12-08-2010, 19:12
Danke für den Willkommensgruß, Einsiedler.
Ich meinte es anders. Was ich meinte, läuft niemals aus, solange Menschen bestehen. Ich meinte nicht die Erinnerung an mich und meine Person. ich meinte das faktum, dass meine Gedanken und Gefühle Folgen hatten und diese in Kettenreaktion weitere Gedanken und Gefühle produzieren werden. Man ist sozusagen nicht rückgängig zu machen.
Das ist zwar richtig, ist aber auch jetzt schon so. Du weißt auch jetzt nicht, auf wen Du in welcher Weise gewirkt hast, welche Art von Heil oder Unheil Du in anderen geschaffen hast. Man weiß nur, dass es so ist.
Es kann nicht schwinden.
Er wirkt millionenfach nach. Es gibt doch nicht eine einzige Handlung ohne Folge.
Nimm ein hartes Beispiel: er hat jemanden totgefahren. Oder im Krieg getötet. Was für Folgen bei denen, die den Toten liebten. Ihr ganzes Leben hat sich geändert. Und das hat wieder Folgen. Die Ehefrau des Getöteten heiratete vielleicht ein zweites Mal, hat neue Kinder. Wär doch nicht gewesen, wenn der erste Mann nicht getötet worden wäre. Die Kinder würde es dann nicht geben. Weiter hat die Ehefrau vielleicht Depressionen bekommen wegen des getöteten ersten Mannes. Das wirkt sich auf ihre neuen Kinder aus. Und so weiter und so weiter. Im Nachhinein wäre Dein Urgroßvater aus dem Gewebe des Lebens nicht mehr herauszuoperieren. Alles nach ihm würde zusammenkrachen. wollte man ihn herausoperieren.
Und nimm ein weiches Beispiel. Jedes post wirkt auf jeden, der es liest, in irgendeiner Weise. Man macht sich Gedanken, erzählt diese Gedanken anderen - ohne sich noch an den Ursprung zu erinnern vielleicht. Und bei irgendwen können gerade diese Gedanken - wieder verändert durch andere - irgendwas Ungeheures auslösen.
Ich wollte nur beschreiben, was mir reicht. Warum ich mich komplett verschweißt mit der Menschheit sehe und empfinde.
Für mich ist es nicht wichtig, ob ich nach meinem Tod davon weiß oder nicht. Ich bin, ehrlich gesagt, zu neugierig auf Fakten. Der Tod ist ja kein Wunschkonzert. Falls eine Form des Bewusstseins erhalten bleibt, dann ist es eben so. Wenn nicht, dann ist es eben anders. Aber es geht ja darum, dass ich jetzt klar komme mit der Tatsache, dass ich irgendwann nicht mehr bin. Und dazu helfen mir oben genannte Überlegungen.
(12-08-2010, 11:41)Der-Einsiedler schrieb:(12-08-2010, 10:32)Karla schrieb: Solange es also noch Menschen auf der Erde gibt, sterbe ich auch nicht. Genauso wie ich selber über große Teile ein Produkt der Gedanken und Ansichten anderer bin, genauso sind meine Gedanken und Ansichten Produkte, die nun in anderen enthalten sind.
Ich denke aber, irgendwann "läuft das aus". Irgendwann wird sich niemand mehr an uns und unsere Gedanken erinnern, und dann sind wir "tot".
Ich meinte es anders. Was ich meinte, läuft niemals aus, solange Menschen bestehen. Ich meinte nicht die Erinnerung an mich und meine Person. ich meinte das faktum, dass meine Gedanken und Gefühle Folgen hatten und diese in Kettenreaktion weitere Gedanken und Gefühle produzieren werden. Man ist sozusagen nicht rückgängig zu machen.
(12-08-2010, 11:41)Der-Einsiedler schrieb: Nein, umsonst war mein Leben auch nicht, aber letztendlich haben die anderen etwas von dieser Tatsache, man selbst nicht.
Das ist zwar richtig, ist aber auch jetzt schon so. Du weißt auch jetzt nicht, auf wen Du in welcher Weise gewirkt hast, welche Art von Heil oder Unheil Du in anderen geschaffen hast. Man weiß nur, dass es so ist.
(12-08-2010, 11:41)Der-Einsiedler schrieb:(12-08-2010, 10:32)Karla schrieb: Und das geht nicht weg, wenn ich selber nicht mehr 'produziere'. Das bis dato Produzierte muss reichen. Ich hatte meine Zeit.
Richtig. Aber dennoch verschwindet es irgendwann.
Es kann nicht schwinden.
(12-08-2010, 11:41)Der-Einsiedler schrieb: Die Zeit deckt alles zu. Von meinem Ururgrossvater weiss ich z.B. nichts. Und soviel ich weiss, wissen meine noch lebenden Verwandten auch nichts mehr von ihm. Wo wirkt er nach?
Er wirkt millionenfach nach. Es gibt doch nicht eine einzige Handlung ohne Folge.
Nimm ein hartes Beispiel: er hat jemanden totgefahren. Oder im Krieg getötet. Was für Folgen bei denen, die den Toten liebten. Ihr ganzes Leben hat sich geändert. Und das hat wieder Folgen. Die Ehefrau des Getöteten heiratete vielleicht ein zweites Mal, hat neue Kinder. Wär doch nicht gewesen, wenn der erste Mann nicht getötet worden wäre. Die Kinder würde es dann nicht geben. Weiter hat die Ehefrau vielleicht Depressionen bekommen wegen des getöteten ersten Mannes. Das wirkt sich auf ihre neuen Kinder aus. Und so weiter und so weiter. Im Nachhinein wäre Dein Urgroßvater aus dem Gewebe des Lebens nicht mehr herauszuoperieren. Alles nach ihm würde zusammenkrachen. wollte man ihn herausoperieren.
Und nimm ein weiches Beispiel. Jedes post wirkt auf jeden, der es liest, in irgendeiner Weise. Man macht sich Gedanken, erzählt diese Gedanken anderen - ohne sich noch an den Ursprung zu erinnern vielleicht. Und bei irgendwen können gerade diese Gedanken - wieder verändert durch andere - irgendwas Ungeheures auslösen.
(12-08-2010, 11:41)Der-Einsiedler schrieb: Hat IHM das gereicht (sofern er darüber nachgedacht hat; ich weiss es nicht)...
Ich wollte nur beschreiben, was mir reicht. Warum ich mich komplett verschweißt mit der Menschheit sehe und empfinde.
Für mich ist es nicht wichtig, ob ich nach meinem Tod davon weiß oder nicht. Ich bin, ehrlich gesagt, zu neugierig auf Fakten. Der Tod ist ja kein Wunschkonzert. Falls eine Form des Bewusstseins erhalten bleibt, dann ist es eben so. Wenn nicht, dann ist es eben anders. Aber es geht ja darum, dass ich jetzt klar komme mit der Tatsache, dass ich irgendwann nicht mehr bin. Und dazu helfen mir oben genannte Überlegungen.
