25-07-2004, 23:25
Hallo yentl,
1 Buch Samuel 15, 22 ..."Siehe Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.",
Psalm 51, 19: "Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängstigter Geist; ein geängstigtes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten." (geängstigt = Gegenteil von überheblich, demütig)
Psalm 119,108 "Laß dir gefallen das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen.
Sprüche 21, 3 "Recht tun ist dem Herrn lieber als Opfer.
Du zietierst Amos in gleichem Sinne.
Offensichtlich gab es die Erkenntnis schon lange (alle Beispiele aus dem Alten Testament!), dass Sach- und Tieropfer (Tiere galten wohl auch als Sachen) keineswegs den Gehorsam, die Demut, die Gerechtigkeit oder die Umkehr vom Weg der Sünde ersetzt.(schreibst du selbst weiter unten in deinem Beitrag). Es ist also keinesweg zu weit hergeholt, wenn man bereits für das alte Israel feststellt: auf Sach- und Brandopfer kann man verzichten, weil es auf andere menschliche Verhaltensweisen ankommt.
yentl schrieb:Viele Meinen Gott verlange gar keine Opfer und sie meinen ;weil Opfer in anderen Kulten vorkommen wäre dies ein klarer Hinweis darauf das dies einfach nur aus diesen heidnischen Kulten übernommen wäre./ Das ist aber eine bloße Unterstellung!!!!!!!Wenn man sich die Stellen ums Opfern aus den biblischen Texten heraus sucht, dann gibt es eine Reihe von Stellen, die zwar ein Opfern verlangen, aber immer wieder betonen, dass Gehorsam oder ein demütiges Herz besser ist als Brandopfer; Beispiele:
1 Buch Samuel 15, 22 ..."Siehe Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.",
Psalm 51, 19: "Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängstigter Geist; ein geängstigtes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten." (geängstigt = Gegenteil von überheblich, demütig)
Psalm 119,108 "Laß dir gefallen das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen.
Sprüche 21, 3 "Recht tun ist dem Herrn lieber als Opfer.
Du zietierst Amos in gleichem Sinne.
Offensichtlich gab es die Erkenntnis schon lange (alle Beispiele aus dem Alten Testament!), dass Sach- und Tieropfer (Tiere galten wohl auch als Sachen) keineswegs den Gehorsam, die Demut, die Gerechtigkeit oder die Umkehr vom Weg der Sünde ersetzt.(schreibst du selbst weiter unten in deinem Beitrag). Es ist also keinesweg zu weit hergeholt, wenn man bereits für das alte Israel feststellt: auf Sach- und Brandopfer kann man verzichten, weil es auf andere menschliche Verhaltensweisen ankommt.
yentl schrieb:Immerhin sollte man zumindest zugeben das eine andere Möglichkeit denkbar wäre.Letzteres bestreitet ja keiner. Das Empfinden ist ja richtig: Der schuldig gewordene Mensch sieht sich selbst als den Verursacher des übels und entwickelt das Bedürfnis, Wiedergutmachung zu leisten. Weil Sach- und Brandopfer dieses Bedürfnis aber auf eine äußere, zudem beliebig wiederholbare Handlung ableiten und damit beschränken, haben alle Propheten immer wieder gefordert, an Stelle sinnleerer Handlungen, dem Herrn Gehorsam usw. zuzusichern und zu üben. Diese Art Opfer ist natürlich viel schwerer zu erbringen, als die Ersatzhandlung (eines Sach- oder Tieropfers).
Z.B. die ;das es ein natürliches von Gott gegebenes Empfinden schon immer bei Menschen gab und noch gibt das Schuld Wiedergutmachung erfordert.Wiedergutmachung aber ist letztlich "opfer bringen".
yentl schrieb:Sünde und Schuld verlangen nach Gerechtigkeit. Auch wenn wir es vielleicht anders machen würden, so kann Gott doch über diese Dinge nicht einfach hinwegsehen.Der erste Teil ist korrekt. Der Rest ist schon Spekulation. Die Umschreibungen sind zahlreich, und es ist keineswegs sicher, was damit gemeint ist. Im Zweifel reicht Buße (s. Geschichte von Jona und Ninive) vollkommen aus. Der Rest ist Drohung.
Um die Todesstrafe abzuwenden, hat Gott Opfer eingesetzt.
yentl schrieb:Das letzte Opfer / Bis auf wenige Ausnahmen war im Alten Testament immer Blut für die Sühnung einer Schuld notwendig (Hebräer 9,13-23). Damit der Mensch, der Schuld auf sich geladen hatte, nicht selber sterben musste, gebot Gott den stellvertretenden Tod eines Tieres. - eine prophetische Vorwegnahme des letzten und endgültigen Opfers durch Jesus Christus.Na ja, sagen wir mal so: der Verfasser des Hebräer-Briefes deutet das so. Tatsächlich hat es um die Zeitenwende herum wohl insgesamt eine Tendenz gegeben, Tieropfer abzuschaffen. Als um 70 nChr. der Tempel zerstört worden war, erstarb auch der Opferkult in der traditionellen Form. Soviel ich weiß, lebte die Priesterschaft im Tempel u.a. von den Opfern bzw. vom Opferfleisch. Wenn man solche Zusammenhänge kennt, dann sieht man die Kulte weitaus nüchterner - und man gibt dem guten Propheten Amos aus vollem Herzen recht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

