Umfrage: Wie nah ist das Ende der Welt?
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Das Ende der Welt ist nah
40.00%
4 40.00%
Das Ende der Welt ist nicht nah
60.00%
6 60.00%
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Wann wird die Welt untergehen/ wird sie es überhaupt?
(29-05-2023, 18:40)Ulan schrieb: Du ignorierst mal wieder, dass Jesus die Endzeit, also den Krieg mit himmlischen Truppen, noch zu Lebzeiten seiner Zuhoerer angekuendigt hat, weshalb diese ja auch jederzeit wachsam sein sollten, weil es sie jeden Tag treffen koennte. Auf dem Auge bist Du blind.


Welche Stelle im Evangelium meinst du konkret mit dem "Krieg mit himmlischen Truppen" ?

Jesus verneinte Gewalt und Krieg 
"Doch einer von den Begleitern Jesu zog sein Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte?" Matthäus 26,51-53

Jesus lehnte derartige Gewalt mit Legionen von Engeln ab.



----



Und es sei nochmals daran erinnert, dass Jesus zu Pontius Pilatus gesagt hatte, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist, und dass Jesus gesagt hatte: "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin" Mt 5,39 und dass Jesus die Feindesliebe forderte.
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(29-05-2023, 14:34)petronius schrieb: naja... die andeutung, jesus wäre von den juden umgebracht worden, weil er ihnen ans geld wollte, hat halt schon ein "gschmäckle"

Es geht ja nicht um "die Juden" - Jesus war ja selbst Jude - sondern um den Tempelbetrieb, also die offizielle Priesterschaft. Das Geld spielt in den Evangelien durchaus eine bedeutende Rolle, wenn man an die Aktion gegen die Geldwechsler denkt, die dort im Auftrag der Tempelleitung sassen. Die These, dies sei der eigentliche Grund fuer die Hinrichtung Jesu gewesen, findet sich uebrigens schon im Kommentar zum Johannesevangelium von Origenes (fruehes drittes Jahrhundert), weil er den in den Evangelien gegebenen Grund fuer nicht einleuchtend hielt (was, nebenbei gesagt, wohl eine treffende Feststellung ist) und weil er sich nicht vorstellen konnte, dass jemand eine solche Nummer an einem schwer bewachten Ort ohne Konsequenzen haette durchziehen koennen.
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(27-05-2023, 18:51)petronius schrieb:
(26-05-2023, 12:27)Reklov schrieb: Das Jesu zugeschriebene Zitat, er sei gekommen, "um das Schwert zu bringen", wurde schon oft analysiert. Eine Aussage dazu geht dahin, dass es Jesus klar gewesen sein muss, dass seine neue Lehre eines "barmherzigen" Gottes sich nicht mit der Strenge des AT vereinen lässt und Streit in jede Familie bringen wird. Deswegen geriet der im Volk als beliebt geschilderte "Prediger" auch in die Schusslinie der damaligen Thora-Hüter, welche sich ihre mit Ansehen und Geld verbundene Vormachtstellung genauso wenig streitig machen lassen wollten, wie die heutigen relig. Führer im Iran. 
So war ihnen der "Messias", welcher die Massen mit seinen Worten unter freiem Himmel an sich binden konnte, mehr als ein Dorn im Auge, denn er gefährdete nicht nur die regelmäßigen Tempeleinnahmen, auf welche die jüd. Priester unbedingt angewiesen waren

hach ja... diesr geldgierigen juden aber auch schon wieder!

lieber reklov, das 19. jhdt hat angerufen: es will seinen antisemitismus wieder

*sarcasm off*

... die Gier nach Reichtum oder bequemen, automatischen Geldeingang (z.B. durch Steuern, Wege-Zoll etc.) ist keineswegs nur in einem bestimmten Volk zu finden. Sie war und ist "international". - Als z.B. bei uns im 13. Jahrhundert die ersten Münzprägungen eingeführt worden waren, machten sich sofort einige Herzöge und Fürsten daran, den Silber- oder Goldbelag auf ihren Münzen heimlich zu verringern, um auf diese Weise Vorteile (sprich Gewinne) beim Handel zu erzielen...

Heute verkleinern z.B. manche Lebensmittelkonzerne ihre Packungen (bei gleichem Preis!) unmerklich, was aber ordentliche Gewinnsteigerungen einbringt, da ja die Packungen riesige Produktionszahlen erreichen...

