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carl sagans werkzeugkasten zur aufdeckung von unsinn
#81
(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Liegt dieses Gefühl nicht auch daran, dass Gedanken nicht klar genug als Bekenntnisse, Vermutungen, Spekulationen, Mythen, Märchen oder Analogien dargestellt werden.

Wie Du weißt, bin ich, was Religion(en) anbetrifft nicht Deiner Meinung, dass dies die Religion auch nur im Entferntesten ausmacht - obwohl sie natürlich Teil einer Religion sein können.

(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Es ist doch zum Beispiel in der Homöopathie so, dass Erklärungsmodelle angeboten werden, die sich peut-à-peut als falsch erweisen. Gewiss diese "Medizin" wirkt. Aber ein einfaches: "Wir wissen nicht wie" tut es ja offensichtlich nicht.

Was ist falsch daran, Hypothesen, Theorien, Modelle aufzustellen?

Und welche Modelle haben sich peu-a-peu als falsch erwiesen?

So lange wir nicht Hypothesen, Theorien als Fakt hinstellen und Modelle als Realität, ist das doch völlig legitim.

(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Gut, die Wirkung beruht vermutlich auch darauf, dass der Patient den zwingenden Eindruck gewinnt, der Therapeut wisse um die Ursache. In Wahrheit weiß er bestenfalls um die Wirkung.

Ich verstehe dich nicht. Was meinst Du mit Ursache? Gerade in der Homöopathhie ist die Wirkung das, was zählt.

Das Schlagwort gegen die Homöopathie ist doch gerade, dass die Mittel nicht wirken können, weil sie zu sehr verdünnt sind bzw. überhaupt keine Moleküle mehr aufweisen.

Nur deshalb werden einige von uns ja dazu motiviert, Hypothesen aufzustellen, wie es doch möglich sein kann.

Zigtausend Erfahrungsberichte von tausenden von Ärzten über 150 Jahre, darunter zeichengenaue Abschriften von deren Krankenakten zählen ja gegen diese "Logik" nicht.

(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Solche Dinge gelten für alle möglichen Wirkungen auf unser Gemüt. Also handelt es sich u. a. um Suggestionen, Ansätze, Bekenntnisse, (impliziten) Vereinbarungen.

Genau wie beim schulmedizinischen Arzt - selbstverständlich.

(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Lasst doch, um Himmels willen, Erklärungsmodelle weg, deren objektives Gehabe auf Täuschung angelegt ist - und sei sie noch so gut gemeint oder gar unbewusst.

Aha - das weißt Du also! Wir sind - bewusst oder unbewusst - alle Betrüger.

Könnte es sein, die mit ihren Patienten über die Hypothesen sprechen, meinen, die Übermittlung von Information auf die Trägersubstanz durch die Potenzierung sei durchaus möglich als Erklärung?

(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Sobald hier - und anderswo - ein Erklärungsmodell aus der Werkzeugkiste des Naturwissens heran gezogen wird, wird selbstverständlich jener Teil der naturwissenschaftlichen Methode aktiviert, die da lautet: Versuchen wir, das Modell zu widerlegen (in Anlehnung an Sir Karl Popper: Wissenschaftliche Modelle müssen 'falsifizierbar' formuliert sein. Sind sie das nicht, sind sie nicht prüfbar und damit - wissenschaftlich - irrelevant. Solange sie nicht falsifiziert sind, drücken sie natürlich den Stand des Wissens aus.)

Nein es ist umgekehrt. Uns wird vorgeworfen, dass unsere Heilmethode nicht wissenschaftlich bewiesen sei und dass sie deshalb nicht wirken kann.

Diese Schlussfolgerung ist zwar absurd - das hindert aber die Wissenschaftler nicht daran, sie immer wieder und immer wieder zu bringen.

(15-09-2010, 23:08)Ekkard schrieb: Man erkennt sofort, dass ein Bekenntnis zu einem Glaubensinhalt, nicht in diese Kategorie fällt. "Ich bekenne mich zur Schöpfungsgeschichte", ist nicht 'falsifizierbar'. Hingegen ist die wissenschaftlich anmutende Behauptung, die Wesen auf der Erde hätten schon immer so ausgesehen, wie heute, eine leicht zu widerlegende These. Sie ist einfach falsch - weiter nichts.

Ich weiß nicht, welche Kreationisten immer noch behaupten, die Wesen hätten alle immer so ausgesehen wie jetzt.

Was die E.T. angeht, würde ich gern mal eine zusammenfassung des heutigen Wissenstands der Evolutionsbiologie/Evolutionsgenetik finden, die von entsprechenden Wissenschaftlern gemacht wurde. Beim googeln finde ich so etwas nicht. Auch keine Bücher beim googeln. Die Lehrbücher zur ET sind wohl alle ziemlich alt.

Schade, ich werde nicht mehr mit erleben, wie es damit weiter geht.

Mir ist es eigentlich egal, ob wir geschöpfert wurden, ob ein ID dahinter steckt oder was auch immer - aber es ist für mich durchaus von "akademischem Interesse".
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RE: Wie spreche ich mit meinen Artgenossen? - von agnostik - 09-09-2010, 21:48
RE: carl sagans werkzeugkasten zur aufdeckung von unsinn - von agnostik - 15-09-2010, 23:54

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