27-08-2010, 13:42
(27-08-2010, 12:38)Karla schrieb:(27-08-2010, 08:48)Romero schrieb: Eh, ist doch klar. Man musste sich schon immer was noch besseres einfallen lassen, als die Vorgänger, die es auszustechen gilt.
Das neue Testament wartet mit einem Sohn Gottes, statt nur mit einem Propheten auf.
Das verstehe ich jetzt nicht. 'Sohn Gottes' ist ein alttestamentlicher Begriff. Entspricht der jüdischen Vorstellung, dass jeder Mensch ein Sohn Gottes ist (ob Frauen eingeschlossen sind, weiß ich nicht, ich vermute aber mal ja),
Hallo Karla
Ja, richtig, das ist der "Sohn Gottes" aus jüdischer/alttestamentarischer Sicht. Es gibt aber sehr wohl einen "Sohn Gottes" aus christlicher/neutestamentarischer Sicht. Ich behaupte nicht, dass Jesus selbst sich als "Sohn Gottes" bezeichnet hätte - das hat er meines Wissens nämlich nicht, er sprach immer vom "Menschensohn". Nichtsdestotrotz findest du mindestens mal in allen Evangelien den "Sohn Gottes". Christen ist die Bezeichnung sicher nicht fremd, es wundert mich, dass du dich davon derart distanzierst.
(27-08-2010, 12:38)Karla schrieb: Wo also wartet das Neue Testament mit etwas auf, das nicht mit den 'Vorgängern' kompetibel ist'?
Wo war denn überhaupt die Rede von fehlender Kompatibilität?
(27-08-2010, 12:38)Karla schrieb: Neu in der Konzeption in den überlieferten Jesus-Worten ist, dass dieser Gott eben nicht mehr außerhalb des Menschen ist, sondern im Menschen selber geboren ist oder werden muss. Innerhalb der Religionsgeschichte also ein wesentlicher Schritt hin zu dem Bewusstsein, dass die Basis der Mensch ist.
Genau, wie ich sagte: Eine neue Ideologie muss gegenüber der bestehenden/alten ein Upgrade, eine Verbesserung, eine Neuerung darstellen, oder zumindest einen Aspekt innehaben, der sie gegenüber der Vorgängerin attraktiver macht.
(27-08-2010, 12:38)Karla schrieb: Was dann die Kirche aus all dem gemacht hat, steht wohl auf einem anderen Blatt.
Selbstverständlich.

