10-12-2010, 16:58
(10-12-2010, 11:44)Karla schrieb:(07-12-2010, 21:36)agnostik schrieb: Am Anfang einer Diskussion, die mit "Beweisen" zu tun hat, sollte zuerst festgelegt werden, welche Kriterien in einer versuchten Beweisführung anerkannt werden.
"Festlegen" kann man dies nicht, weil es keine allgemeingültige Instanz gibt, die dazu befugt ist, Kriterien für Beweise anzuerkennen oder nicht.
Eben, deswegen muss man ür jede Diskussion festlegen, was im Rahmen dieser spezifischen Diskussion als Beweis dienen darf.
(10-12-2010, 11:44)Karla schrieb: Wenn jemand sagt - und das war ja so in etwa der Ausgangspunkt dieses Threads - dass die Bibel 'ein Beweis' sei oder dass das, was 'Wahrheit' ist, nur in der Bibel zu finden sei -, dann wird man diesen Menschen nicht dazu überreden können, nur 'Beweis' im naturwissenschaftlichen Sinn anzuerkennen.
Wiederum "eben" - deswegen bringen ja auch Diskussionen nicht viel, wo das nicht "expressis verbis" mal zuerst festgelegt ist.
(10-12-2010, 11:44)Karla schrieb: Auch ist nicht allgemein anerkannt, dass es Beweise überhaupt nur im naturwissenschaftlichen Rahmen gibt. Ausnahme vielleicht das Rechtswesen, wo 'Beweis' aber klar definiert ist im nicht-naturwissenschaftlichen Rahmen.
Bei beiden ist grundsätzlich festgelegt, was als Beweis akzeptiert wird.
(10-12-2010, 11:44)Karla schrieb: Evangelikale Christen sehen etwas als 'bewiesen' an, wenn es in der Bibel steht.
Der Witz dabei ist, dass sie - wissenschaftstechnisch gesehen - in einem gewissen Rahmen sogar Recht haben können, wenn sie ihre Prämissen klar darlegen. Also:
(1) Alles, was in der Bibel steht, ist Wahrheit.
(2) In der Bibel steht, dass wir seit Adam und Eva Erbschuld besitzen
(3) Dass wir seit Adam und Eva Erbschuld besitzen, ist also eine Wahrheit.
Genau das ist, was ich sagen will.
Um mit ihnen zu diskutieren, müssen wir festlegen, ob wir für diese Diskussion die Bibel als Beweis anerkennen.
