05-12-2004, 17:30
Zitat:Zitat:Aber jetzt drängt sich mir der Eindruck auf, du hättest noch weniger...
Ich habe zwar im Prinzip keine Ahnung,
jo, dieser Eindruck drängt sich auf icon_lol.gif
Zitat:Dann werde ich dazu mal wieder - zum ungezählten Male - ein paar Worte fallen lassen und mich schon gar nicht mehr wundern, wie sich ein solches Vor-Urteil derart hartnäckig hält...
Die Kuh als solche in Indien... icon_exclaim.gif icon_exclaim.gif icon_exclaim.gif
macht nicht nur Muh und Mühe, sondern sie ist für die absolut vegetarisch lebenden Hindus die Lebensversicherung als solche..
um nicht gar zu sagen, die Überlebensversicherung..
Die Milch ist der wichtigste Eiweißlieferant, mit dem Dung wird geheizt, ist sie auf natürlichem Wege gestorben, so lassen sich selbst mit dem Fell noch wunderbare Dinge herstellen.
Ohne eine Kuh ist eine arme Familie dem Hungertode nahezu preisgegeben - eine Küh sichert das Leben.
Die Kuh ist dem Hindu in etwa so heilig wie dem Deuschen sein Auto. Beides wird nicht in den Himmel gehoben, sondern stellt jeweils einen ganz besonderen Wert und nicht zuletzt auch ein Statussymbol dar. Ähnlich blöde, wie man hier neuerdings sich auch nicht entblödet, von einem "Fußballgott" zu sprechen...
Vernimm die Worte eines echten Ex-Brahmanen:
Zitat:Als ich an jenem Abend die Kuh unter den Kokospalmen hinter Gosines Hütte weidete, passte ich genau auf, wie immer, seit sie mich damals angegriffen hatte. Es war natürlich nicht recht, diesem großen Gott zu misstrauen, aber man musste auch nüchtern sein. Im Alltagslelben durfte man es mit seiner Religion einfach nicht zu genau nehmen. Aus rein praktischen Gründen hatte ich aufgehört, die Kuh anzubeten, denn man konnte nicht gleichzeitig anbeten und sich vor einem Angriff in Acht nehmen. Aber ich glaubte trotzdem noch an die Kuh als einen großen, heiligen Gott. Ich war sogar davon überzeugt, dass es einen großen Schritt aufwärts, hin zur Vereinigung mit Brahman, bedeuten würde, im nächsten Leben als Kuh geboren zu werden, falls ich in diesem Leben Moksha nicht erreichen sollte.(Rabindranath R. Maharaj, "Der Tod eines Guru", S. 99)
Ist das nicht doch ein wenig heiliger als dem Deutschen sein Auto?
