12-09-2010, 10:34
Integration ist ein Prozess innerhalb eines Bestehenden und dem Neues hinzufügt wird; manches wird umgewandelt (moduliert) und das Gesamte aktualisiert.
Einfacher: ich erlerne eine neue Sprache, da ich in ein (vorerst) fremdes Land ziehe. Dabei lerne ich die dazugehörenden Kulturtechniken zu verstehen, wie z. B. die Botschaften verschiedener Gesten (höflicher Umgang) oder landesübliche Traditionen, Gewohnheiten, Feste, Küche ... Dabei ist es nicht zwingend notwendig, alles Neue zu übernehmen - wie die Traditionen oder Küche -, sondern ein Grundverständis dafür zu entwickeln. Fremdes wird zu Bekanntem.
Integration bettet ein. Eine Gleichschaltung, wie in der Technik, wäre für Menschen fatal.
Integration steht wiederum für einen wechselseitigen Prozess. Nehmen wir das Beispiel der Migration oder Einwanderung aus ökonomischen, beruflichen Gründen.
Einwanderer und Einwanderungsland stehen in Wechselbeziehung, wie Geben und Nehmen oder besser: in einer komplementären Beziehung.
Und ich finde, Integration sollte den Menschen Heimat ermöglichen. Wenn ich mir die Diskussionen der letzten Zeit vor Augen halte, fehlt gerade ein Begriff besonders: die Heimat.
Werden Menschen in einem Land geboren, so ist sie fortan ihre Heimat. Was passiert jedoch, wenn diese Heimat feindlich gestimmt ist und ihnen Heimat verweigert? Erst jetzt kann ich nachvollziehen, wie Gettos entstehen können. Sie sind nichts anderes als Heimat - für Menschen gleicher oder ähnlicher Herkunft -, welche als Ersatz für eine verweigerte Heimat, Geborgenheit, Identität und Schutz, bietet.
Ein Getto ist eine sichtbargewordene Ersatzheimat. Ob es sich dabei um ein Luxusgetto, ein Sprachengetto oder Herkunftgetto handelt, immer wird Nähe gesucht zum anscheinend Gleichem - was Menschen darin zu sehen glauben - und wird zugleich zu einer Abgrenzung, wirkt isolierend.
Einfacher: ich erlerne eine neue Sprache, da ich in ein (vorerst) fremdes Land ziehe. Dabei lerne ich die dazugehörenden Kulturtechniken zu verstehen, wie z. B. die Botschaften verschiedener Gesten (höflicher Umgang) oder landesübliche Traditionen, Gewohnheiten, Feste, Küche ... Dabei ist es nicht zwingend notwendig, alles Neue zu übernehmen - wie die Traditionen oder Küche -, sondern ein Grundverständis dafür zu entwickeln. Fremdes wird zu Bekanntem.
Integration bettet ein. Eine Gleichschaltung, wie in der Technik, wäre für Menschen fatal.
Integration steht wiederum für einen wechselseitigen Prozess. Nehmen wir das Beispiel der Migration oder Einwanderung aus ökonomischen, beruflichen Gründen.
Einwanderer und Einwanderungsland stehen in Wechselbeziehung, wie Geben und Nehmen oder besser: in einer komplementären Beziehung.
Und ich finde, Integration sollte den Menschen Heimat ermöglichen. Wenn ich mir die Diskussionen der letzten Zeit vor Augen halte, fehlt gerade ein Begriff besonders: die Heimat.
Werden Menschen in einem Land geboren, so ist sie fortan ihre Heimat. Was passiert jedoch, wenn diese Heimat feindlich gestimmt ist und ihnen Heimat verweigert? Erst jetzt kann ich nachvollziehen, wie Gettos entstehen können. Sie sind nichts anderes als Heimat - für Menschen gleicher oder ähnlicher Herkunft -, welche als Ersatz für eine verweigerte Heimat, Geborgenheit, Identität und Schutz, bietet.
Ein Getto ist eine sichtbargewordene Ersatzheimat. Ob es sich dabei um ein Luxusgetto, ein Sprachengetto oder Herkunftgetto handelt, immer wird Nähe gesucht zum anscheinend Gleichem - was Menschen darin zu sehen glauben - und wird zugleich zu einer Abgrenzung, wirkt isolierend.