Dein Hinweis auf den Antisemitismus, noch die Anmerkung *sarcasm off* ist also in irgendeiner Weise "sinnvoll". Hach ja...  Icon_rolleyes

Gruß von Reklov
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(29-05-2023, 22:47)Ulan schrieb:
(29-05-2023, 14:34)petronius schrieb: naja... die andeutung, jesus wäre von den juden umgebracht worden, weil er ihnen ans geld wollte, hat halt schon ein "gschmäckle"

Es geht ja nicht um "die Juden" - Jesus war ja selbst Jude - sondern um den Tempelbetrieb, also die offizielle Priesterschaft. Das Geld spielt in den Evangelien durchaus eine bedeutende Rolle, wenn man an die Aktion gegen die Geldwechsler denkt, die dort im Auftrag der Tempelleitung sassen. Die These, dies sei der eigentliche Grund fuer die Hinrichtung Jesu gewesen, findet sich uebrigens schon im Kommentar zum Johannesevangelium von Origenes (fruehes drittes Jahrhundert), weil er den in den Evangelien gegebenen Grund fuer nicht einleuchtend hielt (was, nebenbei gesagt, wohl eine treffende Feststellung ist) und weil er sich nicht vorstellen konnte, dass jemand eine solche Nummer an einem schwer bewachten Ort ohne Konsequenzen haette durchziehen koennen.

... Geld spielt bis heute überall eine überragende, wenngleich auch nicht alles beherrschende Rolle! Die Welt ist sozusagen unter das "Zeichen des Tieres" geraten und sowohl die großzügigsten Spende-Aktionen, wie auch schwerster Gesetzesbruch, sind ohne Geld nicht denkbar.

Als das Geld "erfunden" wurde, begann eine neue Zeit, denn nun war es möglich, nicht nur das Geld für sich arbeiten zu lassen (z.B. über Zinsgeschäfte), sondern auch andere Personen für eine zu erledigende Arbeit "einzuspannen" und zu entlohnen, sie auf diese Weise aber auch regelrecht abhängig zu machen!

Sowohl verschwenderischer Missbrauch, wie auch der sog. "Klassenkampf" betrat damit die Weltbühne.

Beim Weltuntergang wird aber auch dieser Spuk im Nu völlig bedeutungslos werden...  Icon_frown

Gruß von Reklov
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Das mit den Zinsgeschaeften funktionierte auch vor der Einfuehrung des Geldes hervorragend. Vor allem mit Getreide, Vieh und aehnlichen einfach messbaren Handelsguetern liess sich das arrangieren. Edelmetalle wurden schlicht nach Gewicht getauscht, und schummeln liess sich damit auch. Selbst der Name unserer ehemaligen Mark ist noch auf den geldlosen Gueteraustausch zurueckzufuehren.
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(30-05-2023, 14:01)Ulan schrieb: Das mit den Zinsgeschaeften funktionierte auch vor der Einfuehrung des Geldes hervorragend.

Das Zinsgeschäft wurde offenbar tatsächlich vor der Erfindung des Geldes erfunden.
"Um 2400 v. Chr. dürfte bei den Sumerern der älteste Zinsbegriff (maš; deutsch „Kalb, Ziegenjunges“) entstanden sein, ein Begriff, der auf den Naturallohn hindeutet."
Zinseszins - Wikipedia

Aber die Erfindung des Geldes goss Öl ins Feuer !
Diese künstliche Rechengröße vereinfachte das Zinsgeschäft beträchtlich und förderte dieses somit immens
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Es stellt sich die Frage, ob die Sumerer den Zinsbegriff maš positiv bewerteten oder als schädlichen Auswuchs

Das Geld wurde allerdings erst 900 Jahre später - und zwar im Niltal erfunden.

Jedenfalls wurde chronologisch zuerst die Wachstumsfunktion nach Vorbild der exponentiellen Tiervermehrung erkannt (ob der Begriff des Zinses oder gar des dynamisch wirkenden "Zinseszinses" gemeint war ist nicht erforschbar, aber Tiere vermehren sich bekanntlich exponentiell) und erst viel später wurde das Geld "eingeführt"

Dies wäre eine Diss der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte wert
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Beitrag #340
(29-05-2023, 11:53)Ulan schrieb: Es ging um Deine 80% Steuern.

Wovon die Welt aber auch nicht untergehen wuerde.

Na ja, wer weiß ?
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Steuern sind an sich positiv
Es wird für gemeinnützige Projekte gesammelt: Stadtmauern zum Schutze der Bevölkerung, Aufbau eines Heeres und einer Seeflotte zur Abwehr von einfallenden Räuberstämmen und Piraten, Bau von Kastellen und Heeresstraßen, Errichtung von Wasserleitungen - aber ab einer kritischen Größe werden Steuern schädlich. Dann lähmen sie die Gesellschaft

Die Höhe des schädlich werdenden Steuersatzes läßt sich nicht definieren ohne das Popper Kriterium zu verletzen

