nicht nur in Deutschland (Niederlande!) hat. Religionswechsel? Das sind nur eine Handvoll pro Jahr, die aus anderen Religionen (hauptsächlich christlichen) überwechseln, wahrscheinlich weniger, als an alten (zugewanderten) Muslimen pro Jahr wegsterben. Christen werden ständig weniger, das stimmt, weil die Alten wegsterben und die Jungen zunehmend austreten, dafür wachsen eben die Reihen der Atheisten bzw. derer, die zwar "irgendwie" gläubig sind, sich aber nicht für eine konkrete Mitgliedschaft bei irgendeinem "Verein" entscheiden können. Die Diversität an kleinen Religionen und Sekten wird gleichfalls noch wachsen, aber auch von denen sind die wenigsten als "muslimisch" zu bezeichnen. Und wie völlig korrekt häufig angemerkt wurde, ist auch Muslim nicht gleich Muslim. Sikh etwa, Bahai oder Aleviten werden soviel ich weiß weder von Sunniten noch Schiiten als "rechtgläubig" anerkannt, obwohl sie im deutschen Sprachgebrauch meistens mit in den großen Muslim-Eintopf geworfen werden. Die sind es aber in der Regel auch nicht, die Probleme verursachen.
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Beten hilft nicht - von petronius - 08-06-2010, 11:57
RE: Beten hilft nicht - von Polski - 08-06-2010, 18:23
RE: Beten hilft nicht - von petronius - 08-06-2010, 19:31
RE: Beten hilft nicht - von Rao - 09-06-2010, 10:02
RE: Beten hilft nicht - von alwin - 09-06-2010, 20:55

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