23-12-2010, 08:36
(23-12-2010, 02:59)t.logemann schrieb: Das "Problem" der Nächstenliebe ist, das man sie eigentlich aus dem religiösen Zusammenhang herauslösen müsste - "eigentlich" deshalb, weil sie erstens in allen Religionen einer Rolle spielt
das halte ich für eine sehr gewagte aussagte
nicht nur, weil du wohl kaum "alle religionen" so gut kennst, um über sie eine ausage zu treffen
(23-12-2010, 02:59)t.logemann schrieb: Klassischer Humanismus ist letztlich nichts anders, als der Nächstenliebe einen nicht-religiösen Rahmen zu verleihen
seh ich anders
im humanismus gehts nicht um die bitte, doch dem nächsten liebe oder zuneigung zu gewähren, sondern um den anspruch jedes menschen auf recht und würde
(23-12-2010, 02:59)t.logemann schrieb: Im Bereich des Feedbacks ist die Thematik selbstverständlich dann richtig angesiedelt, wenn eine Beleidigung durch eine andere -verwarnende- Beleidigung "vergeben" wird; dies verträgt sich weder mit religiöser noch humanistischer "Grundhaltung". Allerdings ist das eben nur ein Aspekt....
ich wüßte nicht, nach welcher "humanistischen Grundhaltung eine Beleidigung durch eine andere ... Beleidigung vergeben" werden kann. es entspricht imho allerdings dem humanistischen anspruch auf menschenwürde, deren verletzung zu ahnden
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