Es geht um die Frage des Falsifizierbarkeit
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(30-05-2023, 23:07)Sinai schrieb: Die Höhe des schädlich werdenden Steuersatzes läßt sich nicht definieren ohne das Popper Kriterium zu verletzen.
Es geht um die Frage des Falsifizierbarkeit.
Das hat doch mit Falsifizierbarkeit von Thesen nichts zu tun! Steuern werden festgesetzt, im Idealfall unter Beteiligung aller. Es besteht ja auch weitgehend Konsens, dass Gemeinschaftsaufgaben existieren und finanziert werden müssen.
Mit einem möglichen Weltuntergang hat das sehr wenig zu tun - höchstens sehr indirekt als Motor einer "überkandidelten" Ressourcenvernichtung. Letztere kann am Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen abgelesen werden. Aber an diesem Problem sind die pekuniären Interessen weit mehr beteiligt, als ausgerechnet die Steuerquote.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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(30-05-2023, 23:39)Ekkard schrieb:
(30-05-2023, 23:07)Sinai schrieb: Die Höhe des schädlich werdenden Steuersatzes läßt sich nicht definieren ohne das Popper Kriterium zu verletzen.
Es geht um die Frage des Falsifizierbarkeit.
Das hat doch mit Falsifizierbarkeit von Thesen nichts zu tun!


Steuern dürfen nicht "zu hoch" sein!

Eine Banalität, die nicht dem Popper Kriterium entspricht. Da nicht falsifizierbar
. . . was ist "zu hoch" ?
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(30-05-2023, 23:39)Ekkard schrieb: . . . Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen . . .

Viele Europäer schätzen andere Gefahren viel höher ein!
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(30-05-2023, 14:01)Ulan schrieb: Das mit den Zinsgeschaeften funktionierte auch vor der Einfuehrung des Geldes hervorragend. Vor allem mit Getreide, Vieh und aehnlichen einfach messbaren Handelsguetern liess sich das arrangieren. Edelmetalle wurden schlicht nach Gewicht getauscht, und schummeln liess sich damit auch. Selbst der Name unserer ehemaligen Mark ist noch auf den geldlosen Gueteraustausch zurueckzufuehren.

... mit dem Aufkommen des "Geldverkehrs" entwickelten sich noch andere Einrichtungen in Europa, wie z.B. das "Bankwesen". Die älteste Bank wurde in Siena gegründet und deswegen haben viele Begriffe im Bankwesen bis heute italienische Bezeichnungen, weil italienische Geldwechsel- und Bankleute an der Wiege des modernen europ. Bankwesens standen. - Ein Scheck ermöglichte z.B. einem Kaufmann im Mittelalter, auf seinem langen Weg von Venedig nach Frankfurt, "bargeldlos" zu reisen. Den oft in seinen Kleidern eingenähten od. anders verborgenen Scheck konnte er dann problemlos in einer Bank in Frankfurt einlösen.

Dies brachte aber wiederum auch den "Scheckbetrug" in unsere Welt!  Icon_twisted

Gruß von Reklov
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(29-05-2023, 22:47)Ulan schrieb:
(29-05-2023, 14:34)petronius schrieb: naja... die andeutung, jesus wäre von den juden umgebracht worden, weil er ihnen ans geld wollte, hat halt schon ein "gschmäckle"

Es geht ja nicht um "die Juden" - Jesus war ja selbst Jude - sondern um den Tempelbetrieb, also die offizielle Priesterschaft

es geht mir darum, daß laut reklov diese "offizielle Priesterschaft" jesus habe hinrichten lassen, weil er ihnen ans geld wollte

Zitat:Das Geld spielt in den Evangelien durchaus eine bedeutende Rolle, wenn man an die Aktion gegen die Geldwechsler denkt, die dort im Auftrag der Tempelleitung sassen. Die These, dies sei der eigentliche Grund fuer die Hinrichtung Jesu gewesen, findet sich uebrigens schon im Kommentar zum Johannesevangelium von Origenes (fruehes drittes Jahrhundert)

wie alt der christliche antisemitismus ist, ist ja durchaus bekannt

Zitat:weil er den in den Evangelien gegebenen Grund fuer nicht einleuchtend hielt (was, nebenbei gesagt, wohl eine treffende Feststellung ist) und weil er sich nicht vorstellen konnte, dass jemand eine solche Nummer an einem schwer bewachten Ort ohne Konsequenzen haette durchziehen koennen.

du wirst doch jetzt wohl nicht anfangen, die evangelien für historische tatsachenberichte zu halten?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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(30-05-2023, 12:02)Reklov schrieb: die Gier nach Reichtum oder bequemen, automatischen Geldeingang (z.B. durch Steuern, Wege-Zoll etc.) ist keineswegs nur in einem bestimmten Volk zu finden

das hat ja niemand auch nur angedeutet. du aber hast die geldgier eines bestimmten volks (ulan präzisiert: dessen glaubenselite) als hauptursächlch für den in guter christlicher antisemitischer tradition so genannten "gottesmord" suggeriert
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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